Nachhaltigkeitsbericht 2021

Schäden an Bahnanlagen und Strecken- unterbrechungen durch Stürme sind künftig vermehrt zu erwarten. Zudem können durch Hitze- und Wasserstress oder durch Schädlinge die Schutzfunk- tion der Wälder beeinträchtigt werden. Um die Bahninfrastruktur vor Hangrut- schungen, Muren oder Lawinen zu schützen, ist ein funktionsfähiger und stabiler Schutzwald von großer Bedeu- tung. Daher setzen die ÖBB auf den Erhalt der Fläche an bewirtschaftetem Schutzwald, der mit 3.370 Hektar wei- terhin gleichbleibend groß ist. Auch im Jahr 2021 gab es mehrere Extremwetterereignisse, die die Verfüg- barkeit der Schieneninfrastruktur und damit auch die Pünktlichkeit vor große Herausforderungen stellt. Geografisch bedingt gibt es in Österreich nur sehr lange Umleitungsstrecken für die Züge und es kommen entsprechende Schie- nenersatzverkehre zum Einsatz. Damit diese wetterinduzierten Schadensereig- nisse bestmöglich reduziert oder vermie- den werden können, wurde 2019 unter anderem das Projekt „clim_ect“ gestartet und 2021 erfolgreich abgeschlossen. Mithilfe der Projektergebnisse können Aussagen zur Eintrittswahrscheinlichkeit eines wetterbedingten Schadensereig- nisses getroffen werden. Dies gelingt mit der Überschneidung der meteoro- logischen Daten inklusive Wetterbeob- achtungen und einer konkreten klein- räumigen Bezugsebene. Damit können zukünftig Gefährdungskorridore auf der Schieneninfrastruktur identifiziert und präventive Handlungen gesetzt werden. Reisen mit Komfort. Auch in heißen Sommern den Kund:innen ein angeneh- mes Reiseerlebnis anzubieten, ist der ÖBB-Personenverkehr AG ein wichtiges Anliegen. Dazu gehört neben anderem auch eine topausgestattete Flotte, die eine angenehme Reise in wohltempe- rierten Zügen und Bussen ermöglicht. Im Zusammenhang mit zahlreichen Up- grades wurden im Laufe der Jahre immer mehr Züge mit Klimaanlagen ausge- stattet. Bei Ankäufen neuer Garnituren gehört dies selbstverständlich bereits zum Standard. Bei Neubeschaffungen ist vor allem der Blick in die Zukunft gefragt. Die gültigen Normen in der EU zur Klimatisierung von Schienenfahrzeugen berücksichtigen bereits steigende Anfor- derungen aufgrund häufigerer erhöhter Außentemperaturen im Sommer. GRI 201-2 Ausblick 2022 Mit der Weiterarbeit am Projekt „INGE- MAR“ (Intelligentes Naturgefahrenma- nagement- und Risikobeurteilung) sollen in den nächsten Jahren weitere Schritte im Naturgefahrenmanagement gesetzt werden. Durch das Verbinden von Pro- gnosen, technischen Maßnahmen und lokalem Wissen bei Naturereignissen soll effizienter und proaktiver reagiert werden können. < Maßnahmen. Anpassung an den Klimawandel Ökowaldinseln, clim_ect, INGEMAR Bestehende Maßnahmen: infra:wetter, Naturgefahrenhinweiskarten > Details ab Seite 90 205 Verschiedene Baumarten gibt es auf den Flächen der ÖBB (Stand 2021). 2020: 198 de Gefahren frühzeitig erkennen sowie Präventivmaßnahmen gegen negativen Einflüssen setzen

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