ÖBB Geschäftsbericht 2023

Verlässlich in die Zukunft die Abwicklung von Transporten von der Anfrage bis zur Abrech- nung deutlich erleichtern. Jetzt geht es noch darum, auf langen Strecken – der größten Stärke des Schienengüterverkehrs – noch erfolgreicher zu sein als bisher. Bei der weiteren Internationali- sierung lautet unser Motto daher: „Volle Kraft voraus“! Fast zum Abschluss noch ein anderes Thema: Der Gene- rationenwandel geht weiter. Jedes Jahr 3.500 neue Mitar- beiter:innen einstellen zu müssen, ist auf einem nicht gerade einfachen Arbeitsmarkt kein leichtes Unterfangen. MATTHÄ: Es gilt unverändert das, was ich bereits in den letzten Jahren wiederholt gesagt habe: Wir suchen viele Mitarbei- ter:innen! Und das zumindest bis zum Abschluss des Genera- tionenwandels. Aber ganz im Ernst: Wir finden aktuell noch ausreichend Mitarbeiter:innen, weil wir als Unternehmen viel zu bieten haben – vernünftige Arbeitsbedingungen, gute und faire Bezahlung, viele Zusatzleistungen von Wohnungen bis zur Freizeitgestaltung in unseren Sporteinrichtungen und nicht zu- letzt eine sinnstiftende Arbeit im Zukunftssektor der Green Jobs. WALDNER: Der Aufwand, den wir bei der Suche nach neuen Mitarbeiter:innen betreiben, ist aber gewaltig, und das gilt nicht nur für die sogenannten Mangelberufe. Neben der Integration der vielen neuen Kolleg:innen ins Unternehmen haben wir auch immer häufiger das Problem, dass unsere Mitarbeiter:innen von anderen Unternehmen abgeworben werden. Der Einstellungsdruck ist extrem hoch. Ist der Bahnbetrieb gefährdet, wenn die HR nicht mehr ausreichend neue Kolleg:innen finden sollte? MATTHÄ: Manuela Waldner hat ja bereits angerissen, dass es einzelne Bereiche gibt, die auf der bereits erwähnten Mangel- berufsliste stehen. Die Liste reicht dabei von Lokführer:in über Buslenker:in bis hin zu Zugbegleiter:in und Verschieber:in, um nur einige Beispiele zu nennen. Klar ist für uns, dass wir auch nach der aktuellen Pensionierungswelle dran bleiben müssen, weil wir aufgrund der geplanten Leistungsausweitung trotz des technischen Fortschritts mehr Mitarbeiter:innen brauchen werden als wir heute beschäftigen. Frau Waldner, Sie sind nun bereits rund 200 Tage bei den ÖBB tätig. Wie ist es für Sie als „Neo-Eisenbahnerin“? WALDNER: Es ist großartig und ich bin begeisterte Eisenbahne- rin. Ich habe davor ja viele Jahre Unternehmen im Bahnsektor und in der Bahnindustrie beraten, aber jetzt kann ich Konzepte und Strategien für die Zukunft der Mobilität selbst in die Um- setzung bringen und das Bahnsystem mitgestalten. Wir danken für das Gespräch. < MANUELA WALDNER. Der Vorstand der ÖBB-Holding AG im Dialog für eine kontinuierliche Modernisierung und noch mehr Qualität für die Kund:innen »Die Digitalisierung des gesamten Bahnbetriebs ist substanziell, wenn wir unsere Kapazitätsziele tatsächlich erreichen wollen.« MANUELA WALDNER

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