Nachhaltigkeitsbericht 2021
ÖBB Nachhaltigkeitsbericht 2021 54 Sicherheitsnetz sollen Signalüberfahrun- gen und damit auch Zugzusammenstöße verhindert werden. Während der mehr- jährige Schnitt im Bereich der Zugzusam- menstöße bei drei Vorfällen liegt, wurde im Jahr 2021 nur ein einziger Vorfall verzeichnet. Arbeitssicherheit. Es ereigneten sich zwei tödliche Arbeitsunfälle. Ein Mitar- beiter der ÖBB und ein Mitarbeiter eines externen Unternehmens kamen dabei ums Leben. Die Arbeitsunfallrate ASVG* konnte mit 17,4 im Jahr 2021 auf dem Vorjahresniveau gehalten werden (2020: 17,2). Bei den in Österreich beschäf- tigten Mitarbeiter:innen wurden 1.130 arbeitsbedingte Verletzungen dokumen- tiert. Daraus resultiert eine Rate doku- mentierbarer arbeitsbedingte Verletzun- gen von 18,6 (2020: 19,3). GRI 403-9 60 arbeitsbedingte Verletzungen wurden bei den im Ausland beschäftig- ten Mitarbeiter:innen registriert. 2021 wurden im Bereich der Arbeitssicherheit die in den Vorjahren identifizierten Handlungsfelder um die Verletzungsmuster und Verletzungsberei- che ergänzt. Diese wurden in den kon- zernweiten Sicherheitsgremien transparent gemacht und dienen nun der Ausrichtung des strate- gischen Sicherheitsprogramms beziehungsweise der zielgerich- teten Maßnahmensetzung zur Reduktion der Arbeitsunfälle im ÖBB-Konzern. Durch eine konzernweite Sicher- heitskampagne wurde noch mehr Aufmerksamkeit darauf gelenkt, dass die persönliche Schutzausrüstung ideal auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmt ist und auch regel- konform getragen wird. Die ÖBB investiert jedes Jahr rund sechs Millionen Euro in die persönliche Schut- zausrüstung der Mitarbeiter:innen – beispielsweise für Schutzhelme, Sicher- heitsschuhe und Schutzhandschuhe für Verschubmitarbeiter:innen oder rück- strahlende Flächen auf den Jacken der ÖBB Einsatzleiter:innen. GRI 403-2 Sowie im Jahr zuvor waren 2021 die Auswirkungen der COVID- 19-Pandemie auch im Bereich des Arbeitnehmer:innenschutzes ein wesent- liches Thema. Die arbeitsmedizinische und arbeitspsychologische Betreuung er- folgt seit vielen Jahren durch die ÖBB Partnerin WELLCON und steht allen Mitarbeiter:innen zur Verfügung. Deren Arbeitsmediziner:innen arbeiten eng mit konzerneigenen Sicherheitsfachkräften zusammen und prüfen gemeinsam im Rahmen der regelmäßigen Begehungen Schutzausrüstung Die ÖBB investieren jedes Jahr rund sechs Millionen Euro in die persönliche Schutz- ausrüstung der Mitarbeiter:innen – beispielsweise für Schutzhel- me, Sicherheitsschuhe und Schutzhandschuhe. Betriebliche Sicherheit 2020 2021 ÖBB Schienennetz in Österreich 1 Zugzusammenstöße 2 1 Zugentgleisungen 4 8 Personenschäden im Zug / Betriebsablauf 19 20 Verschubentgleisungen (INFRA, PR, TS) 62 64 Verschubzusammenstöße (INFRA, PR, TS) 56 95 Zusammenpralle auf Eisenbahnkreuzungen 66 60 Ausland 2 Zugzusammenstöße im Ausland 1 1 Zugentgleisungen im Ausland 2 4 1 Vorfälle, welche von den ÖBB Gesellschaften verursacht wurden. 2 Vorfälle, welche durch die Rail Cargo Group außerhalb von Österreich verursacht wurden. * Arbeitsunfälle von ÖBB Mitarbeiter:innen in Österreich mit mehr als 3 Ausfalltagen zur Folge (gem. ASVG), Wegunfälle werden nicht berücksichtigt. SICHERHEITSKAMPAGNE soll das Bewusstsein für eines zentralen Themene weiter steigern
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