railaxed – SOMMER 2026

Malerische Landschaften, pittoreske Holzkirchen und geschichtsträchtige Städte erwecken den Eindruck, dass die Zeit im Osten der Slowakei ein bisschen langsamer verstreicht als anderswo. Weit, wild und wunderbar Text – Nicole Makarewicz Aussicht mit Geschichte: Die Zipser Burg (Spišský hrad) diente bereits als Kulisse in Fantasyfilmen. K ošice (Kaschau), die rund 400 Kilometer östlich von Bratislava gelegene „Hauptstadt“ der Ost­ slowakei, war 2013 Europäische Kulturhauptstadt. Mancherorts atmet Košice noch das Flair der HabsburgerMonarchie, doch die Geschichte der zweitgrößten slowakischen Stadt lässt sich bis ins Jahr 1230 rückdatieren. Jahrhundertelang war Košice eines der größten Handelszentren des Königreichs Ungarn. In der denkmalgeschützten Altstadt finden sich Jugendstilgebäude und ehemalige Adelspaläste ebenso wie der Hauptplatz, der als einer der schönsten Plätze des Landes gilt, das klassizisti­ sche Rathaus und die größte Kirche des Landes. Bis 1508 wurde am gotischen Elisabethdom gearbeitet, der allerdings nie vollendet wurde. Vielleicht lag das daran, dass einer der Bau­ meister ziemlich nachtragend war: Von den 52 die Kathedrale schmückenden Wasserspeiern trägt nur ein einziger ein menschliches Antlitz. Angeblich soll es sich um eine Darstellung der Gattin des besagten Baumeisters handeln, die dieser für ihren übermäßigen Weingenuss bestrafen wollte. Denn fortan sollte nur noch Wasser ihre Kehle benetzen. Von Schätzen und Henkern Die Wasserfontänen des „Singenden Brunnens“ beim Stadttheater, der sobald es dunkel wird, illuminiert ist, tanzen im Rhythmus der stündlich erklingenden klassischen Musik. Im Ost­ slowakischen Museum kann der 11,5 kg schwere Goldschatz von Košice bewundert werden, der u. a. aus 2.920 Dukaten besteht und zu den bedeutendsten Goldfunden Europas zählt. Außerdem zu sehen gibt es Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung, die 23 railaxed Sommer 2026 22 Foto: Slovakia Travel Slowakei

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