ÖBB Geschäftsbericht 2022

104 Konzernlagebericht Ergebnisausblick Die Budget - und Mittelfristplanung basiert auf den strategischen Konzernzielen. Mit konkreten hinterlegten Initiativen und Maßnahmen unterstützt durch das Programm „Nordstern“ wird der Weg zur Erreichung der strategischen Konzernziele jeweils im mittelfristigen Planungszyklus für die nächsten sechs Jahre abgebildet. Dabei orientieren sich die ÖBB an Maßstäben der Kund:innenzentrierung, Wettbewerbsfähigkeit, operativer Exzellenz und Innovationskraft in ihren Produkten und Services. Unter diesen Gesichtspunkten setzten sich die Ö BB zum Ziel, als ௗ Mobilit ä ts- und Logistikanbieter ௗ die klare Nummer eins in Ö sterreich zu bleiben und zu den wesentlichen Playern in Europa zu geh ö ren. Dar ü ber hinaus leisten die Ö BB einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der festgeschriebenen Zielsetzungen der Energie- und Klimaziele in Österreich, wie sie im Jahr 2018 in der #mission ௗ 2030 festgelegt wurden. ௗ Die Planung für das Budget 2023 und den Mittelfristplan 2024 bis 2028 ist von den Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine sowie einem insgesamt inflationären Umfeld geprägt. Stark steigende Faktorkosten (u. a. Energie, Personal, Betriebskosten) sowie Zinserhöhungen sorgen für ein herausforderndes Planungsumfeld. Negative Ergebniseffekte wurden zum Teil durch Ertragssteigerungen sowie entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen in den Aufwandskategorien reduziert. Die Jahre 2023 bis 2025 zeigen aufgrund eines erwarteten schwächeren Wirtschaftswachstums, gestiegener Energiepreise und dem valorisierungsbedingt höheren Personalaufwand im Vergleich zur Vorjahresplanung wesentliche Verschlechterungen im Ergebnis sowie des Cashflows mit daraus resultierenden Erhöhungen im Finanzbedarf der Gesellschaften. Im Zeitraum 2026 bis 2028 verbessert sich die Ergebnissituation sukzessiv. Das budgetierte Konzern-EBT für 2023 beträgt rd. 101,8 Mio. EUR und liegt um rd. 106,4 Mio. EUR unter der vorjährigen Mittelfristplanung für das Jahr 2023. EBT-Entwicklung in Mio. EUR 2021 2022 BUD 2023 MFP 2028 Teilkonzern ÖBB-Personenverkehr 89,3 158,2 81,6 318,6 Teilkonzern Rail Cargo Austria 121,6 7,3 5,5 99,0 Teilkonzern ÖBB-Infrastruktur 10,9 -15,7 11,7 14,4 ÖBB-Konzern 170,0 193,2 101,8 448,3 D. Immobilienmanagement Mit rd. 23.000 Liegenschaften sind die ÖBB einer der größten Immobilieneigentümer Österreichs. Die ÖBB- Immobilienmanagement Gesellschaft mbH ist eine hundertprozentige Tochter der ÖBB-Infrastruktur AG. Sie agiert als gesamtheitlicher Immobiliendienstleister primär innerhalb des ÖBB-Konzerns. Die ÖBB-Immobilienmanagement Gesellschaft mbH entwickelt und verwertet nicht betriebsnotwendige Liegenschaften und betreut ein umfassendes Portfolio über ihren gesamten Lebenszyklus. Dazu zählen rd. 3.684 Gebäude sowie 1.037 Personenbahnhöfe und Haltestellen. Das Leistungsspektrum umfasst die kaufmännische und technische Hausverwaltung. Das beinhaltet auch die Anlagenverantwortung für grundsätzlich alle Hochbauanlagen des ÖBB-Konzerns inkl. Bahnhöfen. Ihr Verantwortungsbereich umfasst zudem die Erstellung von hochbaurelevanten Qualitätsstandards und Prüfsystemen. Rd. 800 Mitarbeiter:innen sorgen österreichweit für die professionelle und effiziente Abwicklung des umfassenden Leistungsportfolios. Im Geschäftsjahr 2022 konnten für den Teilkonzern ÖBB-Infrastruktur aus der Verwertung von Liegenschaften Ergebnisbeiträge (Erlöse abzüglich Buchwerte und Rückstellungen) in Höhe von rd. 72,7 Mio. EUR (Vj: rd. 71,3 Mio. EUR) erzielt werden. | LB45

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