Geschäftsbericht 2025 – ÖBB-Infrastruktur AG
ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 215 insbesondere Veröffentlichungen der ESMA, der Europäischen Kommission sowie der zuständigen Benchmark Administratoren. Im ÖBB Konzern bestehen aktuell keine EURIBOR gebundenen Kreditverträge mit vollständig robusten und BMR- konformen Fallback-Klauseln. Verschiedene Brancheninitiativen – darunter Arbeitsgruppen der European Working Group on Euro Risk Free Rates – haben jedoch Empfehlungen für Rückfallklauseln erarbeitet, die der ÖBB Konzern bei künftigen Vertragsabschlüssen schrittweise implementieren wird. Um die regulatorische Konformität sicherzustellen, erfolgen regelmäßige Abstimmungen mit den finanzierenden Banken, fachliche Klärungen mit SAP-Berater:innen zur technischen Abbildung der Fallback-Mechanismen sowie ein laufender Austausch in der Treasury-Interessengemeinschaft. Diese Maßnahmen stellen sicher, dass der Konzern auf etwaige zukünftige Änderungen des Referenzzinssatz Regimes vorbereitet ist. Sensitivitätsanalyse Zinsrisiko Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS7 Sensitivitätsanalysen, welche die Auswirkungen hypothetischer Änderungen der Marktzinssätze auf das Ergebnis und das Eigenkapital zeigen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag angewendet werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsrisiken. Marktzinssatzänderungen von originären, variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken gesichert sind, werden bei der Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten miteinbezogen. Wirksamkeit in GuV Sensitivitätsanalyse Zinsrisiko 31.12.2025 in Mio. EUR +100 Basispunkte -100 Basispunkte Vermögenswerte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,3 -0,3 Schulden Finanzverbindlichkeiten -0,1 0,1 Wirksamkeit in GuV Sensitivitätsanalyse Zinsrisiko 31.12.2024 in Mio. EUR +100 Basispunkte -100 Basispunkte Vermögenswerte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1,3 -0,9 Schulden Finanzverbindlichkeiten -0,7 0,7 Sonstige Verbindlichkeiten -0,7 0,7 Zum 31.12.2025 und zum 31.12.2024 bestehen keine Zinsderivate. 29.2.b. Währungsrisiko Die Fremdwährungsrisiken des ÖBB Infrastruktur-Konzerns resultieren vorwiegend aus originären finanziellen Verbindlichkeiten in Fremdwährung. Zum Abschlussstichtag unterlag der ÖBB Infrastruktur-Konzern keinen wesentlichen Risiken aus auf Fremdwährung lautenden Verbindlichkeiten. Bei verbliebenen Positionen aus aufgelösten CBL-Transaktionen (betrifft auch die US-Dollar-Anleihen) werden nahezu alle Zahlungsströme fristenkongruent in US-Dollar abgewickelt. Sofern es bei den Veranlagungen zu keinen Ausfällen kommt, besteht somit kein Fremdwährungsrisiko.
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