railaxed - FRÜHLING 2025
28 29 railaxed Frühling 2025 Fotos: CWE/Ernesto Uhlmann (Bild 1 und 4), Chemnitz 2025 GmbH/Nasser Hashemi (Bild 2), Chemnitz 2025 GmbH/Ernesto Uhlmann (Bild 3, 5 und 6) 1. Roter Turm Als Teil der Stadtbefestigungsanlage ist der vermutlich im 12. Jh. errichtete Turm das älteste noch erhaltene Bauwerk der Stadt. 2. Theaterplatz Er wird vom König-Albert-Museum, dem Opernhaus, der Petrikirche und dem „Hotel Chemnitzer Hof“ umrahmt und dient zudem als Kulisse für Open-Air-Veranstaltungen. 3. Karl-Marx-Monument Das Chemnitzer Wahrzeichen, lokal liebevoll „Nischel“ genannt, ist ohne Sockel 7,1 Meter hoch und 40 Tonnen schwer – und damit die zweitgrößte Porträtbüste der Welt. 4. Innenstadt Im Herzen der Stadt: Nicht nur im Sommer ist der Brunnen an der Stadthalle gleich beim Roten Turm ein beliebter Treffpunkt. 5. Bunte Esse 302 Meter misst Daniel Burens Arbeit „7 Farben für einen Schornstein“ und macht die „Lulatsch“ genannte Esse zum mög- licherweise höchsten Kunstwerk der Welt. 6. Stadtbad Von Fred Otto 1925 im Stil des Neuen Bauens entworfen, gehörte es einst zu den größten und modernsten Hallenbädern Europas. Best of Chemnitz 1 2 5 6 Auf nach Chemnitz Von Wien und Linz aus erreicht man die europäische Kulturhauptstadt 2025 am besten mit Umsteigen in Regens- burg und in der Saalestadt Hof. Aus Westösterreich empfiehlt sich hingegen eine Anreise via München und Leipzig. Tipp 4 Die sächsische Stadt zeichnet mehr aus als ihre über 200-jährige Industriegeschichte. 2025 steht sie als Kulturhauptstadt Europas im Rampenlicht. Chemnitz, die Übersehene Text – Nicole Makarewicz ie ehemalige Industriemetropole kann sich sehen lassen: 2025 werden unter dem Motto „C the Unseen“ 150 Projekte und 1.000 Veranstaltungen wie etwa der Kunst- und Skulpturenweg „Purple Path“ verwirklicht. Sehenswert ist auch das Doppelrathaus. Hier trügt der Schein: Das Neue Rathaus (1911 fertiggestellt) überstand 1945 als einziges Innenstadtgebäude die Luftangriffe und sieht deshalb älter aus als sein Pendant, das ursprünglich im 15. Jahrhundert erbaut wurde. Die 48 Glocken seines Turmglockenspiels werden von Hand gespielt. Eine tolle Aussicht bietet der Hohe Turm (auch: Jakobikirchturm). Das älteste Wahrzeichen der Stadt ist allerdings der Rote Turm. Als Bergfried konzipiert, diente er später als Gefängnis. Seit 2007 ist er auf dem Spielbrett der deutschen Monopoly-Ausgabe abgebildet. Einer der schönsten Plätze der Stadt ist der Theater- platz. Hier befinden sich im König-Albert-Museum Teile der Kunstsammlungen. Den Fokus auf Kunst um 1900, den Expressionismus und die Neue Sachlichkeit legt das Museum Gunzenhauser. Im Naturkundemuseum im „Tietz“ ist der etwa 290 Mio. Jahre alte „Versteinerte Wald“ ausgestellt. Denkmalgeschützte Bauten, noble Villen und ein unterirdisches Netz aus Gewölbegängen: Der Kaßberg ist ein sehenswertes Jugendstil- und Gründerzeitviertel, und auch das Schlossviertel mit seinen Fachwerkhäusern lohnt einen Besuch. Der berühmteste Kopf der Stadt ist das 1971 ein- geweihte Karl-Marx-Monument. Trotz – oder aufgrund – seines grimmigen Gesichtsausdrucks ist er ein beliebtes Fotomotiv. Der Kreis schließt sich im Industriemuseum, wo Meilensteine der industriellen Entwicklung präsentiert werden. • D 3
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