ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht
Konzernlagebericht 104 E. Nichtfinanzielle Erklärung E.1. Allgemeine Angaben E.2. Umweltinformationen E.3. Soziale Informationen E.4. Governance Informationen E.5. ESRS-Index Österreichische Bundesbahnen-Holding Aktiengesellsch aft Konzernabschluss | Konzern lagebericht 61 Mit gezielten Investitionen unterstützen die ÖBB die Umsetzung des Übergangsplans. Investitionspläne der Teilkonzerne bzw. Gesellschaften werden jährlich im Zuge der Budget- / Mittelfristplanungen abgefragt (Budgetplanung für das jeweils nächste Jahr / Mittelfristplanung für weitere 5 Jahre). ESRS E1-1.16.c Nachstehend ist ein Auszug aus dem geplanten Investitionsvolumen mit Bezug auf die skizzierten Klimaschutzmaßnahmen dargestellt: – ÖBB-Infrastruktur AG: Investitionen in nachhaltige und erneuerbare Energieerzeugung 2014 bis 2030: rd. 1,6 Mrd. EUR (Hinweis: langfristiges Investitionsprogramm, dem auch lange Bauzeiten / Umsetzungszeiten zugrunde liegen) – ÖBB-Infrastruktur AG: Ausstieg aus Heizöl und Fossilgas rd. 80 Mio. EUR von 2026 bis 2031 – ÖBB-Personenverkehr AG: Gesamtinvestitionsvolumen in neue, moderne, energieeffiziente Flotte 2026 bis 2031 (Nahverkehr, Fernverkehr, Fahrzeugein- und -umbauten): rd. 5,5 Mrd. EUR – Österreichische Postbus AG investiert 2026 bis 2031 rd. 52 Mio. EUR in E- und H2-Busse (alternative Antriebe) Der ÖBB Konzern berichtet seit 2021 nach der EU-Taxonomie-Verordnung. Die Evaluierung der taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten erfolgte für alle sechs Umweltziele. Der wesentliche Beitrag wird in den Umweltzielen „Klimaschutz“ und „Kreislaufwirtschaft“ geleistet. Die zentralen Leistungsindikatoren für taxonomiekonforme CapEx und CapEx-Pläne sowie die zusätzlich berücksichtigten „ermöglichenden Tätigkeiten“ und „Übergangstätigkeiten“ sind in Kapitel E.2. Umweltinformationen unter „Freiwillige Umsetzung der EU-Taxonomie-Verordnung im ÖBB Konzern“ ausgewiesen. Sie finden sich in der Taxonomietabelle zum Umsatz in der letzten Spalte. ESRS E1-1.16.c Der KPI OpEx gesamt in Mio. EUR wird jährlich ermittelt und in Kapitel E.2. Umweltinformationen unter „Freiwillige Umsetzung der EU-Taxonomie-Verordnung im ÖBB Konzern“ veröffentlicht. Eingeschlossene (gebundene) Treibhausgasemissionen: Die qualitative Bewertung der potenziell eingeschlossenen (gebundenen) Treibhausgasemissionen aus Vermögenswerten und Produkten ist von großer Bedeutung. Sie tragen maßgeblich zur Einschätzung der Umweltauswirkungen und zur Einschätzung des Gefährdungspotenzials zur Nichterreichung der festgelegten Emissionsreduktionsziele bei. Bei der Beschreibung dieser Treibhausgasemissionen wird nach den bekannten Dekarbonisierungsbereichen unterschieden. ESRS E1-1.16.d Dekarbonisierungshebel und wesentliche Klimaschutzmaßnahmen Dekarbonisierungshebel im Bereich Mobilität (ÖBB-eigene Dekarbonisierung) Dekarbonisierungshebel im Bereich Gebäude Ersatz von Diesel und Umstieg auf alternative Antriebsformen (wirkt auf Scope 1, 2 und 3) Wesentliche Klimaschutzmaßnahmen: – Ersatz von Diesel im Schienen- / Busverkehr und im innerbetrieblichen Fuhrpark (Akku- und Hybridfahrzeuge) – Etablierung alternativer Antriebsformen im Busbereich (Elektro, Wasserstoff …) – in Abstimmung mit Leistungsbestellern und Auftraggebern (Länder, Verkehrsverbünde …) – Nutzung von Brückentechnologien (z. B. HVO-Treibstoffe) – Elektrifizierung von noch nicht elektrifizierten Strecken Ausstieg aus fossilen Energien bzw. Umstieg auf klimafreundliche Alternativen (wirkt auf Scope 1 und 3) Wesentliche Klimaschutzmaßnahmen: – Ausstieg aus Heizöl – Ausstieg aus Fossilgas Steigerung der Energieeffizienz (wirkt auf Scope 1, 2 und 3) Wesentliche Klimaschutzmaßnahmen: – Gebäudeoptimierung – Gebäudesanierung Erhöhung des Eigenversorgungsgrades im Bahnstrombereich durch erneuerbare Energien und Abdeckung des künftigen Mehrbedarfs durch mehr Verkehr auf der Schiene, Schwerpunkt AT (wirkt auf Scope 2 und 3) Wesentliche Klimaschutzmaßnahmen: – Repowering Wasserkraft (Revitalisierung / Neubau) – Ausbau Photovoltaik – Ausbau Windkraft Dekarbonisierungshebel im Bereich der Scope 3-Emissionen Beschaffung von Kapitalgütern, Verbrauchsgütern und Dienstleistungen (wirkt vor allem auf Scope 3) Wesentliche Klimaschutzmaßnahmen: – Optimale Nutzung / Forcierung der Dekarbonisierungs- entwicklungen der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette der ÖBB (abhängig von den Entwicklungen in den Branchen bzw. Unternehmen der ÖBB Lieferkette) v. a. in den Bereichen Bau (Stahl, Beton …) sowie Fahrzeuge (Stahl, Aluminium, Kunststoffe …). Steigerung der Energieeffizienz (wirkt auf Scope 1, 2 und 3) Wesentliche Klimaschutzmaßnahmen: – Maßnahmenbündel Bahnstrom – Maßnahmenbündel Diesel (als Zwischenlösung) Dekarbonisierungshebel im Bereich Mobilität (Dekarbonisierungseffekt für Österreich) Gezielte THG-Reduktionen bei weiteren Scope 3-Teilkategorien (wirkt vor allem auf Scope 3) Wesentliche Klimaschutzmaßnahmen: – Reduktion von brennstoff- und energiebezogenen Emissionen – Reduktion von Emissionen aus Abfallbehandlung / - entsorgung – Reduktion aus vorgelagertem Transport / Verteilung Verkehrsverlagerungen auf die Bahn (wirkt in AT vor allem auf Scope 1 und 3) Wesentliche Klimaschutzmaßnahmen: – Ausbau Kapazität und Wettbewerbsfähigkeit durch Steigerung von Qualität und Produktivität | LB61
RkJQdWJsaXNoZXIy NTk5ODUz