railaxed - FRÜHLING 2025

wert. Sie führt vorbei an der Donau City mit ihrer modernen Skyline und der erdbeben- sicheren UNO-City, seit 1979 Sitz der Vereinten Nationen. Zeit an der Alten Donau zu ver- bringen, ist zu jeder Jahreszeit ein Gewinn. Beim Spazierengehen, Bootfahren oder einem Besuch des Donauturms samt Schmalspurbahn, Spiel- und Sportplätzen im weitläufigen Park zeigt sich die Stadt von ihrer beschaulichen Seite. In Kaisermühlen kann man sich eines der besten Gelati der Stadt im Eissalon „Trento“ am Schütt- auplatz 2 gönnen. Ein weiterer Insidertipp im 22. Bezirk sind die Blumengärten Hirschstetten, die mit Palmenhaus und, sofern man Glück hat, Äffchensichtung sowie unterschiedlich gestalte- ten Parkabschnitten eine perfekte Ruheoase sind. Liebe geht durch den Magen Wiener Schnitzel, Kotelett, Gulasch, Kraut- fleisch, Letscho, Geröstete Knödel mit Ei, Gebackene Champignons mit Sauce Tartare: Auf der Speisekarte des „Gasthaus Quell“ in der Reindorfgasse 19 im 15. Bezirk findet sich alles, was das Herz jener begehrt, die nach traditioneller Hausmannskost suchen. Das Interieur ist typisch für einen „Wiener Wirt’n“ und diese Art der Gemütlichkeit ist nicht mehr allzu häufig zu finden. Die Lage ist ideal bei An- oder Abreise vom Westbahnhof oder nach einem ermüdenden Shoppingtrip über die „Mahü“, die Mariahilfer Straße mit all den internationalen und lokalen Stores, die sich vor allem in den Seitengassen finden. Eine empfehlenswerte Neuentdeckung, die Ende letzten Jahres eröffnete, ist das Restaurant „Neo Masa“ mit türkischer Fusionsküche im dritten Bezirk, genauer gesagt, Am Heumarkt 3. Diese Adresse lässt sich gut mit einem Ver- dauungsspaziergang im Stadtpark oder einem Besuch im nahe gelegenen „MAK – Museum für angewandte Kunst“ verbinden. Wer Märkte liebt, wird in Wien ebenfalls nicht enttäuscht. Neben dem Naschmarkt und dem Karmeliter- markt ist der Ottakringer Brunnenmarkt ein MICHAELA HOCEK Zur Person Als Journalistin und Mit- autorin dieses Magazins ist sie viel unterwegs, aber die bereits mehr- mals zur lebenswertes- ten Stadt der Welt ge- kürte Metropole würde sie nie dauerhaft ver- lassen. Hier ist immer was los, Neueröffnun- gen kultureller und kuli- narischer Art halten auf Trab und es gibt viele erholsame Hotspots im Grünen und am Wasser. Donauturm mit Park, moderne Skyline und Alte Donau mit Gastronomie am Wasser: Wer Wien sagt, sollte auch Transdanubien sagen. Oder noch besser: besuchen. Tipp. Hier verführen Marktschreier:innen und orientalische Köstlichkeiten zu Impulskäufen und Verkostungen. Der Besuch eines der Restaurants am dazugehörigen Yppenplatz ist zu empfehlen. Ach ja, und dann ist da noch die Sache mit dem Würstelstand. Diese Wiener Institution wurde 2024 als im- materielles UNESCO-Kulturerbe anerkannt. Zu Recht, denn es gibt an jeder Ecke welche, mehr oder weniger originell. Um nur einige Beispiele zu nennen: Der „Bitzinger“ vor der Albertina serviert auch Champagner. Bei „Alles Wurscht“ am Börseplatz gibt es Getrüffeltes, Fermentiertes, Lammbosna und den legendären Fischfreitag. Beim „Scharfen René“ am Schwarzenbergplatz können die Grenzen des Geschmackssinns ausgetestet werden. In der Josefstädter Pfeilgasse 1 befindet sich der erste bio-zertifizierte Wiener Würstelstand, der auch Veganes anbietet. Bei „eh scho wuascht“ am Zentralfriedhof könnte der Name nicht besser gewählt sein. Die Fahrt mit dem „71er“ lohnt sich. Ich denke, es gibt nicht viele Friedhöfe, die Themenführungen, einen kultigen Shop, Laufstrecken sowie eine Vielzahl an Wildtieren zu bieten haben. Blick in den Kalender Für alle, die sich jetzt bereits in der Wien- Urlaubsplanung befinden, noch schnell ein paar Termine, die interessant sein könnten: Von 27. bis 30. März findet der „26. Steier- mark-Frühling“ am Rathausplatz statt. Von 9. bis 11. Mai können beim „Genussfestival im Stadtpark“ allerhand Schmankerl und Weine verkostet werden. Die „Wiener Festwochen“ erwarten Kulturinteressierte von 16. Mai bis 22. Juni und das diesjährige Donauinselfest geht bei freiem Eintritt von 20. bis 22. Juni über die Bühne(n). Zu guter Letzt noch ein Tipp, für alle, die Wien nicht auf eigene Faust erkunden möchten: Stadtführer Michael Würzelberger (michaelrootsinvienna.at ) zaubert bei seinen Führungen allerhand historisches Wissen, architektonische Feinheiten, Wiener Schmäh sowie fast vergessene „Bonmotscherln“ der guten alten Zeit aus adeligen und diplomati- schen Kreisen aus seinem Hut. Woher ich das weiß? Tja, ein Tête-à-Tête mit ihm und einigen anderen Wissbegierigen im Cottage- viertel in Döbling haben mich staunen, lachen und Wien noch ein wenig mehr lieb haben lassen. • Die anmutig im Resselpark thronende Karlskirche ist eine Schönheit von außen wie innen. Richtig gut und bodenständig gegessen wird in Gesellschaft von „echten Wienern“ im Gasthaus Quell. Das Museumsquartier ist reich an Kunst und Kultur und außerdem ideal, um nahe der Einkaufsmeile Mariahilfer Straße zu verweilen. Das Johann Strauss-Jahr 2025 jährt sich der Ge- burtstag des Komponisten Johann Strauss zum 200. Mal. Aus diesem Anlass sind in Wien 65 Produktionen und drei Ausstellungen an 69 Orten zu sehen. Um den Walzer- könig zu feiern, findet ganzjährig ein facetten- reiches Jubiläums- programm in zehn Genres vom klassischen Konzert über Schauspiel, Tanz, Film, Performances bis zum Zirkus statt. Infos: johannstrauss2025.at Weitere Tipps für das vielseitige Wien finden Sie auf railaxed.at 32 33 railaxed Frühling 2025 Fotos: Martina Krejca (Porträt), Dedejan/Shutterstock (großes Foto), Content Creation GmbH/Leander Höfler Fotos: © WienTourismus/Paul Bauer, Content Creation GmbH/Leander Höfler

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