ÖBB Geschäftsbericht 2022

103 Konzernlagebericht Aus- und Weiterbildung Der neue ÖBB Bildungscampus bietet ein breites Angebot für eisenbahnspezifische Aus- und Weiterbildungen an. Mit einheitlichen Ausbildungsstandards, modernen Lehrmitteln und Lehrmethoden sowie Simulationsanlagen am Puls der Zeit sichern die ÖBB-Infrastruktur die Qualität ihres Bildungsangebotes. Die ÖBB sind nicht nur eines der größten Unternehmen Österreichs, sondern auch einer der größten Ausbildungsbetriebe. Sie ermöglichen vielen Jugendlichen einen optimalen Start ins Berufsleben. Pro Jahr nehmen die ÖBB rd. 600 Lehrlinge in 27 Lehrberufen auf. Insgesamt durchlaufen über 2.000 Lehrlinge in unterschiedlichen Jahrgängen ihre Ausbildung in verschiedenen Bereichen der ÖBB. Die Lehrlingsausbildung hat bei den ÖBB eine lange Tradition. Sie ist staatlich ausgezeichnet und die Lehrabsolvent:innen gewinnen jährlich zahlreiche Preise und Auszeichnungen bei Berufswettbewerben in allen Bundesländern. Während der Ausbildung wird jeder Lehrling im Lauf der Lehrjahre an mehreren Einsatzorten praktisch geschult und eingesetzt. Dadurch wird eine fundierte, breit gefächerte Ausbildung und ein Einblick in das größte Mobilitätsunternehmen Österreichs geboten. Zusätzlich erfolgen Fachschulungen ergänzt durch Seminare. Des Weiteren bietet der ÖBB-Konzern mit der „Lehre und Matura“ eine praxisorientierte Ausbildung mit zweifachem Abschluss (Lehrabschluss und Matura). C.6. Sonstige wichtige Vorgänge und Ausblick Die Konzernstrategie und die Gesellschafts- und Geschäftsstrategien der Teilkonzerne sowie der Beteiligungsgesellschaften sind die Grundlage für die Geschäftsentwicklungen der Gesellschaften. Dafür ist die Einhaltung der Geschäftsaufträge und der definierten strategischen Konzernrahmen sicherzustellen sowie die strategischen Handlungsfelder der Teilkonzerne in ihrer Geschäftstätigkeit abzubilden und entsprechend auszuweisen. Für die Erreichung der in der Strategie definierten Ziele sind konkrete Initiativen zu planen und deren Beitrag zur Zielerreichung zu quantifizieren. Dazu ist im Konzern das Transformationsprogramm „Nordstern“ implementiert worden. Transformationsprogramm „Nordstern“ Im Rahmen des Transformationsprogrammes „Nordstern“ wird mittels methodischer Begleitung kontinuierlich der Fortschritt der Strategieumsetzung nachverfolgt und der Veränderungsprozess sichergestellt. Gleichzeit wird anhand konkreter Meilensteine den Mitarbeiter:innen des Konzerns der Wandel verständlich gemacht. Das soll sie dabei unterstützen, sich aktiv an der Transformation zu beteiligen. Im Konzern wurden strategische KPIs (KPI = Key Performance Indicator) definiert und geplant. Sie dienen der weiteren Operationalisierung der Konzern-, Markt- und Funktionalstrategien sowie zur kontinuierlichen Nachverfolgung deren Erreichung. Diese KPIs unterstützen die Konzerngesellschaften in den konkreten Beschreibungen der Ziele. Strategieumsetzung heißt, Initiativen (also Programme und Projekte) zu starten und durchzuführen, die zur Erreichung der Ziele beitragen. Für die weitere Strategieumsetzung wurden und werden alle relevanten Initiativen (Projekte, Programme etc.) mit den strategischen KPIs verknüpft. Dies soll die Ausrichtung der täglichen Arbeit anhand der Strategie verstärken. Trend.Radar Die ÖBB müssen selbst die Trends, die das Geschäft und die Branchen bewegen oder in Zukunft beeinflussen könnten, inhaltlich kennen. Fehlt dieses Wissen, fehlt automatisch auch die Basis für ein professionelles Management. Das Entdecken, Analysieren und Bewerten von Trends kann daher nicht ausgelagert werden, sondern muss im Konzern erfolgen. Das Motto lautet: Heute in die Zukunft von morgen investieren. Deshalb gilt es, sich in regelmäßigen Abständen mit den Veränderungen im Marktumfeld auseinanderzusetzen und die aktuellen Trends und deren Einfluss auf den ÖBB-Konzern im Auge zu behalten. Dabei kommt dem ÖBB Trend.Radar eine große Bedeutung zu. Die Trends „Autonomes Fahren auf der Straße“, „Künstliche Intelligenz“ und „3D-Druck“ wurden und werden laufend von einem internen Team analysiert, evaluiert und bewertet. Für weitere Trends, die auf Basis von Expert:inneneinschätzungen kurz- und mittelfristig für den ÖBB-Konzern relevant sein werden, werden Trendteams zusammengestellt und Trendanalysen angestoßen. Bei Trends, die im Zuge der Trendanalyse der Kategorie „Perform“ zugeordnet sind, kann davon ausgegangen werden, dass sie in den nächsten fünf Jahren für die ÖBB relevant werden. Daher müssen diese im operativen Geschäft berücksichtigt und durch entsprechende Initiativen adressiert werden. LB44 |

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