Nachhaltigkeitsbericht 2024 – ÖBB-Infrastruktur AG

ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft NB 130 ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 159 G1-6 Zahlungspraktiken Die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sind öffentlich auf der Website einsehbar und enthalten detaillierte Regelungen zu den Zahlungspraktiken. Abhängig vom Beschaffungsvorhaben werden unterschiedliche AGB vereinbart, (z. B. AGB für Lieferungen, Dienstleistungen, Bauleistungen etc.), die Zahlungsregelungen sind jedoch im Wesentlichen ident. Zahlungspraktiken 2024 2023 Veränderung Veränderung in % Durchschnittliche Tage bis Rechnungsbegleichung (in Tagen) 1) 33,5 33,8 -0,3 -0,8 % Anteil angewandter Standardbedingungen bei Zahlungen (in %) 2) 81,8 80,1 - 1,7 % Anhängige Gerichtsverfahren wegen Zahlungsverzug (in Anzahl) 0 0 - - 1) Vom Rechnungsdatum bis zum Ausgleichsdatum. 2) Die Standardbedingung für das Zahlungsziel beträgt 30 Tage. Als Standardbedingung beträgt das Zahlungsziel 30 Tage. In Sonderfällen wird von der Standardbedingung abgewichen und Zahlungsbedingungen wie „sofort zahlbar“ oder mit dem Vertragspartner individuell vereinbarte Bedingungen festgelegt. Sämtliche Rechnungen werden anhand eines Standardfreigabeprozesses geprüft und einmal pro Woche im Zuge des Großzahllaufs zur Auszahlung gebracht. Hierbei werden alle Kreditoren gleichbehandelt, unabhängig von ihrer Größe, Herkunft oder anderen Merkmalen. Eine Strategie zur Verhinderung von Zahlungsverzug mit Fokus auf KMUs ist daher nicht erforderlich. Da der ÖBB Infrastruktur-Konzern als Sektorenauftraggeber dem Vergaberecht unterliegt und alle Bieter gleich behandelt werden müssen, werden bei den Zahlungsbedingungen keine Unterscheidungen zwischen Branchen oder Lieferanten getroffen. Unternehmensspezifische Information Sustainable Finance Regularien wie die „Principles of Responsible Banking“ (2019) und die EU-Taxonomie-Verordnung (2020) definieren klare Kriterien für nachhaltige Investitionen und sollen Greenwashing verhindern. Wichtige Kennzahlen sind CapEx, OpEx und Umsatz, wobei CapEx im Finanzierungsbereich besonders bedeutend ist. Ein anerkanntes Merkmal ist das ESG-Rating, das Unternehmen auf Basis von Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien bewertet. Der Bereich „Sustainable Finance“ ist dabei ein zentraler Baustein, da er eng mit dem wirtschaftlichen Erfolg verknüpft ist. Grund dafür ist nicht zuletzt eine zunehmende Kapitalintensivierung von ökologischen Effekten sowie die Verbindung von Nachhaltigkeitsstandards mit Finanzierungsformen. Die ÖBB-Infrastruktur AG wird in regelmäßigen Abständen durch ISS ESG einem ESG-Rating (Environment, Social, Governance) im Sektor Transportinfrastruktur unterzogen. Das aktuelle Update des Ratings erfolgte im Jahr 2023. Dabei wurde die ÖBB Infrastruktur AG wieder mit PRIME als Topinvestment für ethische, ökologische und sozial verantwortliche Veranlagung bewertet. Bei der unabhängig durchgeführten Bewertung wurden Transportinfrastrukturunternehmen aus Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Australien einer strengen Prüfung unterzogen (über 100 Indikatoren werden beurteilt). Damit unterstreicht die ÖBB-Infrastruktur AG ihre internationale Vorreiterrolle. Investitionen in Bahninfrastruktur stellen daher eine besonders nachhaltige Form der Veranlagung mit hohem Mehrwert für Umwelt und Gesellschaft dar. 2024 2023 Einheit Corporate-Rating (ISS-ESG – Institutional-Shareholder-Services) n. v. *) B- Rating-Grade *) 2024 wurde kein ISS-ESG-Corporate-Rating durchgeführt. 159

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