railaxed - FRÜHLING 2026

Good News HISTORISCHER MEILENSTEIN. Nach mehr als 20 Jahren Verhandlungen ist der internationale Hochseevertrag zum Schutz der Weltmeere endlich in Kraft getreten. Er schafft erstmals verbindliche Regeln zum Schutz der biologischen Vielfalt in jenen Meeresgebieten, die außerhalb nationaler Hoheitsgewässer liegen. Bislang steht nur rund ein Prozent der Hochsee unter Schutz. Das Abkommen ebnet nun den Weg, die geschützte Fläche bis 2030 auf 30 Prozent auszuweiten – ein entscheidender Schritt für den Erhalt der Ozeane als größtes Ökosystem der Erde. Infos: imo.org Hoffnung für die Hochsee Winzig, wild, wichtig Vorarlberg fährt voran D as westlichste Bundesland setzt im Regionalbusverkehr konsequent auf emissionsfreie Mobilität. Bereits mit Anfang 2026 ist jeder dritte Linienbus elektrisch unterwegs – so viele wie in keinem anderen Bundesland. Rund 100 E-Busse stehen schon im Einsatz, mehr als die Hälfte davon von ÖBB Postbus. Die moderne Garage in Wolfurt zählt zu den größten Lade- und Servicestandorten für E-Busse in Österreich. Infos: vmobil.at Grüne Jobs mit Zukunft achhaltigkeit hat den Sprung aus der Nische längst geschafft. Was einst als Idealismus belächelt wurde, entwickelt sich zunehmend zu einer tragenden Säule des Arbeitsmarktes. Auch eine Analyse von Deloitte Österreich und dem Green Tech Valley Cluster zeigt: Grüne Jobs etablieren sich und sorgen in naher Zukunft für viele neue Arbeits- plätze mit ökologischem Fokus. Besonders junge Menschen fühlen sich von diesen Berufen angezogen. Für sie zählen nicht nur Jobsicherheit, sondern auch Sinnhaftigkeit. Gefragt sind vor allem Tätigkeiten, die einen positiven Beitrag für Umwelt und Gesellschaft leisten. Starkes Signal des Wandels Ob erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität oder Kreislaufwirtschaft – Green Jobs verbinden Zukunfts- technologien mit dem guten Gefühl, Teil der Lösung zu sein. „Laut unseren Hochrechnungen könnten in den nächsten Jahren hierzulande bis zu 100.000 neue Arbeitsplätze mit Nachhaltigkeitsfokus entstehen. Das ist eine riesige Chance“, sagt Juliana Wolfsberger, Expertin für Future of Work bei Deloitte Österreich. Gleichzeitig zeigt sich: Gerade diese Jobs sind oft schwer zu besetzen. Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften ist hoch, das notwendige Know-how häufig interdisziplinär – und damit besonders gefragt. Weiteres Potenzial liegt bei den Frauen. Noch sind sie in Green Jobs, vor allem in technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen, unterrepräsentiert. Dabei bieten nachhaltige Berufe beste Voraussetzungen für neue Karrierewege: Sie sind zukunftsorientiert, gesellschaftlich relevant und oft mit flexiblen Arbeitsmodellen verbunden. Mehr Sichtbarkeit, gezielte Förderung und starke Vorbilder könnten hier viel bewegen. ÖBB mit Bewerbungsrekord Den Trend zu Green Jobs können auch die ÖBB bestätigen. Beim größten Klimaschutzunternehmen Österreichs gab es 2025 so viele Bewerbungen wie noch nie. Ein weiterer entscheidender Faktor für das große Interesse ist die Sicherheit in Bezug auf den Arbeitsplatz. 5.439 neue Mitarbeiter:innen wurden aufgenommen, darunter 760 Lehrlinge – ebenfalls ein neuer Rekord. Heuer werden 4.000 neue Mit- arbeiter:innen gesucht: karriere.oebb.at N Bewerbungen gab es 2025 bei den ÖBB. 140.000 Text – Janina Lebiszczak Gut für die Menschen, gut für die Umwelt: Auf diesen Seiten präsentieren wir positive Nachrichten aus Österreich und Europa sowie nachhaltige Strategien für ein besseres Morgen. Kleiner Jäger, große Bühne. Jedes Jahr wird mit der Wahl zum „Tier des Jahres“ auf bedrohte und oft übersehene Arten aufmerksam gemacht. Für 2026 steht in Österreich das Mauswiesel im Mittelpunkt. Als kleinstes heimisches Raubtier spielt es eine wichtige Rolle im Öko- system, etwa bei der Regulation von Mäusepopulationen. Besonders der Verlust strukturreicher Lebensräume sowie die intensive Landwirtschaft setzen ihm zunehmend zu. Trotzdem ein Mauswiesel gesichtet? Der Naturschutzbund bittet um Beobachtungen auf seiner Citizen-Science- Plattform. Infos: naturbeobachtung.at 10 11 railaxed Frühling 2026 Fotos: Zephyr_p/Shutterstock (Foto links), ÖBB/Lukas Leonte (großes und kleines Foto) Fotos: ÖBB/wexplore (Foto rechts oben), Stefan Weber (Foto unten)

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