ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht

Konzernlagebericht 166 E.  Nichtfinanzielle Erklärung E.1. Allgemeine Angaben E.2. Umweltinformationen E.3. Soziale Informationen E.4. Governance Informationen E.5. ESRS-Index Österreichische Bundesbahnen-Holding Aktiengesellschaft Konzernabschluss | Konzernlagebericht 123 Im Rahmen des Aktionsplans Umgebungslärm 2024 werden in den nächsten fünf Jahren gezielte Maßnahmen bzw. Abhilfemaßnahmen zur Lärmminderung entlang des Streckennetzes umgesetzt. Diese betreffen sowohl Neu- und Ausbaustrecken, Eisenbahn-Bestandsstrecken sowie Reinvestitionen von Schallschutzwänden an Eisenbahn- Bestandsstrecken. ESRS S3-4.32.a, b Des Weiteren wird im Rahmen von Forschungsprojekten des Teilkonzerns Infrastruktur an Zukunftsthemen zur Verringerung von Bahnlärm gearbeitet. Die Schwerpunkte liegen auf: – der Entwicklung von innovativen Maßnahmen zur Lärmminderung, von Modellen zur Vorhersage der Lärmausbreitung, Empfehlung geeigneter Lärmminderungsmaßnahmen und der Bewertung der Auswirkungen von Lärmminderungs- maßnahmen sowie – der Erläuterung der Lärmauswirkungen der komplexen Rad-Schiene-Interaktion und wie diese reduziert werden können. Aktuelle Forschungsprojekte sind beispielsweise die Projekte „Bahnlärmforschung 2023–2025“ oder „LEWE2 – Lärm- und Erschütterungsarme Weiche 2“. Prognosen zur Lärmentwicklung berücksichtigen zukünftige Verkehrsentwicklungen wie Verkehrsprognosen (z. B. VPÖ 2040+) und verkehrspolitische Pläne (z. B. Mobilitätsmasterplan), um rechtzeitig geeignete Lärmschutzmaßnahmen zu planen und umzusetzen. ESRS S3-4.32.d; ESRS S3-4.35 In Bezug auf die Minderung von potenziellen Reputationsrisiken werden diese durch die Implementierung transparenter Beschwerdemechanismen sowie mittels proaktiver und offener Kommunikation effektiv reduziert. Diese Maßnahmen ermöglichen es, frühzeitig auf Anliegen und potenzielle Probleme zu reagieren, bevor sie sich negativ auf die öffentliche Wahrnehmung auswirken. ESRS S3-4.34.a Sonstige Maßnahmen im Bereich Betroffene Gemeinschaften 1) Status 2) Wesentliche IRO Lärmarme Bremssohlen Die Rail Cargo Group hat ihre Güterwagenflotte mit lärmarmen Bremssohlen ausgestattet, um den Schienengüterverkehr leiser zu machen. Diese Bremsen sorgen für glattere Laufflächen und reduzieren dadurch die Rollgeräusche erheblich – Güterzüge sind dadurch fast um die Hälfte leiser. Mit über 99 % der Flotte, die nun mit leisen Bremsen ausgestattet ist, erfüllt die Rail Cargo Austria AG die seit 2024 geltenden gesetzlichen Anforderungen und ermöglicht den Einsatz der Wagen auf den „Quieter Routes“ gemäß den europäischen TSI-Noise-Vorgaben. Abge- schlossen S3-A-1 S3-F-1 Minimierung von Erschütterungen / Vibrationen Zur Reduzierung von Erschütterungen und Vibrationen im Schienenverkehr werden gezielt fahrzeugseitige Maßnahmen umgesetzt. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, wie der technische Zustand des Rollmaterials, das Gewicht und die Geschwindigkeit der Züge sowie deren Zusammensetzung. Durch regelmäßige Wartung und Modernisierung der Fahrzeuge wird sichergestellt, dass technische Mängel minimiert und Erschütterungen reduziert werden. Zudem trägt eine optimierte Zugzusammenstellung dazu bei, Schwingungen zu verringern und den Fahrkomfort sowie den Schutz der Infrastruktur zu verbessern. Laufend S3-A-1 S3-F-1 Schulung und Information der Mitarbeiter:innen Zur Reduzierung von Bahnlärm werden Mitarbeiter:innen gezielt geschult und informiert, um eine lärmschonende Betriebsführung zu gewährleisten. Spezielle Lärmschutzanweisungen für den Verschub und den Betrieb stellen sicher, dass Maßnahmen zur Lärmminderung konsequent umgesetzt werden. Dies umfasst unter anderem angepasste Fahrweisen, den bewussten Einsatz von Signalhörnern und eine optimierte Rangiertechnik. Die kontinuierliche Sensibilisierung und Weiterbildung des Personals trägt maßgeblich dazu bei, die Lärmbelastung für Anrainer:innen und die Umwelt zu minimieren. Laufend S3-A-1 S3-F-1 1) ESRS 2.MDR-A.68.a, b. 2) ESRS 2.MDR-A.68.c, e. S4 Verbraucher:innen und Endnutzer:innen Die ÖBB wollen ihren Kund:innen ein wachsendes, sicheres und barrierefreies Mobilitätsangebot bieten. Dafür erkennt der Konzern frühzeitig Bedarfe, bezieht Kund:innen aktiv in die Entwicklung ein und steht im regelmäßigen Austausch mit Interessenvertretungen. Übersicht Das folgende Kapitel stellt die Konzepte, Ziele und Maßnahmen vor, mit denen der Konzern negative Auswirkungen reduziert und positive Effekte fördert. Nach den Vorgaben der ESRS werden Maßnahmen zur Vermeidung oder Verringerung negativer Auswirkungen auf „Verbraucher:innen und Endnutzer:innen“ im Bericht nicht als „positive Wirkung“ ausgewiesen, sondern als präventive oder mindernde Maßnahmen dargestellt. Aus der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse haben sich die folgenden wesentlichen tatsächlichen oder potenziellen Auswirkungen, Risiken und Chancen für den ÖBB Konzern ergeben. | LB123

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