railaxed - SOMMER 2021
43 railaxed Sommer 2021 Protokoll — Nikolaus Prokop Fotos — Katharina Stögmüller EIN FALL für zwei Michaela Huber: Den 13. März 2020 wer- den wir wohl alle lange nicht vergessen. An diesem Tag wurde erstmals in Öster- reich der Start eines Lockdowns verkündet. Damit war die Corona-Krise, die uns bis heute intensiv beschäftigt, offiziell auch in unserem Land angekommen. Wir haben uns ja im Februar 2020 zum ersten Mal getroffen und diskutiert. Wie hast du dann einen Monat später den Beginn der Coro- na-Krise persönlich erlebt und wie ist es eurer Bewegung Fridays for Future damit ergangen? Lena Köstler: Diese ersten Tage der Corona-Krise waren natürlich für uns alle ein großer Schock. Fridays for Future war immer eine Bewegung, die ihre Stimme auf der Straße hörbar gemacht und damit die Auf- merksamkeit der Menschen und der Medien auf sich gezogen hat – und plötzlich waren die Straßen menschenleer, alle sollten zuhau- se bleiben und die Medien kannten nur noch ein einziges Thema: Corona. Die Herausfor- derung war deshalb für uns groß, uns neue Strategien zu überlegen, wie eine Bewegung, die immer im öffentlichen Raum stattgefun- den hat, die Menschen nun quasi vor dem Bildschirm erreichen kann. Und auch persön- lich war diese Zeit ein großer Einschnitt ins gewohnte Leben: Ich war gerade im letzten Jahr vor dem Wechsel auf eine höhere Schu- le, und es war anfangs völlig unklar, wie ich unter diesen neuen Umständen mein Lern- pensum bewältigen sollte. Und natürlich war auch die Sorge um meine Familie und speziell um meine alleinstehende Großmutter groß. Und wie ist es dir in diesen ersten Wochen der Corona-Krise ergangen? Wie geht es dem Klimaschutz im Corona-Zeitalter? Und was können die ÖBB und junge Generationen gemeinsam für eine grüne Zukunft bewirken? „Fridays for Future“-Aktivistin Lena Köstler und ÖBB Vorständin Michaela Huber diskutieren.
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