ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht
Konzernlagebericht 168 E. Nichtfinanzielle Erklärung E.1. Allgemeine Angaben E.2. Umweltinformationen E.3. Soziale Informationen E.4. Governance Informationen E.5. ESRS-Index Österreichische Bundesbahnen-Holding Aktiengesellschaft Konzernabschluss | Konzernlagebericht 125 Die Nutzer:innen sind nicht auf genaue und zugängliche produkt- oder dienstleistungsbezogene Informationen wie Handbücher oder Produktetiketten angewiesen, um eine potenziell schädliche Nutzung zu vermeiden. Außerdem nutzt der Konzern keine Marketing- und Verkaufsstrategien, die sich direkt an Kinder oder finanziell schutzbedürftige Personen richten. ESRS 2.SBM-3.10.a, 12 Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen Konzepte im Zusammenhang mit Verbraucher:innen und Endnutzer:innen Der ÖBB Konzern möchte als Gesamtmobilitätsdienstleister Reisende mit Bahn und Bus nachhaltig transportieren. Direkten Kontakt zu jenen Personen, wie sie laut ESRS als Verbraucher:innen und Endnutzer:innen definiert werden, haben die Teilkonzerne ÖBB-Personenverkehr AG und ÖBB-Infrastruktur AG. Im Fokus steht die kontinuierliche Erweiterung und Verbesserung des Mobilitätsangebots, orientiert an den Bedürfnissen aller Kund:innen. Zentrale Themen sind dabei unter anderem die Kund:inneninformation, Sicherheit sowie ein barrierefreier Zugang zu Produkten und Dienstleistungen. ESRS S4 - 1.15 Genauere Informationen zu den Konzepten, welche den Umgang des Konzerns und seiner Teilkonzerngesellschaften mit jenen Themenbereichen regeln, die Endnutzer:innen und Verbraucher:innen betreffen, sind den angeführten Tabellen zu entnehmen. Nr. Konzepte 1) Beschreibung 2) S4-K-1 Konzern- Sicherheitsstrategie: öffentliche Sicherheit Die öffentliche Sicherheit ist Teil der Sicherheitsstrategie des ÖBB Konzerns. Sie umfasst den Schutz sowie das subjektive Sicherheitsgefühl von Kund:innen, Mitarbeiter:innen, Anlagen, Assets und transportierten Gütern vor kriminellen Aktivitäten. Der öffentliche Sicherheitsindex (ÖSX) bildet die Entwicklung der öffentlichen Sicherheitsperformance des ÖBB Konzerns in Österreich ab. Er basiert auf den von Konzerngesellschaften und extern (z. B. Polizei) gemeldeten ÖBB-relevanten Ereignissen, die nach Deliktsfeldern gegliedert und nach Schadenspotenzial (insbesondere Übergriffe auf Mitarbeiter:innen) gewichtet werden. Zur gezielten Steuerung liegt der Fokus verstärkt auf Vorläufern, also Ereignissen, die Vorfälle begünstigen oder derene Eintrittswahrscheinlichkeit erhöhen. Solche Risikoakzeptanzkriterien im Bereich öffentliche Sicherheit sind u. a. – Übergriffe auf Kund:innen / Reisende – Diebstähle an Kund:innen / Reisenden – Raub an Kund:innen / Reisenden Der ÖSX umfasst die Topkennzahlen Übergriffe und Drohungen auf Mitarbeiter:innen, Diebstahl und Raub an Kund:innen, Sachbeschädigungen, Einbrüche, Suchtmitteldelikte, Betrug sowie Buntmetalldiebstahl. S4-K-2 Konzern- Sicherheitsstrategie: betriebliche Sicherheit Die betriebliche Sicherheit ist ebenfalls ein Teilbereich der Sicherheitsstrategie des ÖBB Konzerns. Die betriebliche Sicherheit umfasst die Steuerung und Maßnahmensetzung zur Gewährleistung eines sicheren Eisenbahnbetriebs in der eigenen Wertschöpfungskette. Die Anlagensicherheit, Fahrzeugsicherheit sowie betriebstechnische Sicherheit stellen wesentliche Bestandteile dar. Für die Koordination und die strategische Ausrichtung der betrieblichen Sicherheit ist gemäß Konzernrichtlinie 17 die Organisationseinheit Systemtechnik und Konzernproduktion zuständig. Der betriebliche Sicherheitsindex (BSX) bildet die langfristige Entwicklung der betrieblichen Sicherheitsperformance des ÖBB Konzerns in Österreich ab. Der BSX des ÖBB Konzerns setzt sich aus den BSX der ÖBB Teilkonzerne und Konzerngesellschaften zusammen. Berücksichtigt werden betriebliche Vorfälle (z. B. Zugzusammenstöße, Zugentgleisungen, Brände an Fahrzeugen, Personenschäden aus dem Betriebsablauf) sowie Gefährdungen, die zu Unfällen führen können (z. B. Signalüberfahrungen, verlorene Wagenteile aufgrund technischer Ursachen, schwere Mängel). Der BSX berechnet sich aus der Anzahl der definierten Vorfälle / Ereignisse multipliziert mit einer vom jeweiligen Schadenspotenzial abgeleiteten Gewichtung und wird mit den gefahrenen Zugkilometern normiert. 1) Die Strategien / Konzepte werden, sofern nicht für den gesamten ÖBB Konzern verabschiedet, vom jeweils zuständigen Vorstand beschlossen und gelten für die darin definierte Gesellschaft. ESRS 2.MDR-P.65.b, c. 2) ESRS 2.MDR-P.65.a, b, c. | LB125
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