railaxed - FRÜHLING 2025
ernweh? Aye! Wir haben einen Bahn- reisetipp, der nachhaltig inspiriert: Im Frühjahr erwachen die West High- lands Schottlands mit einer Symphonie aus Farben zu neuem Leben. An geschützten Hängen erscheinen die ersten Primeln, in den Senken leuchten die weißen Köpfchen des Wollgrases hervor. Das Highlight des Highland- Frühlings sind allerdings die wilden Narzissen, die ganze Wiesen in ein strahlendes Gelb tauchen. Die Bergbäche rauschen mit neuer Kraft durch die Glens, die Waldböden bedeckt ein Teppich aus Blausternen. Die Tierwelt wird ebenfalls aktiv: Die charakteristischen Highland- Kühe grasen mit ihren Kälbern auf den Weiden, in den Bergen kann man Rothirsche beobachten. Das Wetter ist nun ein ständiger Dramaturg, der den West Highlands einen besonderen Zauber verleiht. Apriltypische Regenschauer wechseln sich mit satten Sonnenmomenten ab, was zu spektakulären Regenbögen über den Lochs führt. Diese uralte Wildnis wurde von Gletschern F der letzten Eiszeit geformt, die tiefe Täler und die charakteristischen „Munros“ – das sind Berge über 3.000 Fuß (ca. 914 Meter) – hinter- ließen. Durch das Terrain schlängelt sich die eingleisige West Highland Line, eine der spektakulärsten Eisenbahnstrecken der Welt, wie ein stählernes Band. Als sie 1894 eröffnet wurde, markierte dies einen Wendepunkt für die abgeschiedene Region. Beim Bau musste man mit großer Ingenieurskunst ebensolche Herausforderungen meistern – vom sumpfigen Moorland bis hin zu schroffen Felswänden. Fertiggestellt brachte sie dann nicht nur Handel und Verbindung zur Außenwelt, sondern ermöglichte auch den aufkommenden Touris- mus des viktorianischen Zeitalters. Vom Trossachs Nationalpark an den Loch Lomond Noch heute durchqueren die ScotRail-Züge ein Terrain, das sich seit Jahrhunderten kaum verändert hat. Die Reise beginnt in Glasgow, dessen Bahnhof Queen Street mit seiner gewaltigen Glaskuppel einen würdigen Auftakt bildet. Kaum hat der Zug die Stadt verlassen, taucht er in die grüne Wildnis der Trossachs ein. Der Nationalpark beherbergt nicht nur den Ben A’an, dessen pyramidenförmiger Gipfel ein ideales Ziel für Wandertouren ist, sondern auch die Falls of Dochart – eine Kaskade von Wasserfällen, die sich durch die kleine Ort- schaft Killin schlängeln. Die Bahnstrecke führt weiter zu den Ufern des Loch Lomond, Schott- lands größtem See, in dem sich der imposante Ben Lomond spiegelt, während der Zug das Ufer entlangrattert. Der „West Highland Way“, Schottlands berühmtester Fernwanderweg, begleitet hier die Bahnstrecke. Eine besonders reizvolle Etappe führt von Ardlui nach Inverarnan Glenfinnan El ipsant acepta digenda ec- tatio nsequi volupta turemol uptiore con exere excerum Glasgow ipsant acepta digenda ec- tatio nsequi volupta turemol uptio- re con exere excerum Sanfte Hügel, tiefblaue Seen und wilde Moore vereint in einer der eindrucksvollsten Landschaften Europas: Die West Highlands von Schottland sind ein Naturgemälde, das man auf Schiene erobern kann. Text – Janina Lebiszczak Start mit Stil: Ab Glasgow fahren die „ScotRail“-Züge auf der legendären „West Highland Line“. Zeitreisen leicht ge- macht: Der Dampf- zug „The Jacobite“ auf dem berühmten Glenfinnan-Viadukt. Schottlands wilde Schönheit Ikonischer A blick: Dieses alte Schiff wrack kann man am Strand von Fort William bestaunen. Tipp Von den Lowlands in die Highlands: 155 abwechslungsreiche Kilometer ist der Fernwanderweg „West Highland Way“ lang. Dank der guten Anbindung kann man auch nur einzelne Etappen absolvieren. Infos: visitscotland.com 44 Bahnabenteuer railaxed Frühling 2025 Fotos: VisitScotland/Kenny Lam (Foto oben), Wirestock Creators/stock.adobe.com (Foto unten) Fotos: VisitScotland/Kenny Lam (kleines Foto), JAREK SOLTYS/stock.adobe.com (großes Foto)
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