ÖBB Geschäftsbericht 2022

175 Konzernlagebericht Leuchtturmprojekte Im Zuge von diversen Kooperationen / Initiativen erfolgte auch 2002 wieder die gezielte Ansprache von Mädchen, Frauen und Umsteigerinnen: SHE GOES DIGITAL Mit dem Projekt SHE goes DIGITAL 2022 werden Mädchen, Wiedereinsteigerinnen und Frauen 50+ dazu eingeladen, die Chancen der Digitalisierung zu entdecken. Sie tauchen in die Unternehmenswelt ein und erhalten dadurch einen praxisnahen Einblick in das umfangreiche Themengebiet der Digitalisierung. Viele bekannte Unternehmen (z. B. A1, ASFINAG, Coca Cola, ORF) sind ihrem Aufruf gefolgt und beteiligen sich an der Initiative. Auch die ÖBB wollen dazu beitragen, dass digitale Berufe für Mädchen und Frauen attraktiver und darüber hinaus auch Berührungsängste genommen bzw. gezeigt werden. Darüber hinaus soll gezeigt werden, dass die Digitalisierung bereits in allen Berufsfeldern (in operativen Bereichen als auch im Verwaltungsbereich) angekommen und allgegenwärtig ist. Demensprechend war die ÖBB auch Teil der Initiative SHE goes Digital und hat sich mit vielfältigen Aktionen eingebracht (Einblicke zu Jobs und Karriere bei den ÖBB, Networking mit IT-Rolemodels oder Podiumsdiskussion). Inklusion Eine weitere Initiative zur kontinuierlichen Erhöhung der Vielfalt und Nutzung interner Ressourcen ist die erfolgreiche Umsetzung des Programms „Mitarbeiter:innen mit Behinderungen”. Die Implementierung eines Disability-Managements in der ÖBB-Holding AG markiert einen grundlegenden Schritt zur erfolgreichen Umsetzung des Programms. Damit gehen Disability-Awareness-Schulungen für Führungskräfte sowie Schulungen zur barrierefreien Kommunikation einher. Im ÖBB- Konzern haben 678 Mitarbeiter:innen gesundheitsbedingte Einschränkungen, deren Grad der Behinderung bei über 50% liegt. Ihnen stehen ein Spezialist für Disability-Management und Barrierefreiheit am Arbeitsplatz sowie die Konzernbehindertenvertrauenspersonen persönlich zur Seite. Der Schwerpunkt wurde auch 2021 auf Kompetenzentwicklung im Bereich barrierefreie Kommunikation gelegt. Der praxisbezogene Wissenstransfer erfolgte mittels Webinaren und der Konzeption eines E-Learning-Programms. Darüber hinaus wurde auch in der Diversity-Charta 2026 die Anhebung des Anteils der Mitarbeiter:innen mit Behinderungen auf 4% als Ziel verankert. Die in der Charta der Inklusion festgelegten weiteren Schritte wurden erfolgreich umgesetzt. Im Dezember 2021 wurde der Aktionsplan 2026 und mit ihm die Umsetzung von grundlegenden Maßnahmen zur Anhebung des Anteils der Mitarbeiter:innen mit Behinderungen im Konzern Inland präsentiert. Zu den grundlegenden Maßnahmen zählen die Checkliste zur Evaluierung der barrierefreien Arbeitsplätze oder die Kooperation mit der my ability-jobbörse, damit sich möglichst viele Menschen mit Behinderungen für geeignete Jobs bewerben. Als inklusiver Mobilitätsdienstleister stehen die ÖBB im regelmäßigen Austausch mit Vertreter:innen von Behindertenorganisationen und Politik zum Thema „Barrierefreiheit und barrierefreies Reisen“. Mit ihnen diskutieren sie aktuelle Projekte, Bedürfnisse und Lösungsansätze. Unter anderem hat auch im April 2022 in der ÖBB Unternehmenszentrale eine Dialogveranstaltung dazu stattgefunden. Das Top-Management hat mit Vertreter:innen aus der Politik, dem Österreichischen Behindertenrat (ÖBR) und der Behindertenanwaltschaft über Mobilitätsbedürfnisse und den aktuellen Stand beim barrierefreien Reisen mit den ÖBB diskutiert. Unter demMotto „Barrierefreiheit bringt allen was“ setzten die ÖBB anlässlich des Europäischen Tags der Inklusion (05.05.) und des Internationalen Tags der Gebärdensprache (23.09.) am Bahnhof Innsbruck und Klagenfurt auch 2022 wieder ein besonderes Zeichen. Gemeinsam mit Vertreter:innen von Behörden und Organisationen wie Blinden- und Sehbehindertenverband, Gehörlosenverband, Caritas sowie Reisenden sollen Barrieren bewusst gemacht und abgebaut werden. „It works II“ Im Film „It works II“ zeigt ÖBB-Infrastruktur Mitarbeiter Michael Hagleitner wie Inklusion im Alltag funktioniert. Der Film ist die Fortsetzung einer Doku aus dem Jahr 1998 über drei Personen mit körperlichen Einschränkungen. Mehr als zwanzig Jahre später stellt sich der Regisseur die Frage, wie es den drei Burschen – aus denen mittlerweile Männer geworden sind – auf ihrem Weg ergangen ist. Der beeindruckende Film von Fridolin Schönwiese feierte im November 2022 seine Premiere und im Dezember 2022 luden die ÖBB zu einer besonderen Dialogveranstaltung. Rund 200 Mitarbeiter:innen sowie mehrere Vertreter:innen von Behindertenorganisationen folgten der Einladung und konnten sich von einem vielfältigen Rahmenprogramm überzeugen: Nach einer Eröffnungsrede von CEO Andreas Matthä, hatten im Anschluss an den Film alle Gäste noch die Gelegenheit sich zum Gesehenen sowie auch Programmen und Initiativen in der ÖBB zur Förderung von Inklusion auszutauschen. Dabei standen die Kolleg:innen vom Gleichstellungs- / Diversity-Management, Betriebsrat, Regisseur Fridolin Schönwiese sowie Vertreter:innen der ÖBB Partnerorganisationen für Gespräche zur Verfügung. LB116 |

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