ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht
169 Konzern- lagebericht Österreichische Bundesbahnen-Holding Aktiengesell scha ft Konzernabschluss | Konzernlagebericht 126 Nr. Konzepte 1) Beschreibung 2) S4-K-3 Umsetzungsplan Barrierefreiheit 2022 bis 2025+ Im Jahr 2006 hat die ÖBB-Holding AG zusammen mit Verantwortlichen der Teilkonzerne und Expert:innen den Etappenplan gemäß § 19 Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz (BGStG) für den ÖBB Konzern gesamthaft entwickelt. Die im Etappenplan (2006 bis 2015) enthaltenen Maßnahmen wurden mit den Behindertenorganisationen diskutiert. Anfang 2016 haben die Konzerngesellschaften ihre Vorhaben aktualisiert und neue Umsetzungspläne für weitere Verkehrsstationen (Bahnhöfe und Haltestellen mit Personenhalt) und die Fahrzeugflotte erstellt. Diese Unternehmenspläne korrespondieren mit dem sogenannten Nationalen Umsetzungsplan (NIP), den das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) für Österreich gemäß TSI-PRM59 herausgegeben und veröffentlicht hat. 2018 wurden die bereits umgesetzten Maßnahmen und weitere Ziele bis 2027 in Form von Stakeholder:innendialogen, bei denen unter anderem Vertreter:innen der Behindertenorganisationen und des Parlaments anwesend waren, vorgestellt und diskutiert. Dieser Informations- und Abstimmungsprozess erfolgt in regelmäßigen Abständen und fand zuletzt im Herbst 2023 statt. Ziel ist es, dass bis zum Jahr 2027 alle Verkehrsstationen mit mehr als 1.000 Reisenden pro Tag sowie die wichtigsten Verkehrsstationen in Bezirksund Landeshauptstädten baulich barrierefrei gestaltet sind. Zusätzliche Bahnhöfe werden somit bis 2027 barrierefrei. S4-K-4 Teilkonzernstrategie Personenverkehr In der Teilkonzernstrategie des Personenverkehrs für das Geschäftsfeld „Wettbewerbsfähiges Bahnunternehmen” steht das Ziel „Begeisternde Angebote und moderne Kund:innenbindungs- instrumente für den Erhalt der Qualitätsführerschaft“. Die Messung und Überprüfung der Erreichung dieses Ziels erfolgt einerseits über die Kund:innenzufriedenheitsanalyse und andererseits über die Umsatzzahlen. Darüber hinaus legt die Strategie auch konkrete Wachstumsziele für weitere Geschäftsmodelle im Bereich „Wettbewerbsfähiges Busunternehmen“ und „Mobility as a Service“ (u. a. für ÖBB 360° – First- und Last-Mile-Angebote) fest. Die Teilkonzernstrategie orientiert sich an den Wachstumszielen und legt Zielzustände und Beurteilungskriterien auch für weitere Dimensionen (z. B. Kostenstrukturen, Qualität, Personenkilometer) fest. S4-K-5 Teilkonzernstrategie Infrastruktur #INFRA.Mobilitäts- wende Unter dem Titel #INFRA.Mobilitätswende legt der Teilkonzern ÖBB Infrastruktur seine strategische Ausrichtung und seine Vision für die kommenden Jahre vor. Abgeleitet von der Vision und den strategischen Zielen baut die Strategie auf sechs strategischen Stoßrichtungen auf. Für das Thema „Verbraucher:innen und Endnutzer:innen“ ist die Stoßrichtung kund:innenzentriertes Geschäftsmodell definiert: – Wir sind eine wichtige Partnerin in einem digital und analog vernetzten Mobilitätsökosystem. – Die kund:innennzentrierte Ausrichtung wird mit der Steuerung nach Achsen und Services unterstützt. – Wir sind in Österreich und Europa eine starke Stimme für Interoperabilität, internationale Verkehrsabwicklung und effiziente Regulierung. – Servicepreise müssen sich – mit Ausnahme verkehrspolitischer Vorgaben – an Vollkosten orientieren. Zusätzlich zum Kernmarkt Österreich werden relevante europäische Korridore, an Österreich angrenzende Bahnstrecken sowie Terminal- und Hafeninfrastrukturen in Nachbarstaaten betrachtet. 1) Die Strategien / Konzepte werden, sofern nicht für den gesamten ÖBB Konzern verabschiedet, vom jeweils zuständigen Vorstand beschlossen und gelten für die darin definierte Gesellschaft. ESRS 2.MDR-P.65.b, c. 2) ESRS 2.MDR-P.65.a, b, c. Weitere Überlegungen zu strategisch relevanten Themen, die sich aktuell in Ausarbeitung befinden: – Produktportfoliostrategie: Ziel im Teilkonzern Personenverkehr ist ein optimiertes Produktportfolio entlang der 4 P (Product, Price, Place, Promotion) unter Einbeziehung von Kund:innenfeedback. Jede Person soll ein passendes Mobilitätsangebot finden, um die Kund:innenzufriedenheit zu erhöhen. – Kund:inneninformation: Aufgrund des sich ergebenden Handlungsbedarfs startete im Herbst 2024 ein mehrjähriges Projekt mit Fokus auf Kund:inneninformation im Abweichungs- (z. B. Verspätungen, Zugänderungen) und Störfall (kurzfristige Krisen, die großflächig Schaden auslösen, wie beispielsweise das Hochwasser im September 2024). Dieses Projekt ist Teil eines konzernweiten Programms zur Steigerung der Resilienz des Bahnsystems, nähere Informationen dazu in Kapitel E.1. Allgemeine Angaben unter „Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell“. Dabei wird unter anderem an der Zentralisierung und kontrollierten Steuerung der Reisendeninformation gearbeitet. Zum Zeitpunkt der Berichtslegung können noch keine weiteren Angaben gemacht und veröffentlicht werden. LB126 | E.3. S1 Arb itskräfte d s Unternehmens S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette S3 Betroffene Gemeinschaften S4 Verbraucher:innen und Endnutzer:innen
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