ÖBB Geschäftsbericht 2023
67 Konzern- lagebericht C.2. Ertragslage Ertragslage des ÖBB-Konzerns Das Wachstum des Teilkonzerns ÖBB-Personenverkehr setzte sich im Jahr 2023 weiter fort. Mit Ausnahme einer vorübergehenden Maskenpflicht im Winter 2022 / 2023 in öffentlichen Verkehrsmitteln in Wien war die Mobilität in Österreich im Jahr 2023 von keinerlei Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung betroffen. Auch pandemiebedingte Einschränkungen im grenzüberschreitenden Verkehr sind entfallen. Entsprechend ist die Transportleistung auf allen Verkehrsträgern gewachsen. Der Zuwachs im Schienenpersonenverkehr des Teilkonzerns ÖBB-Personenverkehr beziffert sich mit rd. 10%, womit das Vor-Corona-Niveau um rd. 10% übertroffen wurde und 2023 erstmalig über 493 Mio. Reisende befördert wurden. Im Fernverkehr auf der Schiene setzte sich der Hochlauf weiter fort. Hier dürfte der Rekordwert für die Personentransportleistung im Jahr 2022 im Teilkonzern ÖBB-Personenverkehr mit einem erneuten Anstieg um rd. 11% im Jahr 2023 deutlich überschritten werden. Der Nahverkehr des Teilkonzerns ÖBB-Personenverkehr verzeichnet mit rd. 10% ebenfalls ein Wachstum, liegt damit jedoch immer noch knapp unter dem Niveau der Vor-COVID-19-Jahre. Der Teilkonzern Rail Cargo Austria litt im Geschäftsjahr 2023 unter anhaltend hohen Strompreisen sowie unter einem sich deutlich abschwächenden Wirtschaftswachstum. Darüber hinaus schlugen sich die Probleme im weltweiten Containerverkehr negativ auf das intermodale Geschäftsfeld des Teilkonzerns nieder. Dank eines entschlossen betriebenen Kosten- und Preismanagements, dem erfolgreichen Auftritt der Bahnspeditionen und einer Aufwertung eines Tochterunternehmens konnte trotz Verfehlung des operativen Planergebnisses ein positives Ergebnis vor Steuern erzielt werden. Die Ertragslage im Teilkonzern ÖBB-Infrastruktur ist wegen des Wegfalls von Wegeentgelterlassen, den höheren Bahnstrompreisen aufgrund der Lage auf dem Energiemarkt und des Anstiegs der Mieten aufgrund von Indexanpassungen deutlich besser. Der schwächelnde Immobilienmarkt in Österreich bewirkt dagegen geringere Verkaufserlöse im Teilkonzern. Überblick 2023 2022 Veränderung Veränderung in % EBIT 44 in Mio. EUR 581,7 663,4 -81,7 -12% EBIT-Marge 45 in % 7,5% 9,0% -1,5% -17% EBITDA 46 in Mio. EUR 1.964,1 1.996,8 -32,7 -2% EBT in Mio. EUR 111,6 193,2 -81,6 -42% Eigenkapitalrentabilität 47 in % 3,5% 5,5% -2,0% -36% Gesamtkapitalrentabilität 48 in % 1,4% 1,7% -0,3% -18% Mit Gesamterträgen von rd. 7.806,3 Mio. EUR (Vj: rd. 7.397,7 Mio. EUR) konnte gegenüber dem Vorjahr ein leichter Anstieg verzeichnet werden. Das EBIT des ÖBB-Konzerns sank im Berichtsjahr auf rd. 581,7 Mio. EUR (Vj: rd. 663,4 Mio. EUR), die EBIT-Marge betrug 7,5% (Vj: 9,0%). Das EBITDA sank im Berichtsjahr um 2% auf rd. 1.964,1 Mio. EUR (Vj: rd. 1.996,8 Mio. EUR). Nach einem Ergebnis von rd. 193,2 Mio. EUR im Vorjahr wird dieses Jahr ein EBT von rd. 111,6 Mio. EUR ausgewiesen. Dies entspricht einem Rückgang von rd. 81,6 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr. Die Eigenkapitalrentabilität betrug 3,5% (Vj: 5,5%), die Gesamtkapitalrentabilität 1,4% (Vj: 1,7%). 44 Das EBIT entspricht dem Betriebsergebnis (ohne Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen) der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung. 45 EBIT-Marge: EBIT / Gesamterträge. 46 EBITDA: EBIT + Abschreibungen. 47 Eigenkapitalrentabilität: EBT / Eigenkapital. 48 Gesamtkapitalrentabilität: EBIT / Gesamtkapital. LB22 |
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