Nachhaltigkeitsbericht 2024 – ÖBB-Infrastruktur AG

Nachhaltigkeitsbericht NB 123 ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 152 Ziel: Kund:innenzufriedenheit Steigerung der Kund:innenzufriedenheit auf 76 Punkte im Jahr 2030. Status Zielumfang Das Ziel betrifft die B2C-Kund:innen des ÖBB Infrastruktur-Konzerns. In Umsetzung Methodik Das Ziel wurde von den Fachexpert:innen des Stabs Unternehmensentwicklung, basierend auf den ÖBB Infrastruktur-Konzern relevanten Ergebnissen der konzernweiten Befragung von Fahrgästen, erarbeitet und von der verantwortlichen Stabsleitung freigegeben. Wesentliche Änderungen Es liegen keine wesentlichen Änderungen vor. Maßnahme: Pünktlichkeit Pünktlichkeit ist ein wesentliches Qualitätskriterium für die Kund:innenzufriedenheit. Die Steuerung der Pünktlichkeit erfolgt innerhalb des ÖBB Infrastruktur-Konzerns und im ÖBB Konzern im Rahmen des regelmäßigen Steuerkreises Pünktlichkeit und auf Konzernebene im Rahmen des Pünktlichkeitszirkels auf Expert:innenebene bzw. im Lenkungsgremium Pünktlichkeit auf Ebene der Vorstandsmitglieder / Geschäftsführer:innen. Die Schwerpunktsetzung des ÖBB Infrastruktur-Konzerns liegt bei der laufenden Optimierung der Verfügbarkeit der Anlagen, der zeitgerechten Reinvestition in Anlagen zur Vermeidung von Langsamfahrstellen, der Forcierung von Abweichungsfahrplänen während Bauarbeiten und der operativen Exzellenz in der Disposition. Laufend Maßnahme: Deeskalations- und Eigensicherungstraining Die ÖBB-Operative Services GmbH & Co KG legt einen besonderen Stellenwert auf die Zufriedenheit der Kund:innen. Diskriminierendes Verhalten wird daher nicht toleriert. Daher werden regelmäßig alle Mitarbeiter:innen im Sicherheitsbereich in den Themen „Kund:innenorientierung”, „Deeskalation” und „rechtliche Grundlagen” – wo es möglich ist sogar unter Einbindung des Innenministeriums – geschult. Sofern es zu Diskriminierungen kommen sollte, werden angemessene Konsequenzen (Abmahnung bzw. Kündigung) gezogen. Laufend Maßnahme: Bewusstseinsbildung zu Gefahren an Bahnanlagen Auch das Thema „Sicherheit auf Bahnanlagen” ist von besonderer Bedeutung, weswegen die Bewusstseinsbildung zu Gefahren an Bahnanlagen notwendig ist. Daher startet jedes Jahr zu Schulbeginn eine Sicherheitskampagne, um das sichere Verhalten in der Nähe von Bahnanlagen zu fördern. Somit wird eine der wichtigsten und potenziell gefährdetsten Stakeholder:innengruppen direkt eingebunden. Zusätzlich werden Schulen österreichweit Sicherheitsvorträge zur Bewusstseinsbildung für Gefahren an Bahnanlagen angeboten. Dem Thema „Bewusstseinsbildung für das richtige Verhalten vor Eisenbahnkreuzungen” wird jedes Jahr rund um den „International Level Crossing Awareness Day” (ILCAD) Anfang Juni besondere Aufmerksamkeit gewidmet. 2024 fand aus diesem Anlass eine Sonderzugfahrt der ÖBB Infrastruktur AG für Fahrschulen auf der Strecke St. Pölten – Scheibbs statt. Laufend Maßnahme: Sicherheitsaktionsplan Bei allen Aktivitäten im ÖBB Infrastruktur-Konzern steht Sicherheit immer an oberster Stelle. Erkenntnisse aus Vorfällen, Unfalluntersuchungen, internen Prüfungen (Sicherheitskontrollen, Audits etc.) sowie dem Trendmonitoring münden in den Sicherheitsaktionsplan. Folgende Schwerpunkte aus dem Sicherheitsaktionsplan sind auch für Verbraucher:innen und Endnutzer:innen relevant: – Vorbeugung der Unfälle auf Eisenbahnkreuzungen durch Auflassungen von Eisenbahnkreuzungen, Über- oder Unterführungen von Eisenbahnkreuzungen und Ausbau von technisch gesicherte Eisenbahnkreuzungen. – Reduktion des Entgleisungsrisikos durch die Installation von Zuglaufcheckpoints. – Reduktion des Kollisionsrisikos durch den Einbau von Gleisfreimeldeanlagen, Einführung von Nachrüstprogramm PZB – Indusimagnete und durch den ETCS-Ausbau. Laufend Maßnahme: Park & Ride Die intelligente Verknüpfung von Verkehrsträgern ist essenziell für ein nachhaltiges und effizientes Verkehrssystem. Um die Schnittstelle zwischen dem motorisierten Individualverkehr (MIV) und dem System Eisenbahn möglichst einfach zu gestalten, hat der ÖBB Infrastruktur-Konzerns in den vergangenen Jahren bereits verstärkt Park & Ride- Anlagen errichtet. Der Konzern plant daher auch in den nächsten Jahren jährlich rd. 1.000 Pkw-Stellplätze neu in Betrieb zu nehmen bzw. instand zu setzen. Zudem werden vermehrt Zufahrtssysteme installiert, welche sicherstellen, dass die Park & Ride-Anlagen tatsächlich Nutzer:innen des öffentlichen Verkehrs zur Verfügung stehen. In Umsetzung Maßnahme: Bike & Ride Der Neu- / Ausbau von Bike & Ride-Anlagen soll den Zugang zur Bahn erleichtern. Das Fahrrad ist ein wichtiger Teil der Mobilitätskette und das Anbieten von Bike & Ride- Anlagen an Verkehrsstationen im Netz des ÖBB Infrastruktur-Konzerns leistet einen wesentlichen Beitrag hinsichtlich nachhaltiger Mobilität. Bei der Errichtung von neuen bzw. zusätzlichen Bike & Ride-Stellplätzen sind Kooperationen zwischen der ÖBB- Infrastruktur AG mit den involvierten Gemeinden und Ländern (siehe Richtlinie Park & Ride-Anlagen des BMK) zwingend nötig. Pro Jahr sollen laut aktuellem Rahmenplan 2024 bis 2029 im Schnitt etwa 2.000 Stellplätze hinzukommen bzw. bestehende Anlagen erneuert werden. Aktuell setzt die ÖBB-Infrastruktur AG sehr stark auf die Erhöhung der Qualität der Fahrradabstellplätze wie der Überdachung und Doppelstockparkanlagen. In Umsetzung Maßnahme: Rail & Drive Unter der Marke „ÖBB Rail&Drive“ stehen Fahrzeuge den Bahnkund:innen zur Verfügung. Das führt zu einer Vereinfachung des Zugangs zum System Bahn, die Erhöhung der Kund:innenzufriedenheit sowie die Steigerung der intermodalen Wettbewerbsfähigkeit. Laufend

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