ÖBB Geschäftsbericht 2022
163 Konzernlagebericht Rail&Drive erweitert Angebot Bequem und flexibel zum Zielort mit ÖBB Rail&Drive dank E-Mobilitäts-Service. In Summe sind 44 Stationen in 35 Städten mit 380 Fahrzeugen ausgestattet. Österreichweit stehen aktuell an 21 Standorten Elektro-Ladestationen mit in Summe 53 E-Fahrzeugen zur Verfügung. Sie ermöglichen eine nachhaltige Mobilitätskette und eine umweltfreundliche Lösung für die erste und letzte Meile. Das Carsharing-Angebot ÖBB Rail&Drive erleichtert Kund:innen den Umstieg auf den öffentlichen Verkehr als integrierte Individualverkehrslösung für die erste und letzte Meile. Auch diese neue Autoflotte steht allen ÖBB Kolleg:innen über das Buchungsportal CarPool zur Verfügung – dienstlich wie privat und ist somit ganz einfach zu buchen. Derzeit stehen den Mitarbeiter:innen 534 Fahrzeuge an über 90 Stationen für dienstliche Fahrten zur Verfügung. Mit dem im April gestarteten Pilotprojekt „ÖBB Bike:pool“ steht ÖBB Mitarbeiter:innen zusätzlich ein internes E-Bike- Sharingangebot an ausgewählten Standorten in ganz Österreich zur Verfügung – damit sollen dienstliche als auch private Fahrten künftig noch klimafreundlicher werden. Mit dieser und vielen weiteren Maßnahmen wollen sich die ÖBB als Gesamtmobilitätsdienstleister in Österreich weiterhin verstärkt positionieren. Ziel ist es mit ÖBB 360° integrierte Mobilitätsservices in Gemeinden und Tourismusregionen anzubieten und somit die täglichen Wege unkompliziert und lückenlos anzubinden. Zentraler Bestandteil davon ist die wegfinder App der ÖBB, in der alle verfügbaren Sharing Dienste buchbar sind. So werden bestehende ÖBB-Services wie das Postbus-Shuttle oder Rail&Drive den Kund:innen zur Verfügung gestellt und um externe Services wie (E-)Bikes, E- Scooter oder Lastenräder kontinuierlich erweitert. Aufgrund der positiven Entwicklung wird das Carsharingangebot ÖBB Rail&Drive laufend weiterentwickelt, unter anderem durch weitere E-Standorte. Das Carsharing Angebot ÖBB Rail&Drive umfasst nun beispielsweise einen siebten Standort in der Steiermark und erleichtert den Kund:innen den Umstieg in den öffentlichen Verkehr. Die ÖBB kümmert sich dabei sowohl um die Bereitstellung als auch um die Wartung der Fahrzeuge. Durch mehr Bike & Ride-Anlagen an Verkehrsstationen soll zusätzlich der Zugang zur Bahn erleichtert werden. Auch das Postbus Shuttle bietet eine sinnvolle Alternative zum Privat-Pkw und ist bequem on-demand buchbar. Es ist bereits in sieben Regionen verfügbar: Leogang, Liesingtal, Mödling, Techelsberg am Wörthersee, Donau Gusen und Ossiacher See. Seit August 2022 fährt es auch in der Region Mondseeland 369 Haltepunkte in sieben Gemeinden an. Fahrradmitnahme Im Jänner 2022 wurde die Fahrradzone in den Railjet-Zügen umgesetzt und bietet für Reisende mit Rädern nun noch mehr Komfort. Sowohl die „analoge“ Gestaltung der Züge, als auch die Symbole in der ÖBB App erleichtern die Sitzplatzwahl um das eigene Rad auf der gesamten Reise besser im Blick behalten zu können. Neben einer obligatorischen Rad Reservierung empfehlen die ÖBB ihren Reisenden auch eine Sitzplatzreservierung. Zusammengeklappte Falträder mit den Maßen 110 x 80 x 40 cm können sogar als kostenloses „Handgepäck“ in den speziell gekennzeichneten Gepäckfächern des ÖBB Railjet verstaut werden. Pünktlichkeit Der sichere, pünktliche und zuverlässige Bahnbetrieb ist das Fundament des Leistungsversprechens des ÖBB-Konzerns. Während die Pünktlichkeit 2022 im Nah- und Güterverkehr stabil innerhalb der definierten Zielbandbreite zu liegen kam, ist der Fernverkehr im Vergleich zu 2021 zurück gegangen. Im Jahr 2022 lag die Pünktlichkeit der ÖBB Züge im Nahverkehr bei 96,1% und im Fernverkehr bei 81,4%. Die Züge der Rail Cargo Group verkehrten im Netz der ÖBB-Infrastruktur AG mit einer Pünktlichkeit von 79,8%. Im Vergleich zu den beiden COVID-19-beeinflussten Vorjahren hat das Jahr 2022 wieder signifikant steigende Fahrgäst:innenzahlen gebracht. Der Zugverkehr war sowohl über die Grenzen hinweg als auch im Inland wieder uneingeschränkt unterwegs. Diese grundsätzlich erfreuliche Entwicklung hat aber insbesondere im Fernverkehr auch einen punktuell auftretenden Fahrgäst:innenandrang mit sich gebracht. In Folge dessen kam es auch zu Haltezeitüberschreitungen, die die Pünktlichkeit negativ beeinflussten. Der gezielte Einsatz von Kundenlenker:innen konnte hier kurzfristig Abhilfe leisten. Im Jahr 2022 wirkt sich darüber hinaus die nicht zufriedenstellende Performance einzelner Nachbarbahnen im internationalen Fernverkehr negativ auf die Pünktlichkeit der Fernverkehrslinien aus – sehr viel stärker als in den Jahren zuvor. Bedauerlicherweise konnte auch die enge Zusammenarbeit mit den Nachbarbahnen – inkl. intensiver Performancedialoge und ergriffener Maßnahmen zur Stabilisierung – diesen negativen Einfluss auf das Netz der ÖBB- Infrastruktur AG nicht unmittelbar verhindern. Zusätzliche Herausforderungen sind die nach wie vor an einigen Grenzen durchgeführten Grenzkontrollen, welche zu jeweils unterschiedlichen Zeitpunkten und mit unterschiedlicher Dauer durchgeführt wurden. LB104 |
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