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Sisis letzte Station A m 10. September 1898 wollte die damals 60-jährige Kaiserin am Genfersee nach Territet bei Montreux übersetzen – diese Reise sollte sie niemals antreten. Auf der Uferpromenade stürzte sich ein Attentäter auf sie, nach dem Zusammen- prall brach sie auf dem Schiff zusammen, das Herz von einer Feile durchbohrt. Zuvor symbolisierte Genf für Sisi allerdings pure Lebenslust, wie auch das Buch „Sisis Zuflucht. Kaiserin Elisabeth und die Schweiz“ belegt. Bei seinen Recherchen durch- stöberte der Autor Michael van Orsouw ihre persönlichen Fotoalben, eines davon ist allein der Genfersee-Region gewidmet. Es zeigt, dass sie die Kulisse des Mont Blanc liebte, dass sie die Kathedrale Saint-Pierre und den Jardin anglais besuchte, ebenso sind das Genfer Brunswick- Monument und die Statue von Rousseau auf ihren Bildern festgehalten. Heute erinnert in ihrer liebsten Unterkunft, dem noblen Hotel „Beau Rivage“, eine Sisi-Suite an den berühmten Gast. Infos: beau-rivage.com Sprungbrett in den Süden und Sehnsuchtsort: Auf Schloss Miramare bei Triest konnte Sisi ihre Liebe zum Meer ausleben. So nah ist man Sisi selten: In den Prunkräumen ihres ungarischen Lieblings- schlosses ist ihr Geist noch spürbar. Barockes Krönungsgeschenk: Schloss Gödöllő bei Budapest ist auch als das „ungarische Versailles“ bekannt. Genf als letzte Station: Die Kathe- drale Saint-Pierre hielt bereits Sisi fotografisch fest. Auch im Hotel „Beau Rivage“ (unten) kann man sich ihr nahe fühlen. S isi liebte das Meer und sie liebte die Freiheit. Und wie bei so vielen Menschen soll ihr diese Liebe sprichwörtlich unter die Haut gegangen sein. Auch wenn es nicht wissenschaftlich belegt ist, fasziniert allein die Vorstellung: Ihre linke Schulter soll in späten Jahren ein kleines Anker- Tattoo geziert haben. Triest war für die Kaiserin der Startpunkt vieler ihrer Seereisen, in der Nähe des Bahnhofs steht deshalb ein Denkmal zu ihren Ehren. Während ihrer Zeit in Italien residierte sie mal mit, mal ohne den blaublütigen Gatten vor den Toren der Stadt im Schloss Miramare. Heute ist es öffentlich zugänglich, Meerblick inklusive. In Südtirol widmete sie sich vor allem der Gesundheit: Nach ihrer Anreise mit der neu in Betrieb genommenen Brennerbahn bezog Sisi mit ihrer Tochter Marie Valerie im Jahr 1870 erstmals Schloss Trauttmansdorff in Meran. So erlangte das schöne Städtchen schließlich Weltruhm als Luftkurort. Auch Schloss Gödöllő, das „ungarische Versailles“, war eine Herzensdestination: Das größte Barockschloss des Landes liegt 30 Kilometer von Budapest entfernt und war das Krönungs- geschenk an Franz Joseph und Elisabeth. Eingeschworenen Fans wird auffallen, dass einige der Prunkräume in kräftigem Violett gehalten sind – ganz wie Sisis angeblicher Lieblingsblume, dem Veilchen. Infos: kiralyikastely.hu Elisabeths Europa Tipp : Nach Triest gelangt man täglich direkt mit dem Eurocity ab Wien Hbf. 42 Fotos: Marco Milani/PromoTurismo FVG (Foto oben), visithungary.com/Bata Tamás (Foto Mitte) kiralyikastely.hu (Foto unten) Fotos: Genève Tourisme/Andre Meier (großes Foto), Hotel Beau-Rivage Genf (kleines Foto)

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