Geschäftsbericht 2025 – ÖBB-Infrastruktur AG

ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 8 Auswirkungen der Budgetkonsolidierung auf die ÖBB Im Rahmen der Budgetkonsolidierung durch die österreichische Bundesregierung haben die ÖBB als eines der großen Unternehmen im Staatseigentum im Mai 2025 ein Einsparungsziel von ihrem Eigentümer erhalten. Dieses sah insbesondere Einsparungen im Rahmenplan vor. Insgesamt wurden die Investitionen laut Rahmenplan 2025 bis 2030 um rd. 300,0 bis 500,0 Mio. EUR jährlich gedrosselt. Im Vergleich zum Rekordwert 2024 bleiben sie mit rd. 3,2 Mrd. EUR pro Jahr jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau. Dieses Einsparungsziel wurde gleichzeitig mit einem klaren Bekenntnis zum Infrastrukturausbau formuliert. Die konsequente Investition in die Instandhaltung der Schiene wird beibehalten, um die hohe Qualität der Schieneninfrastruktur in Österreich sicherzustellen. Nicht zuletzt, weil Investitionen in die Bahninfrastruktur die notwendige Verlagerung von der Straße auf die Schiene bringen und vor allem, weil die ÖBB einen wichtigen Beitrag zur heimischen Wertschöpfung leisten und damit unverzichtbare Konjunkturimpulse setzen. Marktumfeld Aufgrund des sich zunehmend verschärfenden Wettbewerbsumfelds, allen voran im Güterverkehr, haben die ÖBB Mitte 2025 ein internes Effizienzprogramm ins Leben gerufen. Ziel ist es, die beeinflussbaren Plankosten konzernweit um 10 % zu senken und den Konzern wettbewerbsfit für die Zukunft aufzustellen. Entsprechend der unterschiedlichen Marktdynamiken und Herausforderungen der Teilkonzerne umfasst das Programm maßgeschneiderte Programme auf Teilkonzernebene, die unter dem Dach der ÖBB-HoldingAG zusammengefasst werden. Insgesamt werden konzernweit rd. 300,0 Mio. EUR jährlich eingespart, etwa durch Synergien in den Querschnittsbereichen, Reduktion von Verwaltungskosten und Sachaufwendungen, Prozessoptimierungen und Produktivitätssteigerungen. Im Jahr 2025 setzt sich der Aufwärtstrend bei der Betriebsleistung im Schienennetz der ÖBB-Infrastruktur AG fort. Der Zuwachs bei den Zugkilometern beträgt 3,4 %. Im Güterverkehr erhöhte sich die Betriebsleistung um 3 % auf rd. 41,0 Mio. Zugkilometer. Im Personenverkehr gibt es wieder ein robustes Wachstum in der Betriebsleistung. Es betrug 3,6 % im Jahr 2025, damit liegt die Betriebsleistung bei rd. 127,0 Mio. Zugkilometern. Entwicklung der Betriebsleistung im Schienennetz der ÖBB-Infrastruktur AG Betriebsleistung im Personenverkehr Betriebsleistung im Güterverkehr (Zugkilometer, Änderung zum Vorjahr in %) (Zugkilometer, Änderung zum Vorjahr in %) Quelle: ÖBB. Die lang geplante Tauernsperre bis Ende Juni war eine große Einschränkung der Schieneninfrastruktur im Jahr 2025. Vor allem der Güterverkehr musste durch die Sperre dieser wichtigen alpenquerenden Verbindung große Umfahrungen in Kauf nehmen. Auch die wichtige Weststrecke zwischen Wien und St. Pölten war zwischen Mai und Juni für knapp vier Wochen teilweise gesperrt, was die Kapazität im Schienennetz weiter einschränkte. Weitere wochen- oder monatelange Streckensperren gab es unter anderem am Arlberg und auf der Stammstrecke der Wiener S-Bahn zwischen Floridsdorf und Praterstern. Die Sperren der Strecken waren erforderlich, um notwendige Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen durchzuführen.

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