railaxed - HERBST 2023
God save Queen! Übermenschlich groß schmückt Freddie Mercurys Bronzeabbild seit 1996 die Ufer promenade von Montreux – seinem letzten Zufluchtsort. Brut“ im Château de Beaulieu und der „Fondation de l'Hermitage“ ist vor allem das Kunstquartier „Plateforme 10“ sehenswert. Das Kantonale Kunstmuseum (MCBA), das mudac und das Photo Elysée präsentieren auf fast 25.000 m² Bildende Kunst, Fotografie und Design. Vom Bahnhof ist es nur eine kurze Talfahrt mit der Vertikalmetro zur Seepromenade von Ouchy, deren großzügige Quais von weitläufigen Parkflächen und imposanten Gebäuden gesäumt werden. Bereits Lord Byron genoss das Ambiente im „Hotel de l'Angleterre“. Palasthotels wie das „Beau-Rivage Palace“ verbinden gekonnt zeitlose Eleganz mit modernem Luxus. Im Olympischen Museum, dem weltgrößten Informationszentrum über die Olympischen Spiele, wird die Geschichte der Spiele von der Antike bis in die Neuzeit multimedial aufbereitet. Zwischen Lausanne und Vevey liegen die imposanten Terrassen des UNESCO- Welterbes Lavaux, dem mit über 800 Hektar Rebfläche größten zusammenhängenden Weinbaugebiet der Schweiz. Enge Gassen, Winzerhäuser und „Pinten“ genannte kleine Restaurants sind charakteristisch für Winzer- dörfer wie Chexbres, Saint-Saphorin und Epesses. Wer die steilen Hänge nicht selbst erklimmen will, kann sich vom Zug in wenigen Minuten von Vevey nach Puidoux bringen lassen. Eine Tour durch die Weinberge mit dem Touristenzug auf Rädern „Lavaux Panoramic“ wird ab Chexbres angeboten. Montreux „If you want peace of mind, come to Mont- reux“, sagte Freddie Mercury über seine Wahlheimat, wo er „Made in Heaven“, sein letztes Album mit der Band Queen, einspielte. Seit 1996 erinnert eine drei Meter große Bronzestatue auf der Uferpromenade an den Ausnahmekünstler. Doch nicht nur er fand in Montreux Ruhe und Inspiration. Kaiserin Elisabeth von Österreich genoss die Mittel- meeratmosphäre des örtlichen Mikroklimas, Igor Strawinsky komponierte hier das Ballett „Le Sacre du Printemps“ und der Casinobrand von 1971 inspirierte Deep Purple zum Hit „Smoke on the Water“. Apropos Weltstars: Seit 2016 ist das Anwesen der Familie Chaplin „Manoir de Ban“ öffentlich zugänglich. In „Chaplinʹs World“ erfahren Fans Interessantes über das künstlerische Schaffen – und das Privatleben – von Sir Charlie Chaplin. Fünf Kilometer südöstlich von Montreux, in Veytaux, liegt auf einem Felsen am Ufer des Genfersees das meistbesuchte historische Gebäude der Schweiz: die mittelalterliche Wasserburg Château de Chillon. Sie diente den Grafen von Savoyen fast 400 Jahre lang als Wohnsitz und höchst einträgliche Zoll- station. Die ältesten Teile des Schlosses entstanden vor etwa 1.000 Jahren. Unter- irdische Gewölbe, Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert und Paradesäle locken jährlich rund 40.000 Besucher:innen an. Wer könnte es ihnen verdenken? • Nicole Makarewicz ist eine Wiener Autorin und Journalistin. Sie sammelt Geschichten, wo immer sie ihr begegnen – ob auf Reisen oder in ihrer Heimatstadt. Denn Spannendes, Skurriles und Sonderbares will erzählt werden. Mit der Zahnradbahn auf den Rochers-de-Naye oder mit dem „GoldenPass Express“ nach Interlaken? In Montreux werden Reiseträume wahr. Zug um Zug Panorama de luxe: Freie Sicht ist im „GoldenPass Express“ von Montreux nach Interlaken garantiert. G emütlich zum Gipfel auf 2.000 Metern Höhe? Mit der Zahnradbahn ist das in 55 Minuten möglich. So lange dauert die Fahrt von Montreux auf den Rochers-de-Naye. Mehr als 1.600 Meter Höhenunterschied überwindet die Bahn bei ihrem Aufstieg. Vom Ufer des Genfersees führt die Strecke, die mit zunehmender Höhe immer enger am Hang entlangführt, vorbei an Feldern, Dörfern und Wäldern. Oben lädt ein Murmeltiergehege zur Beobachtung der putzigen Nagetiere ein, und im 1896 angelegten Alpengarten „La Ramber- tia“ sind bis Ende September über 1.000 Alpenpflanzen- und -blumenarten zu sehen. Vom Gipfel des 2.042 Meter hohen Rochers- de-Naye bietet sich ein grandioser Panorama- blick auf die Schweizer und Französischen Alpen – vom Eiger bis zum Mont Blanc. Infos: swissrailways.com/de/products/ excursionrochersdenaye M ehr Ausblick ist kaum möglich: Extra- große Panoramafenster bieten freie Sicht auf die vorbeiziehende Landschaft. Von Montreux geht die Reise über Montbovon, Château-d’Oex und Gstaad bis nach Inter- laken – vorbei an terrassierten Weinbergen, charmanten Chalets, malerischen Dörfern, Wiesen, Almen und Bergen. Bis zu viermal täglich verkehrt der „GoldenPass Express“ auf einer der schönsten Zugstrecken der Schweiz – und zwar ohne Umstieg. Dank eines innovativen variablen Drehgestells sind die unterschiedlichen Spurweiten der jeweiligen Streckenabschnitte endlich kein Problem mehr. Luxuriös und mit besonders viel Privatsphäre reist es sich in den um 180 Grad drehbaren Ledersitzen der „Prestige“-Klasse. Für zusätzliche Genuss- momente sorgt das kulinarische Angebot. Infos: gpx.swiss/de Zahnradbahn GoldenPass Express Ein Ticket für (fast) alle Öffis in der Schweiz: Der Swiss Travel Pass bietet Tourist:innen die Möglichkeit, auf 29.000 Bahn-, Auto- bus- und Schiffs kilometern die ge samte Schweiz günstig zu bereisen. Zudem gibt es kostenlosen Eintritt in über 500 Schweizer Museen. Infos und Buchung unter oebb.at/ swisstravelsystem Tipp Hoch hinaus geht es mit der Zahnradbahn von Montreux auf den Rochers- de-Naye. 28 29 railaxed Herbst 2023 Foto: Switzerland Tourism/Markus Buehler-Rasom, © Illustration: Blagovesta Bakardjieva, carolineseidler.com Fotos: Swiss Travel Systems AG (großes Foto), Switzerland Tourism (kleines Foto)
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