Nachhaltigkeitsbericht 2024 – ÖBB-Infrastruktur AG
Nachhaltigkeitsbericht NB 41 ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 70 Ziel: THG-Emissions- reduktionsziel Scope 3 Reduktion der Scope 3 Treibhausgasemissionen im Bereich des Anlagevermögens der Schieneninfrastruktur um 10 % bis 2030 bei derselben errichteten Anlagenmenge wie 2022 Reduktion THG- Emissionen Wirtschafts- tätigkeit EU- Taxonomie Status Zielumfang, Methodik und ESRS Sonderan- forderungen Zur Identifikation der wesentlichen Hebel und zur Ableitung der Zielsetzungen wurden die Massenbilanzen und die Treibhausgasemissionen für das Basisjahr 2022 detailliert erhoben und betrachtet. Darauf basierend wurde gemeinsam mit Fachexpert:innen eine ambitionierte Zielsetzung erarbeitet. Der Zielumfang bezieht sich auf die vorgelagerten Scope 3 Treibhausgasemissionen, die beim Bau und der Instandhaltung von Schieneninfrastruktur entstehen. Es werden die gemäß GHG Protocol vorgesehenen Treibhausgase betrachtet. Die Zielsetzung bezieht sich auf den Anteil von 43 % der Scope 3 Treibhausgasemissionen des ÖBB Infrastruktur-Konzerns der Kategorie 3.2 (entspricht 29 % der gesamten Scope 3 Treibhausgasemissionen), welche auch die entsprechende Wesentlichkeit im Zusammenhang mit dem Bau und der Instandhaltung von Eisenbahninfrastruktur abdeckt. Die Basis der Erarbeitung der Zielsetzung hat dieselben Massenbilanzen und Treibhausgasemissionsbewertungen zugrunde liegen, wie die Treibhausgasbilanz (siehe Kategorie 3.2), weswegen Konsistenz mit dem Treibhausgasinventar und dem Betrachtungsrahmen gegeben ist. Das THG- Reduktionsziel wurde berechnet, indem die sektoralen Übergangspfade von Zement und Stahl gemäß SBTi auf die eingesetzten Mengen der ÖBB Infrastruktur AG umgelegt wurden. Für die verbleibenden Investitionen wurde der sektorenübergreifende Übergangspfad von -42 % bis 2030 angewandt. Daraus ergibt sich eine Absenkung von -28 % gegenüber 2022 als ÖBB Infrastruktur-Konzern unternehmensspezifischer Dekarbonisierungspfad zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels des Pariser Klimaabkommens. Die Zielsetzung zur Reduktion um -10 % stellt einen technisch und wirtschaftlich darstellbaren, ambitionierten Reduktionspfad dar, der unter Einbezug möglichst vieler Faktoren erarbeitet wurde, allerdings keine Konformität mit dem Pariser Klimaabkommen und dem 1,5-Grad-Ziel aufweist. Die hier beschriebene Zielsetzung ist ein Teil des Übergangsplans aus Unterkapitel E1-1. Bei der Zielfindung fand eine Orientierung an den Entwicklungen des 1,5-Grad-Klimaszenarios sowie dem Net-Zero-Emission-Szenario der Internationalen Energieagentur statt. Die Zielsetzung nimmt dabei Rücksicht auf prognostizierte Entwicklungen der relevanten Wertschöpfungsketten, Risiken der Preissteigerung durch alternative Beschaffungen sowie dem geplanten Ausbauvolumen des Rahmenplans zur Mobilitätswende. Aufgrund der hohen technischen Anforderungen im Bahnbereich, auch aus Sicherheitsperspektiven, wurde sich bei der Identifikation von Alternativen auf zugelassene und bereits durch Normungen gestatte Varianten beschränkt. Da die Bautätigkeiten und die verwendeten Materialien den wesentlichen Treiber der THG- Emissionen darstellen, sind sowohl die Treibhausgasemissionen als auch die Zielerreichung vom umgesetzten Projektvolumen und den jeweiligen Gewerken mit Reduktionspotenzialen im Zieljahr abhängig. Die Zielsetzung wurde durch eine externe Beratungsleistung evaluiert, um eine realistische Abbildung zu gewährleisten. Die Zielsetzung basiert auf den identifizierten Dekarbonisierungshebeln im Bereich Schienenstahl, Bewehrungsstahl sowie Beton, welche im Kapitel zum Klimaübergangsplan genauer dargestellt sind (siehe Unterkapitel E1-1). Das Basisjahr 2022 stellt das erste repräsentative Jahr nach der COVID-19-Pandemie dar, in welchem auch die durchgeführten Bautätigkeiten repräsentativ waren, und wurde aus diesem Grund als Ausgangsjahr gewählt. in Umsetzung Maßnahme: Detailmaßnahmen in Bearbeitung Die Maßnahmen zu den identifizierten Hebeln im Bereich Beton, Schienenstahl sowie Bewehrungsstahl und weitere Treibhausreduktionspotenziale im Bereich der Bautätigkeiten, liegen zum Zeitpunkt der Berichtslegung noch nicht vor und werden aktuell erarbeitet. ca. 24.985 t CO 2 e CCM/CCA 6.14 in Planung
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