ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht
129 Konzern- lagebericht Österreichische Bundesbahnen-Holding Aktiengesellschaft Konzernabschluss | Konzernlagebericht 86 Nr. Maßnahmen Beschreibung *) Status *) Wesentliche IRO 14 Sammlung nicht mehr gebrauchs- fähiger Dienst- kleidung Nicht mehr gebrauchsfähige Dienstkleidung wird in Sammelboxen, welche in diversen Dienststellen aufgestellt sind, gesammelt und einem Textilrecycling zugeführt. Je nach Material, Qualität und Farbe erfolgt durch ein damit beauftragtes Unternehmen eine Verarbeitung zu neuen Garnen oder Füllmaterialien. Durch eine strukturierte Rücknahme wird die Rücklaufquote sichergestellt. Die Maßnahme betrifft die vor- und nachgelagerte WK und wird aktuell in Österreich umgesetzt. In Um- setzung E5-A-1 E5-A-2 E5-A-3 15 Wiederausgabe gebrauchter Dienstkleidung Aufsetzen eines Prozesses zur Wiederausgabe von gebrauchter Dienstkleidung an Mitarbeiter:innen nach erfolgter Reinigung und Aufbereitung. Auf diese Weise können vorhandene Ressourcen länger genutzt, Abfälle reduziert, Ressourcen geschont und der Lebenszyklus von Textilien verlängert werden. Die Maßnahme betrifft die vor- und nachgelagerte WK und wird aktuell in Österreich umgesetzt. In Um- setzung E5-A-1 E5-A-2 E5-A-3 *) ESRS E5-2.19, ESRS 2.MDR-A.68.a, b, c. Die allgemein erwarteten Ergebnisse dieser Maßnahmen sind eine Reduktion des Ressourcenverbrauchs, weniger Abfälle und Umweltbelastungen sowie Kosteneinsparungen durch effizientere Materialnutzung. Zudem wird die Transparenz und Kontrolle über Ressourcenzufluss- und -abflussdaten im Konzern verbessert. ESRS 2.MDR-A.68.a Im Berichtsjahr wurden keine erheblichen operativen Ausgaben (OpEx) oder Investitionsausgaben (CapEx), die über das übliche Maß hinausgehen, im Zusammenhang mit der Kreislaufwirtschaft getätigt. ESRS 2.MDR-A.69.a Parameter und Ziele Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft Bei der Entwicklung der freiwilligen Kreislaufwirtschaftsziele wurden zentrale Stakeholder:innen wie Lieferanten, Kund:innen und Mitarbeiter:innen einbezogen. Die Ziele gelten für alle vollkonsolidierten ÖBB Gesellschaften, sofern nicht anders angegeben. Für 2025 gab es keine Änderungen. Die Ziele sind darauf ausgerichtet, wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft zu adressieren. Die ÖBB verfolgen die Wirksamkeit ihrer Ziele durch ein jährliches Monitoring. Alle genannten Ziele hinsichtlich Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft wurden im ÖBB Konzern freiwillig gesetzt. ESRS 2.MDR-T.79.e, 80.h, i, j; ESRS E5-3.27 Die Ziele der ÖBB stehen in direktem Zusammenhang mit der übergeordneten Strategie: Reduktion von Primärrohstoffen, Erhöhung des Sekundärrohstoffanteils, die aktive Materialerhaltung und Verlängerung der Nutzungsdauer sowie schrittweise systematische Einbeziehung von kreislauffähigen Produkten in die Beschaffungs- und Investitionsstrategien. Die Ziele unterstützen die strategischen Vorgaben, ökologische Auswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu verringern. Sie tragen somit maßgeblich zur Erreichung der langfristigen Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens bei. Die Zuordnung zu den Stoßrichtungen zeigt den Zusammenhang mit den zentralen Bereichen der strategischen Kreislaufwirtschaft der ÖBB und ist in der folgenden Tabelle auf der rechten Seite dargestellt. ESRS 2.MDR-T.80.a Die aktuellen Ziele beziehen sich nur indirekt auf ein zirkuläres Produktdesign, da keine Produkte direkt auf dem freien Markt verkauft werden. Eine indirekte Einflussnahme erfolgt jedoch durch gezielte Maßnahmen in der Beschaffung, die entsprechende Anreize für den Markt schaffen. ESRS E5-3.24.a Eine ähnliche Situation zeigt sich beim Beitrag zur Beschaffung und Nutzung erneuerbarer Ressourcen gemäß dem Kaskadenprinzip. Als relevanter Materialzufluss wurde nur der Einsatz von Holzschwellen identifiziert. Aufgrund technischer Anforderungen sind die Einflussmöglichkeiten der ÖBB-Infrastruktur AG hier aber stark begrenzt. Daher hat diese Kategorie im Gesamtkontext eine geringe Priorität und es wird kein Ziel gesetzt. Dies wird durch die geringe Bedeutung erneuerbarer Materialien in der Gesamtmassenbilanz bestätigt. ESRS E5-3.24.d LB86 | E.2. EU-Taxonomie E1 Klimawandel E2 Umweltverschmutzung E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
RkJQdWJsaXNoZXIy NTk5ODUz