Nachhaltigkeitsbericht 2024 – ÖBB-Infrastruktur AG

ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft NB 12 ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 41 Das Geschäftsmodell des ÖBB Infrastruktur-Konzerns ergibt sich entlang der drei Geschäftsfelder Schieneninfrastruktur, Energie und Immobilien. Der ÖBB Infrastruktur-Konzern verantwortet im Geschäftsfeld Schieneninfrastruktur den Bau, die Instandhaltung, den Betrieb und die Wartung sowie die Trassenvergabe. Darüber hinaus zählen auch die Immobilien im Eigentum des Konzerns zu den genannten Geschäftsfeldern. Das Geschäftsfeld Energie umfasst den Betrieb der Kraftwerke, der Wind- und Solaranlagen sowie der Bahnstromanlagen der ÖBB. Entlang dieser drei Geschäftsfelder ergibt sich die vorgelagerte Wertschöpfungskette mit Schwerpunkt in der Baubranche. Die wesentlichen Inputs, auch im materiellen Sinne, werden detailliert in Unterkapitel E5-4 beschrieben. Im Fokus stehen die hauptsächlichen Materialien der Baustoffindustrie, die im ÖBB Infrastruktur-Konzern Anwendung finden, wie beispielsweise Beton, Schienen- sowie Bewehrungsstahl oder Gleisschotter. Die Daten wurden im Zuge der Berichtslegung bereits gesammelt und sollen in den Folgejahren weiter ausgebaut und detailliert werden. Die nachgelagerte Wertschöpfungskette und die damit verbundenen Outputs ergeben sich, analog zu den wesentlichen Stakeholder:innen, aus den Eisenbahnverkehrsunternehmen, die das Schienennetz nutzen, sowie der nachgelagerten Verwertung der Abfallströme. In der oben angeführten Grafik ist eine vereinfachte Darstellung der Wertschöpfungskette für den ÖBB Infrastruktur- Konzern abgebildet. Der ÖBB Infrastruktur-Konzern ist bestrebt sein Geschäftsmodell entsprechend dem Nutzen für Interessensträger:innen auszurichten. Nähere Informationen zur Wertschöpfungskette werden in den einzelnen Kapiteln detaillierter aufgegriffen. Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Geschäftsprozesse des ÖBB Infrastruktur-Konzerns. Konzernziele und Stoßrichtungen werden durch die ÖBB-Holding AG vorgegeben und in ihren Teilkonzernen, wie dem ÖBB Infrastruktur- Konzern, im Rahmen von Markt- und Funktionalstrategien umgesetzt. Das Entwickeln von wirkungsvollen Maßnahmen sowie deren gezielte Umsetzung wird vom ÖBB Infrastruktur-Konzern eigenverantwortlich realisiert. Die Kernelemente der allgemeinen Strategie sowie Systeme, die sich auf Nachhaltigkeitsthemen beziehen, werden im Folgenden näher beschrieben. #INFRA.Mobilitätswende Unter dem Titel „#INFRA.Mobilitätswende“ legt der ÖBB Infrastruktur-Konzern seine strategische Ausrichtung für die kommenden Jahre vor, um den Erfolg des Konzerns nachhaltig abzusichern. Die Strategie wurde unter Berücksichtigung der wesentlichen strategischen Herausforderungen im Umfeld der ÖBB-Infrastruktur AG sowie unternehmensintern erarbeitet und 2021 beschlossen. Folgende strategische Ziele wurden in der Strategie festgelegt: – Der ÖBB Infrastruktur-Konzern schafft ein attraktives Angebot für die Mobilitätswende. – Der ÖBB Infrastruktur-Konzern stärkt den ökologischen Wettbewerbsvorteil der Bahn. – Der ÖBB Infrastruktur-Konzern steigert die Produktivität und Klimaeffizienz. – Der ÖBB Infrastruktur-Konzern hält Sicherheit und Pünktlichkeit auf hohem Niveau. Die konkreten Stoßrichtungen hierzu sind: – Kundenzentriertes Geschäftsmodell – Optimierte Wertschöpfungskette – Innovatives Anlagenmanagement – Energiewende & Klimaschutz – Digitalisierung – Generationenmanagement & Diversität Die #INFRA.Mobilitätswende bildet die Grundlage für die Nachhaltigkeitsbestrebungen des ÖBB Infrastruktur-Konzerns und stellt die Basis für die #INFRA.Nachhaltigkeitsstrategie dar. In diesem Zusammenhang kommt der Stoßrichtung „Energiewende & Klimaschutz“ besondere Relevanz zu, welche in einzelnen themenspezifischen Kapiteln aufgegriffen wird. #INFRA.Nachhaltigkeitsstrategie Die #INFRA.Mobiliätswende mit den Stoßrichtungen zu Energie, Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel sowie Biodiversität und Lärm bildet den strategischen Rahmen für die im Jahr 2024 beschlossene #INFRA.Nachhaltigkeitsstrategie. Im Zuge der Durchführung der doppelten Wesentlichkeitsanalyse (siehe Unterkapitel IRO-1) wurden strategische Fokusthemen (Anpassung an den Klimawandel, Dekarbonisierung, Kreislaufwirtschaft und Biodiversität) zur näheren Vertiefung festgelegt, strategische Stoßrichtungen abgeleitet und mit operativen Zielen verknüpft. 41

RkJQdWJsaXNoZXIy NTk5ODUz