Geschäftsbericht 2025 – ÖBB-Infrastruktur AG
ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 9 Im vierten Quartal 2025 ging die Koralmbahn in den Vollbetrieb. Den Start machte der Güterverkehr im November, bevor der Personenverkehr mit der Umstellung auf den Fahrplan 2026 am 14. Dezember folgte. Die Koralmbahn ordnet den Personenverkehr zwischen Wien und Kärnten neu und ist für den Güterverkehr ein wichtiger Lückenschluss auf dem Baltisch-Adriatischen Korridor der EU. Im Westen war die Situation dominiert von dem Anlaufen der deutschen Generalsanierung. In diesem umfassenden Sanierungsprogramm der DB InfraGo werden die bedeutendsten Korridore ertüchtigt, die zusammen über 4.000 km ausmachen. 13 Im Rahmen dieser Sanierungen werden die betreffenden Korridore für einige Monate komplett gesperrt. Während die Fertigstellung des gesamten Programms ursprünglich bis 2030 geplant war, wurde dieses Ziel nun auf 2036 gestreckt, da es zahlreiche Bedenken aufgrund der nötigen, immensen Kapazitätseinschränkungen für die Schiene gab. 14 In Ungarn übernahm die GYSEV den Betrieb von über 700 km Streckennetz von der MAV-Gruppe. Die Strecken liegen im Westen des Landes und reichen vom Balaton bis zur Grenze nach Österreich. Die ungarische Staatsbahn MAV soll hingegen ihre Ressourcen in den Osten des Landes verlagern. 15 A.2. Finanzielle Leistungsindikatoren Ertragslage Überblick 2025 2024 Veränderung Veränderung in % Umsatzerlöse in Mio.EUR 1.269,6 1.231,6 38,0 3 % Gesamterträge in Mio. EUR 4.415,4 4.219,1 196,3 5 % Gesamterträge je Mitarbeiter:in in TEUR 232 225 7 3 % Umsatzerlöse und Gesamterträge Umsatzerlöse ÖBB Infrastruktur-Konzern in Mio.EUR 2025 2024 Veränderung Veränderung in % Unkonsolidierte Umsatzerlöse 1.617,9 1.566,6 51,3 3 % Abzüglich Innenumsatz des Konzerns -348,3 -335,0 -13,3 4 % Umsatzerlöse 1.269,6 1.231,6 38,0 3 % Sonstige Erträge (konsolidiert) 3.145,8 2.987,5 158,3 5 % Gesamterträge 4.415,4 4.219,1 196,3 5 % davon mit übrigem ÖBB Konzern 858,2 884,0 -25,8 -3 % Wie bereits angeführt erreichten die Konzernumsatzerlöse rd. 1.269,6 Mio. EUR (Vj: rd. 1.231,6 Mio. EUR). Während die Umsatzerlöse nur leicht angestiegen sind, erhöhten sich die Gesamterträge im Wesentlichen aufgrund der Bundeszuschüsse (insbesondere aus der Rahmenplanumsetzung). Die konsolidierten sonstigen Erträge in Höhe von rd. 3.145,8 Mio. EUR (Vj: rd. 2.987,5 Mio. EUR) beinhalten andere aktivierte Eigenleistungen in Höhe von rd. 482,3 Mio. EUR (Vj: rd. 458,5 Mio. EUR) und sonstige betriebliche Erträge in Höhe von rd. 2.663,5 Mio. EUR (Vj: rd. 2.529,0 Mio. EUR). Der Umsatz je Mitarbeiter:in beträgt bei durchschnittlich 19.010 Mitarbeiter:innen (Vj: 18.736 Mitarbeiter:innen) rd. 67 TEUR (Vj: rd. 66 TEUR). Die Umsatzerlöse werden überwiegend in Österreich erzielt. Umsätze in der Höhe von rd. 86,9 Mio. EUR (Vj: rd. 127,5 Mio. EUR) wurden mit Kund:innen aus dem Ausland erwirtschaftet. Diese betreffen im Wesentlichen Energielieferungen und das Infrastrukturbenützungsentgelt (Wege- und Dienstleistungsentgelt). 13 DB. 14 Süddeutsche Zeitung. 15 LOK-Report.
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