Nachhaltigkeitsbericht 2021
ÖBB Nachhaltigkeitsbericht 2021 34 Untergrundsanierungen mittels Aushub- maschine (AHM). Dabei wird der obere Bereich des Schotterbettes gebrochen, mit Neumaterial vermengt und als Tragschicht wieder im Gleis eingebaut. Das restliche Gleisschottermaterial wird gemeinsam mit dem Untergrund ausgehoben und entsorgt. Somit erfolgt eine Wiederverwendung im Sinne der Ressourcenschonung und eine Reduktion der Abfallmenge. Der Prozess hin zu einer effizienten und kostensparenden Kreislaufwirtschaft im ÖBB-Konzern ist aktuell im Gange und wird 2022 mit der Präzisierung der Zieldefinition sowie durch das Setzen von spezifischen Maßnah- men weiter vorangetrieben. Abfall GRI 301-2, 306-1, 306-3 Als Teil der Strukturierung rund um die Kreislaufwirtschaft wird auch Abfall eine der Stoßrich- tungen sein, um vorhandene Ressourcen optimal zu nutzen. Dazu wird die Entwicklung eines Roh- stoffmanagements in der ÖBB vorange- trieben. Über 99 Prozent der anfallenden Abfallmenge des ÖBB-Konzerns entfallen als Bauherr großer Bauvorhaben im Zuge von Investitionen (Erneuerung / Neubau / Ausbau), aber auch bei der Instandhal- tung (Inspektion / Wartung / Entstörung / Instandsetzung) auf die ÖBB-Infrastruk- tur AG. Im Jahr 2021 wurde mit rund 5,51 Millionen Tonnen um 15 Prozent weniger Abfall erzeugt als im Jahr 2020 (VJ: 6,50 Mio. t). Mit 5,48 Millionen Ton- nen macht der nicht gefährliche Abfall (gefährlicher Abfall: 0,02 Mio. t) den größten Teil der Gesamtabfallmenge des ÖBB-Konzerns aus. Rund 98 Prozent der nicht gefährlichen Abfallmengen entfal- len dabei auf Abfälle aus Bautätigkeiten, diese haben sich im Vergleich zum Vor- jahr um 15 Prozent reduziert und liegen aktuell bei 5,38 Millionen Tonnen (VJ: 6,38 Mio. t). Die Menge an deponiertem Material hat mit den intensiven Bautä- tigkeiten im Bereich Infrastruktur zu tun. Rund 79 Prozent der Bauabfälle werden einer Beseitigung zugeführt, wobei im Jahr 2021 56 Prozent auf betriebsfremde Deponien verbracht wurden. Die Menge der gefährlichen Abfälle im ÖBB-Konzern blieb im Vergleich zum Vorjahr mit einer Verringerung von rund 6 Prozent relativ konstant. Die Entsor- gung von Abfällen des ÖBB-Konzerns wird in der Regel über das RCG- Tochterunterneh- men Rail Cargo Logistics – Envi- ronmental Services GmbH abgewi- ckelt, welche die Abfälle ausschließ- lich an befugte Abfallsammler oder -behandler übergibt. Die Datenerhebung erfolgt über interne Prozesse und Systeme (Verfahrens- und Arbeitsanweisungen, Umweltinformati- onssystem; ÖBB-Infrastruktur), EDM-Mel- dungen, AlSAG-Meldungen etc. getrennt für jedes Kalenderjahr. Die Umsetzung der neuen Anforderungen in der Bericht- erstattung mit der neuen Abfalltabelle wird auch 2022 weitergeführt, um die Zuordnung einzelner Abfallfraktionen zu präzisieren. Wasser GRI 303-1, 303-5 Ein wesentlicher Baustein zur Vermeidung von Ressourcenverschwendung und über- höhtem Wasserverbrauch ist eine Verbes- serung der Effizienz der Wassernutzung in allen Sektoren. Das Wasser (Trink- und Brauchwasser) des ÖBB-Konzerns stammt zum überwiegenden Teil aus der kom- munalen Versorgung. Zusätzlich gibt es seitens der ÖBB-Infrastruktur AG 137 Quellen, die auf Bahngrund liegen und deren Nutzung auf Grundlage beste- hender Wasserrechte erfolgt, bei der Österreichischen Postbus AG gibt es sechs Quellen. Generell betreiben die ÖBB keine Wasseraufbereitungsanlagen für kommu- nale Abwässer, sondern leiten diese in die zentrale, öffentliche Kanalisation ein. Abfallkennzahlen auf einen Blick GRI 306-3 Abfallart in Tonnen [t] Gefährlicher Abfall Verwertung Sonstige Verwertung: mechanische, biologische und chemisch-physikalische Verfahren Sonstige Verwertung: energetische Verwertung Beseitigung Betriebsfremde Deponien: Nicht gefährlicher Abfall Verwertung Recycling (Übergabe an Recycler): Sonstige stoffliche Verwertung: Wiederverwendung im Bauvorhaben Sonstige stoffliche Verwertung: Wiederverwendung außerhalb Bauvorhaben Sonstige Verwertung: mechanische, biologische und chemisch-physikalische Verfahren Sonstige Verwertung: energetische Verwertung Beseitigung Betriebsfremde Deponien: Betriebseigene Deponien: Gesamtabfall davon Verwertung: davon Beseitigung: Gefährlicher Abfall wird vor dem Recycling mechanischen, biologi- Es wurde nicht zwischen Verwertung / Beseitigung am / außerhalb Nachhaltigkeitsbausteine Wasser Ein wesentlicher Baustein zur Vermeidung von Ressourcenver- schwendung und überhöhtem Wasserverbrauch ist eine Verbesserung der Effizienz der Wassernutzung in allen Sektoren. Das Wasser (Trink- und Brauchwasser) des ÖBB-Konzerns stammt zum überwiegenden Teil aus der kommunalen Versorgung. Zusätzlich gibt es seitens der ÖBB- Infrastruktur AG 137 und bei der ÖBB Postbus AG 6 Quellen.
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