ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht
Konzernlagebericht 160 E. Nichtfinanzielle Erklärung E.1. Allgemeine Angaben E.2. Umweltinformationen E.3. Soziale Informationen E.4. Governance Informationen E.5. ESRS-Index Österr ichisch Bundesbahnen-Holding Aktiengesellscha ft Konzer abschluss | Ko ze rnlagebericht 117 1) ESRS S2-4.31, 32, 33, 34, 35; ESRS 2.MDR-A.68.a, b, c. 2) ESRS 2.MDR-T.80.j; ESRS 2.MDR-A.68.e. Zusätzlich zu den oben beschriebenen Maßnahmen werden relevante Lieferanten zur Abgabe einer externen Nachhaltigkeitsbeurteilung aufgefordert, um Schwachstellen im Management der Menschenrechte entlang der Lieferkette zu identifizieren. Weiters wurde eine Risikoanalyse auf Basis von Unternehmensstandorten, Branchen und Beschaffungsvolumen durchgeführt. Dadurch kann in Zukunft zielgenauer festgestellt werden, welche Maßnahmen erforderlich und angemessen sind. Die ÖBB verfügen bereits über Schulungen für Mitarbeitende im Einkauf, in denen Nachhaltigkeitskriterien für Ausschreibungen sowie das Nachhaltigkeitsmanagement entlang der Lieferkette erläutert werden. Ergänzend bietet die Toolbox „Nachhaltige Beschaffung“ geprüfte Kriterien zur Verbesserung der sozialen Nachhaltigkeit, die individuell in Ausschreibungen eingesetzt werden. In allen Lead-Buyer-Organisationen sind Verantwortliche für das Thema „Nachhaltigkeit im Einkauf“ bestimmt. ESRS S2-4.32.c, d, 33.a, b Anlassbezogen werden im konzernalen Verbund notwendige Ressourcen zur Implementierung von Maßnahmen zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wurde das Team „Nachhaltige Beschaffung“ implementiert, welches Maßnahmen zur erfolgreichen Umsetzung von Nachhaltigkeitsanforderungen in der Lieferkette entwickelt und steuert. Die Aufwände für finanzielle Mittel teilen sich auf mehrere Maßnahmen auf und betragen seit dem Jahr 2024 rund 2 Millionen Euro. ESRS S2-4.38 Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen Gesetzliche Vertreter:innen von Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette wurden wie oben beschrieben bei der Erarbeitung der wesentlichen Themen eingebunden, um Erkenntnisse und Verbesserungsmöglichkeiten zur Entwicklung von Zielen zu gewinnen. Weitere Informationen wurden im Zuge eines Round-Tables eingeholt, an welchem Vertreter:innen strategischer Lieferanten und von Arbeitnehmer:innen, der Wissenschaft sowie einer Entwicklungshilfeorganisation teilnahmen. Die Ergebnisse wurden in die Wesentlichkeitsanalyse übernommen und werden in das Schulungsprogramm für Einkäufer:innen, entsprechende Unterlagen und in weiterer Folge in Ausschreibungen integriert. ESRS S2-4.42, 4.41 Überblick über Maßnahmen für Menschenrechte in der Wertschöpfungskette 1) Status 2) Wesent- liche IRO Einsatz von sozialen Nachhaltigkeitskriterien in Ausschreibungen Bei relevanten Ausschreibungen werden soziale Ausschreibungskriterien eingesetzt, z. B. Produktzertifikate, um soziale Standards für Ausschreibungen einzufordern. In Um- setzung S2-A-1 Implementierung eines IT- Systems zur Sammlung von NH-Informationen Derzeit befindet sich ein neues IT-System in Umsetzung, mit dem Nachhaltigkeitsinformationen auf Unternehmens- und Produktebene gesammelt werden können. In Um- setzung S2-A-2 Schulung der Einkäufer:innen Einkäufer:innen des ÖBB Konzerns werden regelmäßig im Einsatz von Nachhaltigkeitsaspekten geschult. Zusätzlich stehen Unterlagen zur Verfügung, die wichtige Informationen zur Erhöhung der Nachhaltigkeit in der vorgelagerten Wertschöpfungskette beinhalten (z. B. Handlungsanleitung, Handbücher). Der Betrachtungsrahmen entspricht den Einkäufer:innen des ÖBB Konzerns. In Um- setzung S2-A-1 S2-A-3 Projekt zum Erfahrungsaustausch Menschenrechte in der Wertschöpfungskette Im Rahmen der ERPC-Arbeitsgruppe „Nachhaltige Beschaffung" der European Railways Purchasing Conference (ERPC) organisierten die ÖBB Erfahrungsaustauschtermine zu Ausschreibungskriterien für die Berücksichtigung der Menschenrechte. Der Betrachtungsrahmen entspricht wesentlichen Akteuren der Wertschöpfungskette. In Um- setzung S2-A-3 Projekt zur Erhöhung der Transparenz in der Wertschöpfungskette Innerhalb der Nachhaltigkeitsinitiative Railsponsible wird ein Projekt durchgeführt, um gemeinsam die Informationsbasis in Bezug auf die Nachhaltigkeit in ausgewählten Branchen, welche auch eine starke Bedeutung betreffend der sozialen Nachhaltigkeit haben, wie beispielsweise die Elektronikbranche, zu verbessern. Das Projekt wurde im Jahr 2025 fortgesetzt. Dies sollte einen verbesserten Einblick in die identifizierte potenzielle Auswirkung sowie genauere Details dazu ermöglichen. Der Betrachtungsrahmen entspricht wesentlichen Akteuren der Wertschöpfungskette. Mit dieser Maßnahme werden mögliche Verbesserungen der eigenen Praktiken im Bereich der Beschaffung und der Datennutzung erhoben, um wesentliche negative Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette zu reduzieren. Abge- schlossen S2-A-3 | LB117
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