Geschäftsbericht 2025 – ÖBB-Infrastruktur AG

ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 214 29.2.a. Zinsrisiko Risiken aus Zinssatzänderungen stellen Risiken für die Ertragskraft und den Wert des ÖBB Infrastruktur-Konzerns dar und können in folgenden Erscheinungsformen auftreten: – Zinszahlungsrisiko (erhöhter Zinsaufwand aufgrund der Marktentwicklung) – Barwertrisiko (Wertänderung des Portfolios) Risiken aus Marktzinsänderungen können das Finanzergebnis des ÖBB Infrastruktur-Konzerns aufgrund der gegebenen Bilanzstruktur beeinflussen. Es gilt daher, mögliche Marktzinsschwankungen über ein bestimmtes Niveau hinaus zum Beispiel mit dem Einsatz derivativer Finanzinstrumente einzuschränken, um deren Einfluss auf die Ergebnisentwicklung gering zu halten. Der Abschluss geeigneter derivativer Instrumente zum Management von Zinsrisiken (Zinsswaps) basiert auf Portfolioanalysen und -empfehlungen seitens der ÖBB-HoldingAG und entsprechenden Entscheidungen der Gesellschaften des Teilkonzerns ÖBB-Infrastruktur AG. Der ÖBB Infrastruktur-Konzern unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Eurozone. Unter Berücksichtigung der gegebenen Schuldenstruktur werden bei Bedarf Zinsderivate eingesetzt, um die Risikostrategie möglichst effizient umzusetzen. Finanzinstrumente (kurz- und langfristig) 31.12.2025 in Mio. EUR Buchwert Financial In- struments (siehe Erläuterung 29.5) nicht zinssensitive Finanzinstrumente fixverzinsliche Finanzinstrumente variabel verzinsliche Finanzinstrumente Finanzielle Vermögenswerte 167,5 16,0 151,5 0,0 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 205,9 205,9 0,0 0,0 Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 79,7 79,7 0,0 0,0 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 30,2 0,0 0,0 30,2 Gesamt 483,3 301,6 151,5 30,2 davon gegenüber verbundenen Unternehmen 243,7 113,9 99,6 30,2 Finanzverbindlichkeiten 33.967,7 326,4 33.587,6 53,7 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.113,9 1.113,9 0,0 0,0 Sonstige Verbindlichkeiten 19,8 19,8 0,0 0,0 Gesamt 35.101,4 1.460,1 33.587,6 53,7 davon gegenüber dem Bund (OeBFA) 23.586,0 0,0 23.586,0 0,0 davon gegenüber verbundenen Unternehmen 670,9 106,2 511,8 53,0 Finanzinstrumente (kurz- und langfristig) 31.12.2024 in Mio. EUR Buchwert Financial In- struments (siehe Erläuterung 29.5) nicht zinssensitive Finanzinstrumente fixverzinsliche Finanzinstrumente variabel verzinsliche Finanzinstrumente Finanzielle Vermögenswerte 217,5 23,9 193,6 0,0 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 220,8 220,8 0,0 0,0 Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 60,0 60,0 0,0 0,0 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 35,1 0,0 0,0 35,1 Gesamt 533,4 304,7 193,6 35,1 davon gegenüber verbundenen Unternehmen 252,7 113,1 104,5 35,1 Finanzverbindlichkeiten 31.458,0 325,7 31.060,0 72,3 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.262,1 1.262,1 0,0 0,0 Sonstige Verbindlichkeiten 67,0 61,0 0,0 6,0 Gesamt 32.787,1 1.648,8 31.060,0 78,3 davon gegenüber dem Bund (OeBFA) 11.916,4 0,0 19.999,4 0,0 davon gegenüber verbundenen Unternehmen 203,8 131,5 0,0 72,3 *) Angepasste Vergleichswerte. Bei den nicht zinssensitiven Finanzinstrumenten handelt es sich um unverzinste Posten. Weltweit wurde in den vergangenen Jahren eine grundlegende Reform der wichtigsten Referenzzinssätze umgesetzt. Die zuvor etablierten „Interbank Offered Rates“ (IBORs) wurden – mit Ausnahme des EURIBOR – großteils durch alternative und nahezu risikofreie Referenzzinssätze (Risk Free Rates, RFRs) ersetzt. Während LIBOR-Sätze bereits seit Ende 2021 bzw. 2023 vollständig eingestellt wurden, wurde der EURIBOR im Rahmen eines hybriden, von der EU-Benchmark-Verordnung (BMR) vorgegebenen Reformprozesses robust ausgestaltet und bleibt weiterhin als Referenzzinssatz zulässig und verwendbar. Der ÖBB Konzern geht daher davon aus, dass der EURIBOR auf absehbare Zeit fortbesteht und für bestehende wie neue Verträge eingesetzt werden kann. Gleichzeitig beobachtet der ÖBB Konzern laufend die regulatorische Entwicklung,

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