Nachhaltigkeitsbericht 2021
ÖBB Nachhaltigkeitsbericht 2021 28 Nachhaltigkeitsbausteine Managementansatz Der Sektor Verkehr ist in Österreich für etwa 16 Prozent der Staubemissionen und für rund 55 Prozent der Stickstoff- oxidemissionen (Teil der klassischen Luftschadstoffe) verantwortlich – Haupt- verursacher ist der Straßenverkehr. Schallemission ist eine weitere Umwelt- belastung, von der sich die Bevölkerung wegen ihrer direkten Wahr- nehmbarkeit am meisten betroffen fühlt. Hauptquelle der Schallbelastung ist der Verkehr, wobei der Straßen- verkehr auch hier als Haupt- lärmerreger dominiert. Die Bahn ist das mit Abstand klimafreundlichste Verkehrsmittel, dennoch verursacht die Bahn auch Emissionen. Neben den Treibhausgas- emissionen (Hinweis: THG-Emissionen werden im Baustein Klimaschutz behan- delt) sind klassische Luftschadstoffe wie NO X (Stickstoffoxid) oder NO 2 (Stick- stoffdioxid), die bei Schienen-, Bus- und innerbetrieblichem Verkehr mit Diesel ebenso wie bei Heizungsan lagen im stationären Bereich entstehen. Weiters treten beim Betreiben von Bahn und Bus Schallemissionen und Erschütterungen, Staub und Feinstaub sowie Lichtverschmutzung und elektro- magnetischer Smog auf. Im Sinne einer nachhaltigen Ausrichtung des Unternehmens wollen die ÖBB alle Arten von Emissionen, die eine Belastung für Mensch und Umwelt darstellen können, reduzieren. Das gilt umso mehr, als diese aufgrund des angestrebten Ausbaus des Schienenverkehrs zunehmen werden. Mit wirkungsvollen Maß- nahmen wollen die ÖBB mögliche Belastungen für Anrainer:innen und Natur durch Emissionen minimieren und zugleich den Komfort und die Sicherheit für ihre Kund:innen maximieren. Die ÖBB Themenfelder zur Reduk tion von Emissionen sind: Schallemissionen / Erschütterungen Klassische Luftschadstoffe (Hinweis: über THG-Emissionen wird im Baustein Klimaschutz speziell berichtet) Lichtverschmutzung / elektromag netische Felder Verminderung von Schall emissionen und Schutz vor Erschütterungen / Vibrationen Schienenverkehr ist ein wesentlicher Teil der klimafreundlichen Mobilität. Leise Züge sind eine Grundvoraussetzung dafür, diese Rolle in Zukunft noch weiter auszubauen. Daher ist es erklärtes Ziel der ÖBB, Belastungen durch Schall emissionen und auch Belastungen durch Erschütterungen (Vibrationen) für die Anrainer:innen von Bahnstrecken noch weiter zu senken und den Fahrkomfort für Fahrgäste (z. B. Nachtzug) noch wei- ter zu erhöhen. Grundsätzlich ist für die- EMISSIONEN INKL. LÄRM. Die Umweltbilanz des Schienenverkehrs ist im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern die Nummer eins. Dennoch wollen die ÖBB stetig besser werden. Leise und sauber unterwegs Emissionen inkl. Lärm (exkl. CO 2 ) 65 Kilometer Schallschutzdämme haben die ÖBB bis Ende 2021 errichtet. 5,6 Millionen Euro haben die ÖBB 2021 in infra strukturseitigen Schallschutz investiert (Bestandsschallschutz, Schallschutzwände & Förderung Objektschutz). 2020: 6,6 Mio. Euro ≈ 950 Kilometer Schallschutzwände haben die ÖBB bis Ende 2021 errichtet. KENNZAHLEN Belastbare Güterwagen Neben den Treibhausgas- emissionen sind klassische Luftschadstoffe wie NO X (Stickstoffoxid) oder NO 2 (Stickstoffdioxid ), die bei Schienen-, Bus- und innerbetrieb- lichem Verkehr mit Diesel ebenso wie bei Heizungsanlagen im stati- onären Bereich entstehen. SCHALLSCHUTZWÄNDE sollen die Schallemissionen
RkJQdWJsaXNoZXIy NTk5ODUz