ÖBB Geschäftsbericht 2022

95 Konzernlagebericht Erfolgsgeschichte Weststrecke geht weiter Heute fahren in Österreich rd. ein Drittel aller Züge auf der Weststrecke. Güter- und Personenverkehr nehmen laut Prognosen weiterhin zu. Dementsprechend ist der Ausbau zwischen Linz und Wels sowie der Ausbau zwischen Salzburg und Köstendorf notwendig, um der großen Nachfrage nach mehr Zügen und besseren Verbindungen nachzukommen. Im Berichtszeitraum wurden die im November 2021 gestarteten Bauarbeiten für den Ausbau der Weststrecke zwischen Marchtrenk und Wels fortgeführt. Künftig werden vier statt bisher zwei Gleise höhere Kapazitäten auf der stark ausgelasteten Weststrecke sorgen. Das ermöglicht ein besseres Angebot im Nahverkehr mit einem dichteren S-Bahn- Angebot und einen Taktfahrplan zwischen Linz und Wels. Das gleiche gilt für den Fern- und Güterverkehr. Der Bahnhof Marchtrenk wird modernisiert. Für Ausbau des Abschnittes zwischen Linz und Marchtrenk laufen die Planungen. Die Arbeiten auf der Westseite des Linzer Hauptbahnhofs wurden weitergeführt. Für den Ausbau des Abschnittes zwischen Linz Verschiebebahnhof West und Linz Signalbrücke (inkl. Nahverkehrsknoten Linz Franckviertel) laufen die Planungen. Mit dem neuen Bahnhof Neumarkt am Wallersee wurde im Jahr 2022 ein wichtiger Knotenpunkt zwischen Weststrecke und Mattigtalbahn fertiggestellt. Für den Ausbau zwischen Köstendorf und Salzburg, der zwei einröhrige Tunnel notwendig macht, lief 2022 das Behördenverfahren weiter und es wurden intensive Gespräche mit Stakeholder:innen geführt. Südstrecke in der Zielkurve Stück für Stück wachsen die Tunnelprojekte und Streckenausbauten, die dafür sorgen, dass Reisende zukünftig in weniger als zwei Stunden zwischen Wien und Graz und in 45 Minuten zwischen Graz und Klagenfurt reisen können. Beim 27,3 km langen Semmering-Basistunnel sind über 90% des Tunnels gegraben, sechs von 14 Vortrieben sind finalisiert. Es fehlen nur noch rd. 2,5 km Grabungsarbeiten. Die 130 km lange Koralmbahn biegt indessen in die Zielgerade: Im Frühjahr 2022 wurde der Rohbau des Koralmtunnels auf Kärntner Seite fertiggestellt. Im Fokus 2022 standen die technische Ausrüstung weiter Streckenteile, der Bau von Bahnhöfen und Instandhaltungsstützpunkten sowie der letzte Rohbauabschnitt im Grazer Umfeld. Mit Fahrplanwechsel 2022/2023 sind auf der 12 km langen, neu elektrifizierten und barrierefrei ausgebauten Strecke Klagenfurt – Weizelsdorf Züge umweltfreundlich mit grünem Bahnstrom anstatt Diesel unterwegs. Bahnhöfe und sonstige Investitionen 2022 durften sich unsere Reisenden wieder auf einige Verbesserungen und modernisierte Bahnhöfe freuen. Dazu gehören etwa: – Bahnhof Lienz – Haltestelle Wien Matzleinsdorfer Platz – Bahnhof Fehring – Bahnhof Ternitz – Bahnhof Friedberg – Bahnhof Rohrbach-Vorau – Bahnhof Grafendorf – Haltestelle Rum – Bahnhof Peggau Deutschfeistritz – Bahnhof Thal – Bahnhof Langenzersdorf – Bahnhof Ulrichskirchen – Bahnhof St. Georgen Gusen (Summerauerbahn) – Traunkirchen und Traunkirchen Ort (Salzkammergutbahn) – Obertraun-Dachsteinhöhlen und Obertraun-Koppenbrüllerhöhle (Salzkammergutbahn) – Bahnhöfe Mattinghofen, Munderfing und Mauerkirchen – Haltestellen Hard-Fußach und Lauterach-Unterfeld Im Sommer 2022 wurde zudem der hochmoderne ÖBB Bildungscampus in St. Pölten eröffnet. Eine leistungsstarke Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist für eine Bildungseinrichtung dieser Art ein doppeltes Muss. So wurde an der Traisentalbahn in unmittelbarer Nähe zum Haupteingang die neue Bahn-Haltestelle „St. Pölten Bildungscampus“ errichtet. Für einen attraktiven Einstieg in das System Bahn wurde 2022 das mehr als 700 Plätze fassende Parkdeck in Hollabrunn fertiggestellt. LB36 |

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