ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht

149 Konzern- lagebericht Österreichische Bundesbahnen-Holding Aktiengesellschaft Konzernabschluss | Konzernlagebericht 106 Vielfalt, Beschäftigung und Inklusion von Menschen mit Behinderung Durch das Lösungscenter „Inclusion and Diversity“ werden einzelne Maßnahmen aus dem Aktionsplan „Inklusion“ konzernweit zur Verfügung gestellt. Ziel Erhöhung des Anteils von Mitarbeiter:innen mit begünstigter Behinderung (Behinderungsgrad von ≥50 %) Status 1) Zielumfang 2) Ziel ist es, mindestens die gesetzlich vorgeschriebene Quote von 4 % an Mitarbeiter:innen mit einem Behinderungsgrad von ≥ 50 % in jeder Teilgesellschaft mit ≥25 Mitarbeiter:innen des ÖBB Konzerns Inland zu erfüllen. Die Zielerreichung wird quartalsweise evaluiert und in einem konzernweiten Diversity-Bericht dem Topmanagement der Konzerngesellschaften zur weiteren Verbesserung der Maßnahmen zur Verfügung gestellt. Zur internationalen Verfolgung der gesetzten Ziele stehen spezifische Programme zur Verfügung, diese unterliegen dem Monitoring der jeweiligen Teilkonzerngesellschaften und werden regelmäßig an das Lösungscenter „Inclusion and Diversity“ reported. (ÖBB Konzern Inland) In Umsetzung Methodik zur Zielfindung 3) Das Zielniveau für die oben genannten Kennzahlen wurde auf Basis der Analyse der bereits erhobenen Werte der Vorjahre durch das Management in Abstimmung mit den Fachexpert:innen der Fachbereichsverantwortlichen festgelegt und wird in regelmäßigen Abständen evaluiert. Neben der Datenanalyse wurden auch gängige Marktbenchmarks sowie gesetzlichen Anforderungen bei der Festlegung des Zielniveaus berücksichtigt. Methodik zur Berechnung der Zielkennzahl Zur Berechnung der Kennzahl wird der „Disability-Zähler“ herangezogen und durch die Gesamtzahl der Mitarbeiter:innen dividiert. Der Disability-Zähler ergibt sich analog zur gesetzlichen Behindertenausgleichstaxe. Maßnahme M24 Kooperationen mit Unternehmen und Jobplattformen für Menschen mit Behinderung (z. B. NEBA Betriebsservice) stellen eine Unterstützung bei der Neueinstellung von Menschen mit Behinderung dar. Netzwerkaktivitäten für Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen sollen sicherstellen, dass Menschen mit Behinderungen einen sicheren Raum für Fragen und Anliegen haben und Austausch und Wissenstransfer gefördert werden. In Umsetzung M25 Kampagnen, Aktionstage und Veranstaltungen: Mit der internen Wissens-, Qualifikations- und Kommunikationskampagne „Du bist unser Potenzial“ verfolgen die ÖBB das Ziel, das Thema „Behinderungen“ sichtbar zu machen und zu enttabuisieren. Darüber hinaus werden regelmäßig Aktionstage und Veranstaltungen zur Sensibilisierung von Reisenden, Mitarbeiter:innen und Führungskräften durchgeführt. In Umsetzung M26 Inklusive Standortbegehungen: 2025 erfolgte das Testen der App für inklusive Standortbegehungen und Ableitung von Erkenntnissen und Maßnahmen. In Umsetzung M27 Qualifizierungsstandards und -angebote: Fortlaufende Entwicklung von Bildungsangeboten sowie Tools zur Schaffung eines inklusiven und respektvollen Arbeitsumfeldes (Informationsleitfäden oder Vernetzungsinitiativen) sowie Beratung der Teilkonzerngesellschaften hinsichtlich der Befähigung von Führungskräften, Mitarbeiter:innen und relevanten Zielgruppen (z. B. Mitarbeiter:innen mit Kund:innenkontakt, Lehrlinge, Recruiter:innen, Kommunikation, Fachausbildungen …). In Umsetzung M28 Bestellung einer / eines Barrierefreiheitsbeauftragten für den Konzern: Barrierefreiheitsbeauftragte stellen sicher, dass Barrierefreiheit für Mitarbeiter:innen und Kund:innen in allen relevanten Bereichen umgesetzt und weiterentwickelt wird. Ihre Aufgaben umfassen die Identifikation von Handlungsbedarfen, die Erarbeitung von Verbesserungen sowie die Zusammenarbeit mit Behindertenvertrauenspersonen, Fachbereichen und externen Expert:innen. Sie sind in Planungsprozesse eingebunden und decken bauliche, kommunikative und organisatorische Aspekte sowie die barrierefreie Gestaltung von Informationen, Veranstaltungen und Vergabeverfahren ab. Abge- schlossen IRO: S1-A-10 | Konzept: S1-K-1, S1-K-6 1) ESRS 2.MDR-T.80.j; ESRS 2.MDR-A.68.e. 2) ESRS 2.MDR-T.80.c. 3) ESRS 2.MDR-T.80.a, f. Schulungen und Kompetenzentwicklung Die Personalentwicklung fokussiert auf gezielte Kompetenzentwicklung für Mitarbeiter:innen und Führungskräfte. Weiterbildungsangebote sind bedarfsgerecht und praxisnah. Konzernweite Programme koordiniert das ÖBB-Business Competence Center GmbH, eisenbahnspezifische die ÖBB-Infrastruktur AG. Digitalisierung und selbstgesteuertes Lernen werden durch digitale und hybride Formate sowie KI unterstützt. Ziel ist die Erweiterung von Kompetenzen und die Sicherung der Employability. Die IT-Systeme entwickeln sich von „Learning Management“ hin zu „Learning Experience“. LB106 | E.3. S1 Arbeitskräfte des Unternehmens S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette S3 Betroffene Gemeinschaften S4 Verbraucher:innen und Endnutzer:innen

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