Geschäftsbericht 2025 – ÖBB-Infrastruktur AG

ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 86 Durch eine Optimierung des Ressourceneinsatzes und der Ressourcenproduktivität soll eine Abkehr von der Nutzung von Primärrohstoffen gefördert werden. Dabei soll der Ressourceneinsatz optimiert werden, indem – wo möglich – vermehrt sekundäre Rohstoffe eingesetzt werden und bedarfsgerechtes Bauen weiter gefördert wird. Aber auch die verlängerte Nutzungsdauer durch bedarfs- und lebenszyklusorientierte Instandhaltung der bestehenden Infrastrukturanlagen leistet einen wesentlichen Beitrag zur Einsparung von Primärressourcen und Ressourcenproduktivität. Eine Optimierung der vorhandenen Ressourcen innerhalb der eigenen Wertschöpfung, aber vor allem auch über die eigenen Unternehmensgrenzen hinweg, um einen bestmöglichen Beitrag zu Nachhaltigkeitsaspekten zu leisten, ist dabei ein integraler Bestandteil. Hier steht die Bereitstellung sicherer und resilienter Eisenbahninfrastruktur im Fokus der ÖBB- Infrastruktur AG, um die Mobilitätswende und eine weitreichende Ressourceneffizienz der Wirtschaft durch Bahntransport zu ermöglichen. Nachhaltige Beschaffung ist ein weiterer wesentlicher Baustein in der Förderung der Kreislaufwirtschaft für den ÖBB Infrastruktur-Konzern. Dabei finden verschiedene Praktiken, wie die Verwendung eines vordefinierten Sets an Nachhaltigkeitskriterien in Abhängigkeit der Praktikabilität, der Treibhausgasemissionsbetrachtung und verbesserte Datenerfassung entlang der Lieferkette Anwendung. Darüber hinaus trägt die nachhaltige Beschaffung dazu bei, dass Schadstoffe und die damit verbundenen potenziellen Umweltbelastungen reduziert werden. Dadurch wird die Wiederverwend- und Wiederverwertbarkeit von Produkten und Materialien verbessert, wodurch ein weiterer Beitrag zur Kreislaufwirtschaft geleistet wird. Auch in Bezug auf die im Leitfaden „Categorisation System for circular economy“ identifizierten Beiträge trägt der ÖBB Infrastruktur-Konzern mit seinen Wirtschaftstätigkeiten und den oben beschriebenen Beiträgen, vor allem zu den sogenannten R-Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft R4-R10 (siehe nachfolgende Grafik) bei. Die Bezeichnung „R“ bezieht sich dabei auf die englischen Bezeichnungen der einzelnen Stufen, welche durchwegs mit „R“ beginnen und nicht im direkten Zusammenhang mit anderen Verwendungen wie beispielsweise den Recyclingmethoden aus dem Abfallwirtschaftsgesetz 41 stehen. Neben R4-R10 ist auch der Grundsatz R3 (Reduzieren), der sich durch eine Steigerung der Effizienz in Herstellung und Nutzung auszeichnet, von Relevanz ebenso wie die Förderung des Umdenkens (R2) innerhalb und außerhalb des eigenen Unternehmens. Aufgrund der im Baugeschehen bewegten Massenströme ist die ÖBB-Infrastruktur AG ein sehr relevanter Inputgeber für die nachgelagerte Wertschöpfungskette und fördert damit auch indirekt das Recycling (R9). Dadurch wird die Abfallhierarchie vor allem in ihren höheren Stufen, Prävention sowie Vorbereitung zur Wiederverwendung, unterstützt. Eine Darstellung des beschriebenen wesentlichen Beitrags der strategischen Stoßrichtungen im Gesamtkontext der R-Grundsätze der Kreislaufwirtschaft sowie der Zusammenhang mit der nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie ist nachfolgend abgebildet. 41 https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20002086.

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