Geschäftsbericht 2025 – ÖBB-Infrastruktur AG

ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 107 Zur inhaltlichen Vertiefung wurden zudem Teilbereichsstrategien erarbeitet. Teilbereichstrategie Beschreibung Personalentwicklung Die Personalentwicklung begleitet die Mitarbeiter:innen entlang ihrer beruflichen Laufbahn. Im Vordergrund steht die zielgerichtete und nachhaltige Entwicklung der Mitarbeiter:innen. Die Aus- und Weiterbildung wird unter Wahrung der gesetzlichen Anforderungen an den Qualifikationsanforderungen der Zukunft ausgerichtet. Die Schwerpunkte der Teilbereichstrategie Personalentwicklung liegen im Bereich Onboarding-Kultur, Führungskräfteentwicklung, Talent- und Performancemanagement sowie moderne Lernformen. Diversity und Vereinbarkeit Zur strategischen Steuerung der Stoßrichtung „Kultur und Diversität“ wurden die Teilbereichsstrategien „Diversity“ und „Vereinbarkeit“ entwickelt. Das Ziel der Teilbereichstrategie „Diversity“ ist die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität. Die Teilbereichsstrategie „Vereinbarkeit“ verankert die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben. Ziel ist es, Mitarbeiter:innen bei Mehrfachbelastungen aufgrund von Care-Arbeit zu entlasten und zu unterstützen, um Arbeitsfähigkeit und Gesundheit aufrechtzuerhalten. Ebenso festgelegt sind flexible Arbeitszeitmodelle, um Mitarbeiter:innengewinnung und Mitarbeiter:innenbindung zu erhöhen und die Arbeitsmarktpositionierung zu verbessern. Recruiting und Employer-Branding Zur Umsetzung der strategischen Stoßrichtungen „Starke Arbeitgebermarke“ trägt die Teilbereichsstrategie „Recruiting und Employer-Branding“ bei. Anhand der strategischen Schwerpunkte „Personalgewinnung meistern“, „Innovation fördern“, „Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen“ und „Qualität stärken“ werden Maßnahmen im Recruiting und Employer-Branding verortet. Dem weiterhin hohen Personalbedarf wird auch mit dem verstärkten externen Auftritt auf dem Arbeitsmarkt Rechnung getragen. Arbeitsfähigkeit und Gesundheit Ziel des betrieblichen Gesundheitsmanagements ist die Förderung der Arbeitsfähigkeit sowie der Gesundheit aller Mitarbeiter:innen. Dazu sollen die Arbeitsbedingungen kontinuierlich verbessert, persönliche Ressourcen optimiert und Belastung reduziert werden. Die in der Funktional- und Teilbereichsstrategie adressierten Themenfelder und daraus abgeleiteten Maßnahmen leisten einen Beitrag zum Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen. Sie nehmen unter anderem das Risiko der erschwerten Personalgewinnung in den Blick. Insbesondere das HR-IT-Transformationsprojekt „H-IT-T“ trägt wesentlich zur Bewältigung der künftigen Herausforderungen bei und wird in der Stoßrichtung „effizientes und modernes Personalmanagement“ verfolgt. Mit diesem Programm wird ein mehrjähriges Vorhaben initiiert, um den Weg zu einem modernen, schnellen HR-Management mit effizienten Prozessen und digitalen Lösungen voranzutreiben. Eine vollintegrierte HR-IT-Systemlandschaft mit Fokus auf größtmöglicher Systemvereinheitlichung ermöglicht es, als strategischer Partner für Führungskräfte und Mitarbeiter:innen agieren zu können. Dieses Projekt stellt somit die Ausgangsbasis für eine zukunftsgerichtete, moderne HR-Arbeit und schafft eine Grundlage zur Umsetzung der definierten Maßnahmen. Wesentliche Neuerungen und Prozessverbesserung umfassen dabei: – Eine niederschwellige Kontaktaufnahme und punktgenaue Bewerbung für Bewerber:innen – Effiziente Bewerbungsprozesse und Erhöhung der Quantität der Bewerbungsgespräche bei gesteigerter Qualität – Neuausrichtung der HR-IT-Lösungen zum Talentmanagement und zur Integration von zukunftsweisenden, systemgestützten Funktionalitäten wie Sourcing, moderne Lernformen, strukturierte Nachfolgeplanung und Sichtbarmachung und Förderung von Talenten sowie digitalem Performance-Management – Betrachtung von End-to-End-Prozessen entlang des gesamten Employee-Life-Cycles – Aufbau einer konzernweiten Talentmanagement-Prozesslandschaft inklusive entsprechender Standards und Governance – unter Berücksichtigung von Kompetenzmodellen, Performance-Management-Tools und Personal- entwicklungsinstrumenten Sicherheitsstrategie (S1-K-2) Die ÖBB Sicherheitsstrategie setzt sich aus vier definierten Sicherheitsbereichen zusammen: – Betriebliche Sicherheit (Steuerung und Maßnahmensetzung zur Erreichung eines sicheren Eisenbahnbetriebs) – Arbeitssicherheit (angestrebt wird ein gefahrenfreier Zustand bei der Berufsausübung für alle Mitarbeiter:innen sowie indirekt auch für Dienstleister:innen im operativen Betrieb) – Öffentliche Sicherheit (Schutz vor kriminellen Aktivitäten sowie die Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühl von Mitarbeiter:innen und Kund:innen) – Informationssicherheit (Gewährleistung des Schutzes von Informationen, Informations- und Kommuni- kationstechnologie) Die strategische Ausrichtung und Koordination der Arbeitssicherheit obliegt gemäß Konzernrichtlinie 17 der Organisationseinheit Systemtechnik und Konzernproduktion. Die vom Vorstand der ÖBB-Holding AG beschlossene Sicherheitsstrategie ist Teil der Unternehmensstrategie und gilt daher für den ÖBB Infrastruktur-Konzern.

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