Geschäftsbericht 2025 – ÖBB-Infrastruktur AG

ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 129 Zusätzlich zu den oben beschriebenen Maßnahmen werden relevante Lieferanten zur Abgabe einer externen Nachhaltigkeitsbeurteilung aufgefordert, um Schwachstellen im Management der Menschenrechte entlang der Lieferkette zu identifizieren. Weiters wurde eine Risikoanalyse auf Basis von Unternehmensstandorten, Branchen und Beschaffungsvolumen durchgeführt. Dadurch kann in Zukunft zielgenauer festgestellt werden, welche Maßnahmen erforderlich und angemessen sind. Der ÖBB Konzern verfügt bereits über Schulungen für Mitarbeiter:innen im Einkauf, in denen Nachhaltigkeitskriterien für Ausschreibungen sowie das Nachhaltigkeitsmanagement entlang der Lieferkette erläutert werden. Ergänzend bietet die Toolbox „Nachhaltige Beschaffung“ geprüfte Kriterien zur Verbesserung der sozialen Nachhaltigkeit, die individuell in Ausschreibungen eingesetzt werden. In allen Lead-Buyer-Organisationen sind Verantwortliche für das Thema „Nachhaltigkeit im Einkauf“ bestimmt. Anlassbezogen werden im konzernalen Verbund notwendige Ressourcen zur Implementierung von Maßnahmen zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wurde das Team „Nachhaltige Beschaffung“ auf Konzernebene implementiert, welches Maßnahmen zur erfolgreichen Umsetzung von Nachhaltigkeitsanforderungen in der Lieferkette auch für den ÖBB Infrastruktur-Konzern entwickelt und steuert. Die Aufwände für finanzielle Mittel teilen sich auf mehrere Maßnahmen auf und betragen für den gesamten ÖBB Konzern ab dem Jahr 2024 rund 2 Mio. EUR. S3 Betroffene Gemeinschaften S3 Übersicht Im Folgenden findet sich eine Übersicht der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen: Nr. Wesentliche IRO 1) 2) Art der Auswirkung bzw. Risiko / Chance Zeithorizont Angaben zur Wertschöpfungskette bei Auswirkungen S3-A-1 Emissionen durch Schall und Erschütterungen während des Baus und Betriebs von Infrastrukturanlagen beeinträchtigen die Umwelt (Mensch und Tier). Negativ Kurzfristig – Vorgelagerte Wertschöpfungskette – Nachgelagerte Wertschöpfungskette S3-F-1 Rechtsbescheide durch Anstieg von Beschwerden oder verschärften Auflagen im Zusammenhang mit Schallschutz führen zu erhöhten Kosten und Reputationsschäden. Risiko Mittelfristig 1) Wesentliche Auswirkungen sind als tatsächlich zu erachten, außer es wird explizit auf Gegenteiliges hingewiesen. 2) Es gibt es keine Änderungen bei den bestehenden Auswirkungen, Risiken und Chancen zum vorangegangenen Berichtszeitraum. SBM-2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger:innen Die Einbeziehung der Interessen, Standpunkte und Rechte betroffener Gemeinschaften wird in Kapitel „ESRS 2 SBM- 2“ dargestellt. Projekt zum Erfahrungsaustausch Menschenrechte in der Wertschöpfungskette Im Rahmen der ERPC-Arbeitsgruppe „Nachhaltige Beschaffung“ der European Railways Purchasing Conference (ERPC) organisierten die ÖBB Erfahrungsaustauschtermine zu Ausschreibungskriterien für die Berücksichtigung der Menschenrechte. Der Betrachtungsrahmen entspricht wesentlichen Akteuren der Wertschöpfungskette. In Umsetzung S2-A-1 Projekt zur Erhöhung der Transparenz in der Wertschöpfungskette Innerhalb der Nachhaltigkeitsinitiative „Railsponsible“ wird derzeit ein Projekt durchgeführt, um gemeinsam die Informationsbasis in Bezug auf die Nachhaltigkeit in ausgewählten Branchen, welche auch eine starke Bedeutung betreffend der sozialen Nachhaltigkeit haben, wie beispielsweise der Elektronikbranche, zu verbessern. Das Projekt wurde im Jahr 2025 weiter fortgesetzt. Dies soll einen verbesserten Einblick in die identifizierte potenzielle Auswirkung sowie genauere Details dazu ermöglichen. Der Betrachtungsrahmen entspricht wesentlichen Akteuren der Wertschöpfungskette. Mit dieser Maßnahme werden mögliche Verbesserungen der eigenen Praktiken im Bereich der Beschaffung und der Datennutzung erhoben, um wesentliche negative Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette zu reduzieren. Abgeschlossen S2-A-1

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