Geschäftsbericht 2025 – ÖBB-Infrastruktur AG

ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 27 C. Bericht über d ie Forschung und Entwicklung Die ÖBB-Infrastruktur AG hat sich mit ihrer F&E-Strategie #INFRA.F&E_fit30 der Vision verschrieben, Impulsgeber für ein kapazitätsoptimiertes, hoch verfügbares und kosteneffizientes System Bahn der Zukunft zu sein. Konkrete zugehörige strategische F&E-Ziele sind: – Die europäisch harmonisierte, hochautomatisierte Steuerung des Systems Bahn auf freier Strecke und im Verschubknoten ist in einer Einsatzumgebung nachgewiesen. Zugehörige strategische F&E-Stoßrichtungen sind intelligentes Kapazitätsmanagement sowie Verschub und Zugvorbereitung. – Zuverlässige, integrationsfähige Bahninfrastruktur und zugehörige Vorhersagemodelle sowie Automatisierungslösungen haben in der Bereitstellung einen signifikanten Nutzen erzeugt. Zugehörige strategische F&E-Stoßrichtungen sind Smart Assets & Predictive Maintenance sowie Schlüsselkomponenten der Infrastruktur. – Die Reduktion der CO 2 -Emissionen mit Fokus auf Beton und Stahl für Bahninfrastruktur ist sichergestellt und die Resilienz des Systems Bahn gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels ist gestärkt. Zugehörige strategische F&E-Stoßrichtungen sind Emissionsreduktion und Klimaresilienz der Bahninfrastruktur. Die ÖBB-Infrastruktur AG hat im Jahr 2025 wiederum mehrere mehrjährige F&E-Initiativen gestartet, die allesamt direkt zu diesen drei Zielen beitragen. Sie adressieren auf Technologieebene mit Digitalisierung, Automatisierung, autonome Technologien (Mechatronik, Robotik, Drohnen), Cybersecurity & Kryptographie, Telekommunikation und künstliche Intelligenz wesentliche strategische Bausteine zur Absicherung mittel- bis langfristiger Unternehmensziele der ÖBB- Infrastruktur AG.be Fragestellungen wie z. B. die Integrationsfähigkeit von Zukunftstechnologie zur Zugsteuerung und Zugsicherung sowie eines neuen Zugfunkstandards in eine historisch gewachsene Bahninfrastruktur können nur in einem europäischen Lösungsraum behandelt werden und sind dementsprechend eingebettet in das Ökosystem der europäischen Bahnforschungsinitiative „Europe’s Rail Joint Undertaking“ (ERJU). Das ERJU setzt mit einem Projektvolumen von rd. 1,2 Mrd. EUR bis 2031 und der Zusammenarbeit von 25 europäischen Partnern aus den Bereichen Bahnen, Industrie und Forschung einen wichtigen und europäisch abgestimmten Schritt in Richtung Weiterentwicklung des Systems Bahn und zur Schaffung einer integrierten und interoperablen europäischen Gesamtlösung. Viele der F&E-Aktivitäten der ÖBB-Infrastruktur AG werden unterstützt durch nationale und europäische Forschungsprogramme. Mit BMIMI und FFG ist in diesem Zusammenhang eine enge Zusammenarbeit etabliert. Die ÖBB-Infrastruktur AG hat den Jahresbericht zu ihren Forschungsaktivitäten 2024 retrospektiv erstellt und publiziert, um sowohl nach innen als auch nach außen transparent Einblick in aktuelle Forschungsprojekte zu geben. Mit Stichtag 31.12.2025 befanden sich in der ÖBB-Infrastruktur AG 60 teilweise zusammenhängende und übergreifende F&E-Projekte in Bearbeitung. Darin enthalten sind auch jene Einzelprojekte, die im Rahmen der Forschungsinitiativen Verkehrsinfrastrukturforschung VIF, ERJU, Shift2Rail, TARO und Rail4Future verfolgt werden. Das aktuelle Projektportfolio hat ein Gesamtvolumen von rd. 41,9 Mio. EUR (für alle aktuell laufenden Projekte und jeweiligen Laufzeiten bis inkl. 2031 ohne Abzug von Förderungen). D. Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess Das interne Kontrollsystem (IKS) bildet einen wesentlichen Bestandteil der unternehmensweiten Risikosteuerung und trägt durch die systematische Steuerung prozessbezogener Risiken durch die zielgerichtete Implementierung risikomindernder und regelmäßig überwachter organisatorischer Kontrollmaßnahmen unterstützend zur Erreichung der Gesellschaftsziele sowie zur Sicherung und zum Schutz des Gesellschaftsvermögens bei. Für eine regelkonforme Finanzberichterstattung unterstützt es darüber hinaus die Zuverlässigkeit der Rechnungslegungsprozesse. Das IKS umfasst folgende Elemente: Identifikation, Analyse, Bewertung, Steuerung, Wirksamkeitsüberwachung, Dokumentation und Kommunikation von IKS-relevanten Prozessen, Risiken und Kontrollen sowie die Überwachung dieser Aktivitäten. Das vom Vorstand eingerichtete interne Kontrollsystem orientiert sich am international bewährten Rahmenkonzept COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission). Dieses stellt ein anerkanntes Konzept zur Ausgestaltung eines internen Kontrollsystems zur Verfügung. Der Umfang und die Ausrichtung des IKS entsprechen den unternehmensspezifischen Anforderungen sowie den Vorgaben des ÖBB Konzerns.

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