railaxed – SOMMER 2026
Nicole Makarewicz ist eine Wiener Autorin und Journalistin. Sie sammelt Geschichten, wo immer sie ihr begegnen – ob auf Reisen oder in ihrer Heimatstadt. Denn Spannendes, Skurriles und Sonderbares will erzählt werden. Dominieren das Zentrum von Košice: der Elisabethdom und die Michaelskapelle. Das Rathaus und der Dom des Heiligen Jakob in der Altstadt von Levoča, die zum UNESCO-Welterbe zählt. Architektonische Schmuckstücke: Holzkirchen wie die hier abgebildete Artikularkirche in Hronsek. Die Altstadt Prešovs erzählt vom früheren Reichtum des ehemaligen Salz- und Opalhandelszentrums. Henkerbastei, in der dereinst Gefangene festgehalten und mitunter auch hingerichtet wurden, sowie den verspielt wirkenden neogotischen Jakab-Palast mit seinen vielen kleinen Türmen und grünen Dächern. Barmherzigkeit, Buchen und Bisons Weiter geht es nach Prešov. Hier ergeben polnische, ukrainische und ruthenische Einflüsse eine ganz spezielle kulturelle Mischung. Besonders sehenswert sind die Kirche des Hl. Nikolaus aus dem 14. Jahr hundert, der Rákóczi-Palast und der historische Hauptplatz. Ein Abstecher nach Bardejov (Bartfeld) lohnt sich allein schon wegen der als UNESCO-Welterbe gelisteten mittelalterlich geprägten Altstadt. Die bekannteste Sehens würdigkeit ist die dreischiffige gotische Basilika St. Ägidiu mit ihren elf Flügelaltären aus dem 14. und 15. Jahrhundert, von denen der Seitenaltar „Geburt des Herren“ der wertvollste ist. Am Altar der Heiligen Barbara steht der „Stuhl der Barmherzigkeit“, der als eines der wichtigsten Werke der slowakischen Schnitz kunst gilt. Wenige Kilometer entfernt befindet sich der zur Zeit der Habsburgermonarchie bei gekrönten Häuptern wie Kaiserin Sisi und Zar Alexander II überaus populäre Kurort Barde jovské Kúpele (Bad Bartfeld). Ausgehend von Snina oder Stakčín lässt sich der Nationalpark Poloniny erkunden, in dessen Buchenurwäldern die mit bis zu 54 Metern höchsten Buchen der Welt wachsen. Und wer weiß, vielleicht zeigt sich auch ein Wisent, der europäische Bison. Vor allem entlang der polnischen Grenze finden sich alte Holzkirchen, von denen acht zum slowakischen UNESCO-Welterbe zählen und mit Zwiebeltürmen und prunkvollen Ikonenwänden verzaubern. Groß, größer, großartig Auch die Altstadt von Levoča (Leutschau) ist UNESCO-Welterbe. Kein Wunder, wurde die Stadt doch als „funkelndster Stein in der Zipser Krone“ gerühmt. Hier befindet sich in der Jakobskirche der mit 18,62 Metern höchste gotische Flügelaltar der Welt. Etwa fünfzig Bürger- und Patrizierhäuser säumen den rechteckigen Marktplatz – von ihnen sticht das Thurzo-Haus mit seiner Sgraffito-Fassade besonders ins Auge. Zum Fest Mariä Heim suchung Anfang Juli pilgern jährlich Tausende zur Basilika auf dem Marienberg (Mariánska hora), einem der ältesten slowakischen Wallfahrtszentren. Drachenherz und Vatikan Weithin sichtbar, imposant und ikonisch ist die Zipser Burg (Spišský hrad), die im Jahr 1120 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Sie zählt zu den größten hochmittel alterlichen Burganlagen Mitteleuropas und fungierte schon in etlichen Filmen – etwa in „Dragonheart“ – als Co-Star. Zu ihren Füßen liegt das beeindruckende Zipser Kapitel, das gerne als „Zipser Vatikan“ bezeichnet wird. Kežmarok (Käsmark), die wichtigste Stadt der Zips, lockt nicht nur mit einem wunderschönen Altstadt-Ensemble, sondern auch mit dem „Festival des Europäischen Volkskunsthandwerks“, das jeweils am zweiten Juliwochenende stattfindet. Fotos: Mazur Travel/Shutterstock (oben links), Slovakia Travel (oben rechts), Slovakia Travel/Martin Šopinec (unten) 24 25 railaxed Sommer 2026 Fotos: Sina Ettmer Photography/Shutterstock (oben), © Illustration: Blagovesta Bakardjieva, carolineseidler.com
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