Nachhaltigkeitsbericht 2021
ÖBB Nachhaltigkeitsbericht 2021 56 Rahmenbedingungen zu definieren, sodass konzernweit ein einheitliches Vorgehen im Bereich der Informations- sicherheit etabliert wird und Systemaus- fälle, die in den operativen Teilbereichen Mehraufwendungen und Umsatzein- bußen auslösen können, verhindert werden. Ausblick 2022 Im Bereich der betrieblichen Sicherheit soll, um die Signalüberfahrungen weiter zu reduzieren, die Warn-App weiterent- wickelt werden. Gleichzeitig soll noch intensiver an der Reduktion von Vor- fällen im Verschubbereich und bei den Vorläuferereignissen, welche Zugunfälle begünstigen, gearbeitet werden. Neben einem konsequenten Ausbau von Tech- nologie und einer wirkungsvollen Weiterentwicklung von Prozessen und Verfahren steht die Weiter- entwicklung des Sicherheitsbe- wusstseins der Mitarbeiter:innen im ÖBB-Konzern im Fokus. Dabei gilt es, die Ergebnisse der Sicherheitskulturumfrage, die 2021 unter den Mitarbeiter:innen durchgeführt wurde, aufzuarbei- ten und mittels eines zielgerich- teten Maßnahmenpaketes die Sicherheitskultur weiterzuentwi- ckeln. Aber auch auf eine signifikante Reduktion der Arbeitsunfälle auf Basis der entwickelten Handlungsfelder und den analyisierten Verletzungsbereichen wird größter Wert gelegt. Dies beinhal- tet auch Maßnahmenpakete zur Verbes- serung der Lage rund um die Übergriffe auf Mitarbeiter:innen. In der Informa- tionssicherheit werden entsprechend dem konzernweit vereinbarten neuen „Target Operating Model“ zusätzliche Mitarbeiter:innen intern aufgenommen sowie die internen Ressourcen durch ex- ternes Know-how verstärkt unterstützt. GRI 403-4, 403-2 Gesundheit und Arbeitnehmer:innenschutz Die Mitarbeiter:innen sind die wichtigste Ressource der ÖBB. Daher wurde 2007 mit dem Betriebsrat eine Vereinbarung über Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförde- rung beschlossen. Deren Ziel ist der Erhalt und die Förderung der Arbeitsfähigkeit sowie der Gesund- heit aller ÖBB- Mitarbeiter:innen. Dazu sollen die Arbeitsbedingun- gen kontinuierlich verbessert, persönliche Ressourcen optimiert und Belastung reduziert werden. Die Umsetzung erfolgt durch das betriebli- che Gesundheitsmanagement (BGM). Die inhaltliche Ausrichtung geschieht nach den Qualitätskriterien des „Netzwerkes für Betriebliche Gesundheitsförderung“. Fokusthemen sind Gesundheitsförderung und Prävention, Gesundheit als Führungs- aufgabe und betriebliche Wiedereinglie- derung. GRI 403-1 Ziel im Bereich Gesundheit Die ÖBB wollen das Wohlbefin- den und die Arbeitsfähigkeit aller Mitarbeiter:innen stärken. Eine weitere Aufgabe des Gesund- heitsmanagements ist die fachliche und organisatorische Betreuung von Themen, die sich aus der Schnittstel- lenfunktion mit der Wellcon / Arbeits- medizin ergeben. Darunter fallen die Organisation von Impfungen ebenso wie Berichterstattung, Abrechnung sowie Clearing der Jahrespräventions- zeiten und die Organisation und Koor- dination der ÖBB32-Untersuchungen. GRI 403-3 Fazit und Highlights 2021 Auch im Jahr 2021 konnte trotz corona bedingter Einschränkungen im betrieb- Öffentliche Sicherheit 1 2020 2021 Übergriffe / Tätlichkeiten gegen Zugbegleiter:innen / Service- und Kontrollteam-Mitarbeiter:innen sowie Mungos-Mitarbeiter:innen 258 347 ohne Verletzung 190 264 mit Verletzung 68 83 Diebstähle an Kunden:innen / Reisende 944 1.343 Sachbeschädigungen ÖBB 2.458 2.852 1 Vorfälle / Unfälle in Österreich. Hinweis: Sachbeschädigungen anstatt Buntmetalldiebstähle, da diese bereits auf einem vernachlässigbaren Wert sind. Nachhaltigkeitsbausteine IMPFKAMPAGNE. Österreichweit wurden an 15 Stand Sicherheit im Konzern Auf der Ebene des ÖBB-Konzerns ist der Arbeitnehmer:innen schutz im Fachausschuss Arbeits- sicherheit und in der Plattform Sicherheit koordiniert. In den Teilkonzerngesellschaften ist auf Basis der jeweiligen gesetzlichen Regelungen die Arbeitssi- cherheit beziehungsweise die Einbindung der Mitarbeiter:innen organisiert. GRI 403-4
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