Nachhaltigkeitsbericht 2024 – ÖBB-Infrastruktur AG

Nachhaltigkeitsbericht NB 51 ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 80 Scope 1 und Scope 2 Treibhausgasemissionen Treibhausgasemissionen aus biogenen Energieträgern – diese sind nicht in der obigen Tabelle enthalten – betragen für Scope 1 10,8 t CO 2 e (2024) bzw. 8,6 t CO 2 e (2023). Für Scope 2 wird der Anteil an Biomasse oder an biogenem CO 2 nicht getrennt angegeben. Für die Berechnung verwendete Emissionsfaktoren entsprechen den jeweils aktuell verfügbaren Emissionsfaktoren des Umweltbundesamts (Stand 2023). Für den Bahnstrom in Österreich erfolgt eine jährliche extern verifizierte Berechnung des Emissionsfaktors auf Basis der Herkunftsnachweise. Darüber hinaus kann es zu Sprüngen in den Verbrauchswerten aufgrund unterschiedlicher Witterungsverläufe und Anlagennutzungen kommen. Die angegebenen Scope 1 und Scope 2 Treibhausgasemissionen entsprechen der zu Rechnungslegungszwecken konsolidierten Gruppe. Es liegen im Sinne der Berichterstattung keine nicht vollkonsolidierten Beteiligungen vor, bei denen operative Kontrolle besteht. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es keine wesentlichen Änderungen im Unternehmen, die Auswirkungen auf die jährliche Vergleichbarkeit der Scope 1 und Scope 2 Emissionen haben. Die marktbasierte Methode (Market-based) spiegelt Emissionen aus Strom wider, den Unternehmen bewusst – mittels vertraglich geregelter Instrumente – gewählt haben (z. B. Grünstrom). Die standortbasierte Methode (Location-based) hingegen spiegelt die durchschnittliche Emissionsintensität eines Energieträgers in der jeweiligen Region wider (Verwendung durchschnittlicher Emissionsfaktoren, z. B. des jeweiligen Landes). Sowohl Bahnstrom als auch Drehstrom stammen zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen (selbst erzeugt oder vertraglich mit Herkunftsnachweisen bezogen). Rund 60 % des Bahnstroms stammen aus Eigenversorgung (Eigenerzeugung und von langfristig gebundenen Partnern) – das restliche Drittel wird auf dem Strommarkt zugekauft und mit Herkunftsnachweisen hinterlegt. Drehstrom wird am Strommarkt zugekauft und seitens der Energieversorger mit Herkunftsnachweisen hinterlegt. Scope 3 Treibhausgasemissionen Die Scope 3 Treibhausgasemissionen – gegliedert in die Kategorien entsprechend dem GHG Protocol – können aus der obigen Tabelle entnommen werden. Wie aus der dargestellten Tabelle ersichtlich stellen die Scope 3 Treibhausgasemissionen die größte Kategorie im Vergleich zu den Scope 1 und 2 Emissionen dar. Dies ist klar darin begründet, dass viele Materialien und Produkte, die für die Umsetzung der Wirtschaftstätigkeiten des ÖBB Infrastruktur- Konzerns notwendig sind, sehr emissionsintensiv in der Herstellung sind. Aufgrund dessen wurden diese auch in die Bewertung der Übergangsrisiken miteinbezogen und können im Unterkapitel ESRS 2 IRO-1 genauer nachgelesen werden. Aufgrund dieser starken Abhängigkeit wurden auch die sektorspezifischen Übergangspfade der relevanten Industrien gemäß SBTi berücksichtigt. Die Wirtschaftstätigkeiten der ÖBB-Infrastruktur AG, welche die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Scope 3 ergeben, sind keiner Veränderung über die Jahre, hingehend zu anderen Wertschöpfungen, unterworfen, weswegen keine signifikanten Änderungen der relevanten Aspekte der Wertschöpfungskette vorliegen. Daher ist in dieser Hinsicht eine gute Vergleichbarkeit zu den Vorjahren gegeben. Im Zuge der Aktualisierung der Scope 3 Treibhausgasbilanz für das Berichtsjahr 2024 wurden alle Scope 3 Kategorien gemäß GHG-Protocol im Zusammenhang mit den Wirtschaftstätigkeiten des ÖBB Infrastruktur-Konzerns auf ihre Relevanz, auch im Zusammenhang mit den Ergebnissen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse (siehe Unterkapitel ESRS 2 IRO-1) überprüft. Die Ergebnisse können in nachfolgender Darstellung eingesehen werden.

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