Geschäftsbericht 2025 – ÖBB-Infrastruktur AG

ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 145 Als Standardbedingung beträgt das Zahlungsziel 30 Tage. In Sonderfällen wird von der Standardbedingung abgewichen und Zahlungsbedingungen wie „sofort zahlbar“ oder mit dem Vertragspartner individuell vereinbarte Bedingungen festgelegt. Sämtliche Rechnungen werden anhand eines Standardfreigabeprozesses geprüft und einmal pro Woche im Zuge des Großzahllaufs zur Auszahlung gebracht. Hierbei werden alle Kreditoren gleichbehandelt, unabhängig von ihrer Größe, Herkunft oder anderen Merkmalen. Eine Strategie zur Verhinderung von Zahlungsverzug mit Fokus auf KMU ist daher nicht erforderlich. Da der ÖBB Infrastruktur-Konzern als Sektorenauftraggeber dem Vergaberecht unterliegt und alle Bieter gleich behandelt werden müssen, werden bei den Zahlungsbedingungen keine Unterscheidungen zwischen Branchen oder Lieferanten getroffen. Informationssicherheit Zu Informationssicherheitsszenarien mit hohem Schadenspotenzial zählen Vorfälle, bei denen die Funktionsfähigkeit zentraler Informations- und Betriebssysteme erheblich beeinträchtigt wird. Die Strategie orientiert sich an klar definierten Entwicklungspfaden, dem Stand der Technik und dem Prinzip der kontinuierlichen Verbesserung. Ergänzend werden Kennzahlen zur Fortschrittsmessung verfolgt, um Transparenz und Steuerbarkeit sicherzustellen. So wird ein Sicherheitsniveau geschaffen, das eine verlässliche Grundlage für die weitere digitale und wirtschaftliche Entwicklung bildet. Unternehmensspezifische Information Sustainable Finance Regularien wie die „Principles of Responsible Banking“ (2019) und die EU-Taxonomie-Verordnung (2020) definieren klare Kriterien für nachhaltige Investitionen und sollen Greenwashing verhindern. Wichtige Kennzahlen sind CapEx, OpEx und Umsatz, wobei CapEx im Finanzierungsbereich besonders bedeutend ist. Ein anerkanntes Merkmal ist das ESG-Rating, das Unternehmen auf Basis von Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien bewertet. Der Bereich „Sustainable Finance“ ist dabei ein zentraler Baustein, da er eng mit dem wirtschaftlichen Erfolg verknüpft ist. Grund dafür ist nicht zuletzt eine zunehmende Kapitalintensivierung von ökologischen Effekten sowie die Verbindung von Nachhaltigkeitsstandards mit Finanzierungsformen. Die ÖBB-Infrastruktur AG wird in regelmäßigen Abständen durch ISS ESG einem ESG-Rating (Environment, Social, Governance) im Sektor Transportinfrastruktur unterzogen. Das aktuelle Update des Ratings erfolgte im Jahr 2023. Dabei erreichte die ÖBB-Infrastruktur AG erneut den Prime- Status und wurde somit als Topinvestment für ethische, ökologische und sozial verantwortliche Veranlagung bewertet. Bei der unabhängig durchgeführten Bewertung wurden Transportinfrastrukturunternehmen aus Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Australien einer strengen Prüfung unterzogen (über 100 Indikatoren werden beurteilt). Damit unterstreicht die ÖBB-Infrastruktur AG ihre internationale Vorreiterrolle. Investitionen in Bahninfrastruktur stellen daher eine besonders nachhaltige Form der Veranlagung mit hohem Mehrwert für Umwelt und Gesellschaft dar.

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