ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht

99 Konzern- lagebericht Öst erreichische Bundesbah nen-Holding Aktiengesellscha ft Konzernabschluss | Konzernlagebericht 56 Für die Wirtschaftstätigkeit 6.2. „Güterbeförderung im Eisenbahnverkehr“ kommt ein Gütertransportschlüssel zur Unterscheidung zwischen Transporten mit und ohne Beladung von fossilen Brennstoffen zur Anwendung. Die Bewertung erfolgt nicht auf Ebene der Züge, sondern basierend auf Umsatzerlösen aus transportieren Gütern, da in einem Zug unterschiedliche Wagen mit unterschiedlichen Gütern transportiert werden können. Güterbeförderungen von fossilen Brennstoffen werden als nicht taxonomiekonform ausgewiesen. Ein Zugkilometer-Schlüssel anhand gefahrener Zugkilometer kommt in einzelnen Fällen (beispielsweise auf Messzugfahrten oder Hilfszugfahrten) zur Anwendung, wenn keine eindeutige Zuordnung zu einer einzigen Wirtschaftstätigkeit der drei Eisenbahnverkehrstätigkeiten (6.1., 6.2. und 6.3.) durchgeführt werden konnte. Eine anteilsmäßige Allokation von Umsatz, CapEx und / oder OpEx, die in eine der beiden Wirtschaftstätigkeiten betreffend „Personenbeförderung“ fallen und nicht eindeutig in Fernverkehr (6.1.) oder Nahverkehr (6.3.) unterteilt werden können, wurde ebenfalls anhand eines plausiblen Verteilungsschlüssels durchgeführt. So wurde insbesondere bei der Zuordnung zu den Wirtschaftstätigkeiten eine Doppelzählung vermieden. Im Bereich der Reparatur und Wartung der ÖBB-Technische Services-Gesellschaft mbH wurde festgelegt, einen Traktionsartchlüssel nach produktiven Stunden für Instandhaltungsleistungen für die taxonomiekonformen Kennzahlen zu berechnen. Das gilt für die Wirtschaftstätigkeiten 3.19. „Herstellung von Schienenfahrzeugkomponenten“ (Klimaschutz, CCM). Die produktiven Arbeitsstunden werden je Auftrag erfasst und sind somit genau den Produkten Diesellok oder E- Lok zuordenbar und somit Teil der ausgewiesenen Leistungskennzahlen. E1 Klimawandel Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen klimabezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen Die allgemeine Vorgehensweise zur Ermittlung und Bewertung wesentlicher Auswirkungen, finanzieller Risiken und Chancen ist umfassend in Kapitel E.1. Allgemeine Angaben unter „Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen“ abgebildet und kann bei Bedarf in diesem Abschnitt nachgelesen werden. Bei der Ermittlung klimabezogener Auswirkungen, Risiken und Chancen werden sowohl klimabedingte physische Risiken als auch Übergangsrisiken und -chancen, die innerhalb des ÖBB Konzerns auftreten können, betrachtet. ESRS E1.IRO-1.20.a Das folgende Kapitel stellt die Konzepte, Ziele und Maßnahmen vor, mit denen der Konzern negative Auswirkungen reduziert und positive Effekte fördert. Nach den Vorgaben der ESRS werden Maßnahmen im Bereich „Klimawandel“ zur Vermeidung oder Verringerung negativer Auswirkungen im Bericht nicht als „positive Wirkung“ ausgewiesen, sondern als präventive oder mindernde Maßnahmen dargestellt. Aus der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse haben sich die folgenden wesentlichen tatsächlichen oder potenziellen Auswirkungen, Risiken und Chancen für den ÖBB Konzern ergeben: Nr. Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen 1) 2) Art der Auswirkung bzw. Risiko / Chance 3 ) Zeithorizont 3 ) Angaben zur Wertschöpfungskette (WK) bei Auswirkungen 3 ) Unterthema: Anpassung an den Klimawandel E1-F-1 Vermehrte Extremwetterereignisse (Hitzetage, Starkniederschlag, Sturm) führen zu Schäden und der Zugverkehr wird beeinträchtigt. Dies führt zu Umsatzeinbußen und Mehrkosten durch Reparaturen. Risiko Mittelfristig E1-F-2 Durch vorausschauende Planung und Analysen werden Anpassungsmaßnahmen getroffen, um Schäden potenziell zu minimieren und mittel- bis langfristig Kosten zu sparen. Chance Mittelfristig E1-F-3 Der Klimawandel führt zu tiefgreifenden Veränderungen in wirtschaftlichen, regulatorischen und technologischen Rahmenbedingungen. Gleichzeitig kann es zu einer Verknappung wichtiger Ressourcen, einschließlich Energie, kommen. Diese Entwicklungen verursachen zusätzliche Kosten für Unternehmen – etwa durch steigenden Kühlbedarf bei Fahrzeugen und Gebäuden oder durch höhere Preise und begrenzte Verfügbarkeit von Energie und Rohstoffen. Risiko Mittelfristig 1) Wesentliche Auswirkungen sind als tatsächlich zu erachten, außer es wird explizit auf Gegenteiliges hingewiesen. ESRS 2.SBM-3.48.c. 2) Die Aktualisierung der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse hat zu geringfügigen Anpassungen (Art der Auswirkung bzw. Risiko / Chance, Zeithorizont und Angaben zur Wertschöpfungskette) im Vergleich zum Vorjahr geführt.ESRS 2.SBM-3.48.g. 3) ESRS 2.SBM-3.48.c. LB56 | E.2. EU-Taxonomie E1 Klimawandel E2 Umweltverschmutzung E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

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