ÖBB Geschäftsbericht 2022

#RichtungZukunft 22 werden die ÖBB bereits 2023 auf be- liebten Strecken nach Deutschland und Italien einsetzen. Bis Ende 2025 sollen dann alle 33 Garnituren auf Schiene sein und europäische Städte mit einer Ge- schwindigkeit von bis zu 230 Stunden- kilometern verbinden. Neue Cityjets für die Regionen Für den Nahverkehr in der Ostregion haben die ÖBB im Jahr 2022 insgesamt 41 neue Cityjet-Doppelstock-Garnituren bestellt. Pendler:innen soll damit der Umstieg vom Auto auf die Bahn weiter erleichtert werden. Der „Cityjet Doppel- stock neu“ ist mit maximal 160 Stunden- kilometern unterwegs und bietet mit rund 610 Sitzplätzen in der sechsteiligen Konfiguration etwa 70 Sitzplätze mehr als das aktuelle Modell. Das maximale Fassungsvermögen einer sechsteiligen Garnitur beträgt rund 1.400 Personen. In der Ostregion werden die ersten Züge des „Cityjet Doppelstock neu“ voraus- sichtlich im Jahr 2026 verkehren. Ganz im Westen setzen die ÖBB seit dem Fahrplanwechsel 2022/2023 neue City- jets ein. Die Regionaltriebzüge des Typs Desiro ML verkehren zwischen Schruns und Lindau in Deutschland sowie von Bregenz und Dornbirn bis St. Margrethen in der Schweiz. Im Vergleich zum Talent 1 bietet die neueste Version des Desiro ML um nahezu 50 Prozent mehr Platz für Reisende und Raum für bis zu 39 Fahrräder. Bis Ende Oktober 2023 sol- len alle 46 bestellten Garnituren in Vorarlberg auf Schiene sein. ÖBB 360° Oft ist die sogenannte „erste und letzte Meile“ für die Wahl des Verkehrsmittels ausschlagge- bend. Die ÖBB positionieren sich deshalb als Anbieter integrierter Mobilität. Das Tür-zu-Tür-Mobi- litätsangebot „ÖBB 360°“ be- inhaltet maßgeschneiderte, ganzheitliche und nachhaltige Mobilitätslösungen für Gemeinden, Unternehmen, Tourismus- regionen und Bauträger an, die über den klassischen Schienenverkehr hinausgehen. Eine solche Lösung haben die ÖBB 2022 in der Stadtgemeinde Baden realisiert. Die EU-weite Ausschreibung der Stadt für ein umfassendes Mobilitätsangebot konnten die ÖBB für sich entscheiden. Darin ent- halten sind E-Scooter, Leihräder, E-Autos und ein Shuttlebus. Der:die Nutzer:in kann diese Fahrzeuge über die App weg- finder buchen. Die Wartung, Reparatur und das Service der Geräte übernehmen die ÖBB. Ihr ganzheitliches First-Last- Mile-Angebot haben die ÖBB zuvor schon in Bad Ischl, Leoben und Waidhofen an der Ybbs realisiert. Hinzu kommen zahlreiche Regio- nen, die ein „Post- bus-Shuttle“ in ihren Gemeinden etabliert haben. Mit dem Carsharing-Service Rail&Drive können Reisende den Komfort einer Zugfahrt mit der Flexibili- tät eines Autos verbinden. Entsprechend hoch ist das Interesse des im Jahr 2018 gestarteten Services: Ende 2022 konnten die ÖBB den 30.000sten Kunden be- grüßen. Insgesamt halten die ÖBB für Rail&Drive 534 Fahrzeuge an 42 Stand- orten in 35 Städten bereit. < REISENDE profitieren auch von den vielen Taktverdichtungen und neuen Linien im Nah- und Fernverkehr Investitionen in neue Züge Bis zum Jahr 2027 werden die ÖBB mehr als 4,7 Milliarden Euro für moderne Züge aus- geben. 2,8 Milliarden Euro davon fließen in den Nah- verkehr , 1,3 Milliarden Euro in den Fernverkehr und 600 Millio- nen in Fahrzeugumbauten. MEHR dazu im Lagebericht auf Seite LB12, LB18, LB24, LB29, LB33, LB41, L B102

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