Geschäftsbericht 2024 – ÖBB-Infrastruktur AG
ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 235 Grundsätzlich erfolgt im Rahmen der Widmung eines Derivates als Sicherungsinstrument eine prospektive Effektivitätsmessung sowie zu jedem Bilanzstichtag eine Überprüfung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung und die Ermittlung einer möglichen Ineffektivität. Die Messung der Ineffektivität erfolgt durch Vergleich der kumulierten Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der designierten Sicherungsinstrumente seit Designation der Sicherungsbeziehung und der kumulierten Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des gesicherten Grundgeschäfts in Bezug auf das gesicherte Risiko. Zur Ermittlung der kumulierten Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des gesicherten Grundgeschäfts in Bezug auf das Risiko der Änderungen des European-Energy-Exchange-Settlement-Preises wird ein hypothetisches Derivat gebildet. Ineffektivitäten können sich daraus ergeben, dass den abgeschlossenen Beschaffungsgeschäften unter Umständen andere Lastprofile zugrunde liegen und sich im Rahmen der Kaskadierung und Profilierung Mengenabweichungen ergeben können, da sich das hypothetische Derivat in diesem Fall nicht ändert. Des Weiteren können Ineffektivitäten auftreten, wenn das Kreditrisiko des Handelspartners stark von jenem der ÖBB-Infrastruktur AG abweicht. Darüber hinaus kann es aufgrund von Verringerungen der Planeinkaufsmenge zu einer kurzfristigen Übersicherung kommen, die sich jedoch im Zeitablauf wieder ausgleicht. Die Marktwertermittlung der Stromeinkaufsforwards zum Bilanzstichtag erfolgt auf Basis von deutschen European-Energy- Exchange-Futures-Notierungen (EEX-Notierung), die unter Heranziehen aktueller Zinskurven diskontiert werden. Die Marktwerte oder Stromeinkaufsfutures entsprechen der EEX-Notierung. Beträge, welche aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht werden, sind ebenso wie etwaige Ineffektivitäten im Materialaufwand erfasst. Bei den geschlossenen Derivaten handelt es sich um Forwards für die Versorgung der Betriebsanlagen. Wenn die Ausschreibung bzw. die Vergabe erfolgt ist, wird die über den Forward ursprünglich gekaufte Menge durch einen gegenläufigen Forward verkauft und somit geschlossen. Die Umbuchung aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn-und- Verlust-Rechnung erfolgt bei Lieferung. Das kumulierte sonstige Ergebnis aus den Stromderivaten, die als Cashflow Hedge designiert waren, stellt sich wie folgt dar: Weitere Erläuterungen zu den latenten Steuern finden sich in Erläuterung 13. 29.4.2. Sonstige Stromderivate Die folgende Tabelle zeigt das Fristigkeitsband jener Forwards und Futures, die zwar zu Sicherungszwecken abgeschlossen werden, aber unter anderem aufgrund der Schwankungen der Verbrauchsmenge nicht die formalen Anforderungen des IFRS 9 für Cashflow Hedges erfüllen. Stromderivate Einkauf Anzahl Derivate Nominal- volumen Durchschnittlicher Ausübungspreis Beizulegender Zeitwert ohne Hedge-Beziehungen 31.12.2024 Einkauf MWh in Mio. EUR in EUR in Mio. EUR Bestand 125 987.376 106,8 -5,6 davon Laufzeitende 2025 116 926.056 100,1 108,1 -4,4 davon Laufzeitende 2026 8 52.560 6,0 114,9 -1,3 davon Laufzeitende 2027 1 8.760 0,6 67,2 0,1 Stromderivate in Mio. EUR CFH CFH geschlossen OCI gesamt Latente Steuern OCI nach Steuern Stand 31.12.2022 289,7 60,8 350,5 83,0 267,5 Bahnstrom -149,5 0,0 -149,5 -35,9 -113,7 Betriebsanlagen -24,7 0,0 -24,7 -5,9 -18,8 Betriebsanlagen geschlossen 4,3 -4,3 0,0 0,0 0,0 Umbuchung GuV 2023 -185,9 -52,5 -238,4 -55,5 -183,0 Stand 31.12.2023 -66,2 4,0 -62,2 -14,3 -47,9 Bahnstrom -7,5 0,0 -7,5 -1,7 -5,8 Betriebsanlagen 0,9 0,0 0,9 0,2 0,7 Betriebsanlagen geschlossen 6,9 -6,9 0,0 0,0 0,0 Umbuchung GuV 2024 55,7 -5,4 50,2 11,6 38,7 Stand 31.12.2024 -10,3 -8,3 -18,6 -4,3 -14,3
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