ÖBB Geschäftsbericht 2022

261 Konzernabschluss Der ÖBB-Konzern erhielt nicht rückzahlbare Kostenbeiträge für Sachanlagen, die anschaffungskostenmindernd dargestellt werden. Diese Investitionszuschüsse sind im Anlagenspiegel dargestellt. Sowohl die Abschreibung bezuschusster Vermögenswerte als auch die Auflösung der Kostenbeiträge infolge von Abschreibung werden ergebniswirksam unter dem Posten „Abschreibungen” ausgewiesen. Die Zugänge zu den Sachanlagen aufgrund erstkonsolidierter Unternehmen und Abgänge aus Entkonsolidierungen werden in gesonderten Zeilen im Anlagenspiegel dargestellt. Die Zugänge der Nutzungsrechte Grundstücke und Bauten betreffen in Höhe von rd. 162,9 Mio. EUR die Anmietung einer Immobilie in der Lassallestraße. Die Zugänge im Geschäftsjahr 2022 exklusive Nutzungsrechte betragen rd. 3.346,3 Mio. EUR (Vj: rd. 3.435,1 Mio. EUR) und betreffen im Wesentlichen Rahmenplanprojekte und Investitionen in die Südstrecke, Investitionen in Bahnhofsum- und -neubauten, Ausbauarbeiten im Großraum Wien und Investitionen in den Ausbau der Weststrecke sowie Anschaffung von Fahrpark. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Bauten, technische Anlagen und Maschinen sowie Anlagen in Bau. Bei den Umbuchungen handelt es sich einerseits um die aus dem Posten „Anlagen in Bau und geleistete Anzahlungen” auf die spezifischen Anlagenkonten umgebuchten Werte für fertiggestellte Anlagen des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte und andererseits um von oder zu den Bilanzposten „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte” sowie von oder zu den „Vorräten” (Erläuterung 21) umgegliederte Werte. Zu den Angaben zu Schätzungsänderungen wird auf Erläuterung 3 unter „Einschätzungen der Nutzungsdauern der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte” verwiesen. Im Geschäftsjahr aktivierte der ÖBB-Konzern gemäß den Regelungen des IAS 23 Zinsen auf Herstellungskosten qualifizierter Vermögenswerte in Höhe von rd. 113,8 Mio. EUR (Vj: rd. 109,4 Mio. EUR). Der zugrunde liegende Fremdkapitalzinssatz beträgt rd. 2,0 %, (Vj: 1,9 bis 2,3 %). Von den Bundeszuschüssen wurde ein Betrag von rd. 104,2 Mio. EUR (Vj: rd. 103,6 Mio. EUR) als Kostenbeitrag für aktivierte Zinsen erfasst. Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen sind in Höhe von rd. 25,2 Mio. EUR angefallen (Vj: rd. 34,5 Mio. EUR), wobei sich diese aus der Verschrottung und dem Abbruch von Vermögenswerten, dem Verkauf von Fahrzeugen und sonstiger Betriebsausstattung sowie Abtretungen ins öffentliche Gut ergaben. In beiden Geschäftsjahren wurden Entschädigungsbeiträge im unwesentlichen Umfang vereinnahmt. Sachanlagen mit folgenden Buchwerten dienen zur Besicherung von Finanzschulden und unterliegen einer Beschränkung der Verfügungsrechte: Beschränkung von Verfügungsrechten als Sicherheiten für Schulden begeben in Mio. EUR 2022 2021 2022 2021 Fahrpark 125,7 141,1 353,2 495,5 Sonstige technische Anlagen und Maschinen 0,0*) 0,0 0,0 0,0 *) Kleinstbetrag Es bestehen Abnahmeverpflichtungen für Vermögenswerte, insbesondere aufgrund offener Bestellobligi von rd. 2.962,3 Mio. EUR (Vj: rd. 3.125,4 Mio. EUR). Weitere Angaben zu Schätzungsänderungen werden unter Erläuterung 3 gemacht. Kostenbeiträge von Dritten Der ÖBB-Konzern erhielt nicht rückzahlbare Investitionszuschüsse für Anlagengüter, im Regelfall von öffentlichen Stellen oder staatsnahen Unternehmen, die gemäß IAS 16.28 i. V. m. IAS 20 als Anschaffungskostenminderung behandelt wurden. Sowohl die Abschreibung dieser Vermögenswerte als auch die Auflösung sämtlicher Kostenbeiträge infolge von Abschreibung werden ergebniswirksam unter dem Posten „Abschreibungen” ausgewiesen. Beim Abgang von Vermögenswerten, denen Kostenbeiträge zugeordnet wurden, werden die Kostenbeiträge gemeinsam mit den abgegangenen Buchwerten in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Entwicklung der Kostenbeiträge ist aus den vorstehenden Anlagenspiegeln ersichtlich. Die wesentlichen Kostenbeitragsgeber für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sind die Republik Österreich, die ehemalige Eisenbahn-Hochleistungsstrecken AG und die Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft mbH.

RkJQdWJsaXNoZXIy NTk5ODUz