railaxed - FRÜHLING 2024
Elektro- und Bautechnik haben viele Facetten: Bei der ÖBB Infrastruktur fanden Vanessa und Dominko ihren Traumberuf im Bereich Streckenmanagement und Anlagenentwicklung. Auf diesen Job kann man bauen! Text – Janina Lebiszczak Fotos – ÖBB/wexplore er die Welt verändern möchte, muss selbst mit anpacken. Und dieser Drang nach Mitgestaltung macht sich manchmal schon im Kinderzimmer be- merkbar. Legosteine? Die allein konnten Vanessa Markart, heute 24, bereits in sehr jungen Jahren nicht zufriedenstellen: Sie entwarf und baute ihre Spielhäuser aus Karton einfach selbst – ein Talent, das sie bis in die Gegenwart begleitet. Der Geschäftsbereich Streckenmanagement und Anlagenentwicklung (SAE) ist einer der größten innerhalb der ÖBB- Infrastruktur AG. Knapp 6.000 Beschäftigte machen es mit Inspektionen, Wartungen und Entstörungen, aber auch mit Baumaßnahmen und stetigen Optimierungen möglich, dass das Schienennetz für den Bahnverkehr sicher und verlässlich zur Verfügung steht. Vanessa ist eine davon. „Ich wusste eigentlich immer schon, dass ich irgendetwas im Bauwesen machen möchte. Mich hat fasziniert, was da alles zusammenspielt – und auch die Möglichkeit zur aktiven Mitbestimmung“, erinnert sie sich. Nach dem Abschluss an der HTL mit Spezialisierung in Tiefbau und Infrastrukturwesen arbeitete sie als Technikerin bei einer Baufirma und anschließend in einem Planungsbüro, bevor sie eine drei- monatige Ausbildung am ÖBB Bildungscampus in St. Pölten absolvierte und ihren Tätigkeiten als Projektleiterin nachgehen konnte. Auch ihr Kollege Dominko Hrgić, 26, gehört zu den Frühberufenen – er assistierte schon als Junge dem Vater bei handwerklichen Arbeiten und entschloss sich später zu einem Karrierestart als Elektriker, dann ging es in die Energieplanung und weiter zur Bahn. Vom Reißbrett in die Realität Heute können beide ihre Begabungen vollends ausleben, und zwar im ÖBB SAE Headquarter Region West – beide Quereinsteiger:innen und davon überzeugt, nun den Job gefunden zu haben, der sie erfüllt und bereichert. Inspek- tions-, Wartungs-, Bau- und Instandsetzungs- tätigkeiten von Bahnstrom- und Energie- technikanlagen, die Planung und Errichtung ebendieser und die dazugehörige Bauüber- wachung, das alles erfordert natürlich mehr als nur bequeme Bürotätigkeiten. Vanessa ist seit 2023 auch für Tragwerkneubauten und Sanierungen zuständig, organisiert den Umbau in Stationen und Bahnhöfen und überwacht die von ihr geplanten Baustellen vor Ort. Sogar das jeweilige Team stellt die junge Frau selbst zusammen: „Es macht unglaublich viel Freude, den Prozess von der Planung bis zur Um- setzung zu begleiten und zu beobachten, wie ein Projekt wächst und realisiert wird – ohne den laufenden Betrieb zu stören, versteht sich. Zuletzt war ich federführend bei der Sanierung der Arlbergbahnstrecke mit an Bord, nun folgt unter anderem eine Brücke im Brixental. Ein gewisses Durchsetzungs- vermögen sollte man schon mitbringen, zugleich teamfähig sein und auf Augenhöhe kommunizieren können – natürlich auch mit den Menschen, die in der Nähe der Arbeiten wohnen. Herumrennen wie ein aufgescheuchtes Hendl sollte man nicht, das steckt nur alle an.“ Dominko, der vor allem für den Bereich der Energieversorgung und Bahnstromanlagen verantwortlich ist, be- stätigt und ergänzt: „Solche sozialen Kompe- tenzen sind auf jeden Fall ebenso wichtig wie W Spannend: Das Energienetz der ÖBB Infrastruktur ist umfangreich und kraftvoll. 15.000 Volt fließen durch die Bahn-Oberleitungen. Alles im Griff: Vanessa und Dominko an ihrem liebsten Arbeitsplatz – entlang der Strecke. Gutes Teamwork ist Voraussetzung und Frischluft garantiert. „Ich will Frauen dazu ermutigen, den Schritt in einen techni- schen Beruf zu wagen.“ Vanessa Markart 51 railaxed Frühling 2024 Jobporträt 50
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