F&E-Jahresbericht 2024 – ÖBB-Infrastruktur AG
ÖBB-Infrastruktur AG / F&E-Bericht 2024 22 Stoßrichtung A Im Projekt „SAM-AT“ leiten relevante Stakeholder im Bereich Verkehrsma nagement und Verkehrsinformation gemeinsam aus der aktuellen Situation ein Zielbild für ein künftiges integrier tes Verkehrsmanagement ab. Als Erstes erarbeiteten sie die Ist-Situation, wobei die Bandbreite in der Betrachtung von strategisch-planerischen bis hin zu ope rativen Dimensionen reicht. Lösungsorientierte Workshops Anhand von Use-Cases identifizierte das Projektteam Verbesserungspotenziale im Individualverkehr (IV) und öffentlichen Verkehr (ÖV) sowie in der Kombination beider Bereiche. In Workshops erarbeiten die operativen Betriebsmitarbeiter:innen der Projektpartner sowie weiterer Stake holder Lösungen für geplante Einschrän kungen im IV und ÖV (z. B. durch Sanie rungen oder Großveranstaltungen) und für die Informationsbereitstellung IV / ÖV im Ereignisfall (etwa bei technischen Störungen oder Unfällen). Interviews mit Bundesländervertreter:innen rundeten die Workshops ab. Das Ergebnis ist eine umfassende Maß nahmenliste mit Vorschlägen für recht liche, technische und organisatorische Anpassungen. Dadurch sollen sowohl die Kommunikation zwischen den Organisati onen als auch die Kund:inneninformation verbessert werden. Darauf aufbauend entwickelte das Projektteam einen Stufenplan mit realistischen Zielen und Meilensteinen, der die organisatorischen und rechtlichen Aspekte des zukünftigen Zielbildes für Verkehrsinformation und integriertes Verkehrsmanagement abbil det. Die Ergebnisse dieser vom BMIMI in Auftrag gegebenen Studie werden nun übergeben und sollen nach Schaffung der entsprechenden Voraussetzungen gemeinsam mit den Akteuren umgesetzt werden. Integriertes Verkehrsmanagement STRATEGIE UND UMSETZUNGSVORBEREITUNG. Die Studie liefert Verbesserungsvorschläge zur Kommunikation zwischen den Organisationen und zur Kund:inneninformation. Projektdaten SAM-AT Interne Fachbereiche: GB BE, BS, AM Externe Projektpartner: Siehe Seite 51 Fördergeber: FFG Laufzeit: 2023–2025 KI-basierte Konflikterkennung und -lösung in Echtzeit stellen eine we sentliche Innovation für den modernen Bahnbetrieb dar. Die künstliche Intelli genz identifiziert potenzielle Konflikte zwischen Zügen frühzeitig und stellt den Fahrdienstleiter:innen unmittelbar geeig nete Lösungsvorschläge zur Verfügung. Dazu wertet sie kontinuierlich komplexe Betriebsdaten aus. KI bietet Entscheidungs unterstützung Die KI übernimmt jedoch ausschließ lich eine unterstützende Funktion, die endgültige Entscheidungsverantwortung verbleibt bei den Fahrdienstleiter:innen. Allerdings entlastet die automatisierte und datengetriebene Entscheidungsun terstützung die Fahrdienstleiter:innen, da sie bei umfangreichen Analysen und KI-gestützte Konflikt lösung AUTOMATISIERT UND DATEN GETRIEBEN. KI unterstützt Fahr dienstleiter:innen bei umfang reichen Analysen und bietet Lösungsvorschläge für komple xe Einzelentscheidungen an. ZIELBILD. Ein Stufenplan schafft Klarheit über Meilensteine der Verkehrsinformation und des integrierten Verkehrsmanagements Lukas Leonte ENTLASTUNG. Die KI identifiziert potenzielle Konflikte Lösungen an
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