Nachhaltigkeitsbericht 2024 – ÖBB-Infrastruktur AG

ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft NB 40 ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 69 Die Einbindung der Interessenträger:innen erfolgt über die doppelte Wesentlichkeitsanalyse, bei der Zielformulierung werden diese jedoch nicht gezielt einbezogen. Sofern in den nachfolgenden Tabellen nicht zusätzlich beschrieben, wurden die jeweiligen Ziele im Rahmen bestehender Strategien durch die entsprechenden Geschäftsbereiche / Töchter unter Einbindung der relevanten Fachexpert:innen erarbeitet und festgelegt. Nachfolgend werden die wichtigsten Maßnahmen beschrieben, die ergriffen und geplant wurden, um die klimabezogenen Ziele und Vorgaben der Strategien zu erreichen. Diese sind bis 2030 in der Mittelfristplanung des Teilkonzerns enthalten und daher mit budgetären Mitteln hinterlegt. Die Mittelfristplanung wird jährlich evaluiert und angepasst. Über das Jahr 2030 hinaus sind die Maßnahmen gegenwärtig aufgrund des Betrachtungszeitraums der Mittelfristplanung noch nicht vollständig budgetiert. Notwendige Mittel werden über den Rahmenplan zur Verfügung gestellt (siehe Unterkapitel E1-1) – die enthaltenen Maßnahmen berücksichtigen unternehmensbezogene Zielsetzungen. Dadurch ist ein kontinuierlicher Zugang zu Finanzmitteln sichergestellt. Der Rahmenplan wird analog zur Mittelfristplanung jährlich rollierend aktualisiert. In der Spalte „Wirtschaftstätigkeit EU-Taxonomie“ findet sich mit Bezug auf die Finanzierung die Verknüpfung zu den Wirtschaftstätigkeiten der EU-Taxonomie. Weiterführende Informationen zu den Wirtschaftstätigkeiten gemäß EU-Taxonomie VO sowie entsprechende Leistungsindikatoren befinden sich in Unterkapitel „Angaben nach Artikel 8 der Verordnung 2020 / 852 (Taxonomie-Verordnung)“. Bei Klimaschutzmaßnahmen, die einen Dekarbonisierungshebel für den ÖBB Infrastruktur-Konzern darstellen, wird die erwartete Gesamtreduktion der Treibhausgasemissionen durch diese laufenden Maßnahmen bis zum Jahr 2035 (ausgehend vom Basisjahr 2022) in der Spalte „Reduktion THG-Emissionen“ angeführt. Sofern Maßnahmen bereits abgeschlossen sind, wird die erzielte Reduktion der Treibhausgasemissionen durch diese Maßnahmen ebenfalls angeführt. Einige Maßnahmen haben keinen (wesentlichen) Einfluss auf die Emissionsreduktion des Teilkonzerns, führen aber zu einer Reduktion beim Gesamtkonzern (ÖBB Infrastruktur-Konzern als Enabler für den Konzern). Details zu den Entwicklungen der Treibhausgasemissionen im Vergleich zum Vorjahr sind in Kapitel E1-6 in der Treibhausgasbilanz des ÖBB Infrastruktur- Konzerns zu finden. Sofern der Status der Ziele bzw. der Maßnahmen in den folgenden Tabellen in schwarzer Farbe geschrieben ist, bedeutet das, dass diese wie geplant verlaufen. Rote Farbe bedeutet, dass das Ziel bzw. die Maßnahme in Verzug ist. Ziel: THG-Emissions- reduktionsziel Scope 1 & Scope 2 Reduktion der Scope 1 und Scope 2 Treibhausgasemissionen um 46 % bis 2030 und Erreichung der Klimaneutralität (Netto-Null) bis 2035 Status Zielumfang, Methodik und ESRS Sonder- anforderungen Das Treibhausgas-Emissionsreduktionsziel wurde in enger Zusammenarbeit mit den relevanten Geschäftsbereichen / Töchtern erarbeitet. Bei der Festlegung des Ziels wurden bereits bestehende bzw. geplante Maßnahmen und Dekarbonisierungsstrategien des Teilkonzerns sowie künftige Entwicklungen (soweit möglich) berücksichtigt. Das Ziel umfasst den gleichen Konsolidierungskreis und die gesamten Scope 1 und Scope 2 Treibhausgasemissionen des ÖBB Infrastruktur-Konzerns gemäß der Treibhausgasbilanz in Kapitel E1-6. Das Basisjahr 2022 stellt das erste repräsentative Jahr nach der COVID-19-Pandemie dar und wurde aus diesem Grund als Ausgangsjahr gewählt. Große Emissionsreduktionen konnten jedoch bereits vor dem Jahr 2022 erzielt werden (Umstellung auf 100 % erneuerbare Energien bei Bahnstrom und Drehstrom in den Jahren 2018 und 2019). Das Ziel orientiert sich am sektorübergreifenden Dekarbonisierungspfad und ist mit der Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5°Grad vereinbar: Der sektorübergreifende Reduktionspfad (absolute contraction methodology) der Science Based Targets Initiative (SBTi) sieht für Scope 1 und Scope 2 einen Referenzzielwert von -42 % für 2030 vor – basierend auf dem Bezugsjahr 2022. Zur Identifikation der wesentlichen Dekarbonisierungshebel wurden transitorische Klimarisiken berücksichtigt, in dem die Entwicklungen im 1,5-Grad-Szenario (NZE Szenario IEA) der relevanten vor- und nachgelagerten Aspekte der Wertschöpfungskette mitbetrachtet wurden. Weitere Informationen zur Erarbeitung der klimabedingten Übergangsrisiken finden sich in Kapitel E1 IRO-1. in Umsetzung Maßnahme: Ziele und Klimaschutz- maßnahmen Die gesetzten Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz sowie entsprechende Klimaschutzmaßnahmen (siehe nachfolgende Tabellen) sind die Grundlage für die Erreichung der Treibhausgas-Emissionsreduktionsziele. Konkrete Dekarbonisierungshebel und ihr geschätzter quantitativer Beitrag werden in Kapitel E1-1 angeführt. in Umsetzung 69

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