railaxed - FRÜHLING 2021
„Die Einsiedelei ist ein Ort der Begegnung. Mit sich selbst, den Anderen, der Natur und mit Gott.“ Matthias Gschwandtner Mit Abstand der coolste Eremit: Jazzfan Matthias Gschwandtner erzählte uns von seinen Erfahrun- gen mit der Einsamkeit. 9 railaxed Frühling 2021 Jahre lebte der erste Klausen-Bewohner hier alleine und damals noch wirklich ab- geschieden, ein einfacher Bergbauernsohn aus Embach, ein Franziskaner. Ihm folgten viele weitere Eremiten, deren Existenz von den Menschen rundum gesichert wurde, da Klausner auch die Aufgabe des Feuerwäch- ters übernahmen. Für ihr „Frühwarnsystem“ durch Glockengebimmel gab es Verpflegung frei Haus. Echtheit versus Erlebnishunger Heute dient die letzte bewohnte Eremitage in Europa vielen Urlaubsgästen wie auch Einhei- mischen als Rastplatz der Seele. „Ort der Stil- le“, wird er in der Gemeinde genannt – aber Matthias Gschwandtner hat da andere Pläne: „Ich finde, es ist ein Ort der Begegnung. Mit sich selbst, mit den Anderen, mit der Natur und mit Gott.“ Und eben diese Begegnungen konnte er sechs Monate lang pflegen, bevor er witterungsbedingt seine unbeheizte und karge Unterkunft ohne Strom inmitten von prachtvoller Natur wieder verlassen musste. Wie es kam? Nachdem der aus Belgien stammende Einsiedler Stan Vanuytrecht © Fotos: Best Mountain Artists (links); Nectar and Pulse (Mitte); Michael Geißler (rechts)
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